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Präventionsmedizin von der Jugend bis ins hohe Alter nutzen

06.03.201518:42 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Frauenärzte appellieren zum internationalen Frauentag

Während die Weltgesundheitsorganisation rund um den Globus Millionen Tote durch Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes beklagt, appellieren die Gynäkologen der Ärzteorganisation GenoGyn anlässlich des internationalen Frauentages 2015, die Möglichkeiten des hiesigen Gesundheitssystems stärker zu nutzen. „Frauen in Deutschland stehen in jedem Lebensabschnitt moderne Primärprävention und ein umfangreiches medizinisches Versorgungsangebot zur Verfügung. Diese Chancen müssen wir besser kommunizieren, um Zivilisationskrankheiten einzudämmen und Lebensqualität zu erhalten“, sagt der GenoGyn-Vorsitzende Dr. Jürgen Klinghammer. Gynäkologische Praxen seien wichtige Anlaufstellen dafür, da sie Frauen in allen Altersgruppen, Schichten und Lebensumständen erreichen und bis zu 90 Prozent ihrer Leistungen aus Früherkennung und Prävention bestehen, so der Kölner Frauenarzt weiter.

Gesundheitsvorsorge ist altersspezifisch: Für junge Mädchen beinhaltet sie vor allem Aufklärung über sexuell übertragbare Krankheiten und Schwangerschaftsverhütung, die erste gynäkologische Untersuchung sowie die Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV), die ursächlich mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht und hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Die Impfung ist für Mädchen von neun bis 14 Jahren gesetzliche Kassenleistung und sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Dr. Klinghammer: „Mit einer Impfquote von 39,5 Prozent liegt Deutschland international weit hinter anderen Ländern zurück.“

Für Frauen ab 20 sieht das Gesetz eine jährliche Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs vor. Bis zum Ende des 25. Lebensjahres wird zudem ein jährlicher Test auf Chlamydien angeboten. Die sexuell übertragene Infektion ist in Deutschland sehr häufig und birgt das Risiko für Unfruchtbarkeit. Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust wird zur Früherkennung des Mammakarzinoms empfohlen.

„Ab dem 30. Lebensjahr wird für viele Frauen die Lebensführung gesundheitlich relevant. Übergewicht, Fehlernährung, Bewegungsmangel und Rauchen verursachen eine Vielzahl möglicher Folgeerkrankungen“, so der GenoGyn-Vorsitzende. Hier setzt Prävention mit Ernährungsberatung und Bewegungsprogrammen an. Die jährliche Untersuchung zur Krebsfrüherkennung wird auf die Brust ausgeweitet.

Prävention rund um den Kinderwunsch beginnt lange vor der Schwangerschaft. Gegebenenfalls mit einer Gewichtsreduktion, um den Risiken von Frühgeburten, Schwangerschafts-Diabetes und im Rahmen der fetalen Programmierung einer kindlichen Disposition zu Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes vorzubeugen. Etwa jede dritte Schwangere in Deutschland ist übergewichtig oder gilt als adipös. Auch der Immunschutz, beispielsweise gegen Toxoplasmose und Cytomegalie Viren, sollte abgeklärt, die Grippeschutzimpfung für Schwangere bedacht werden. Parodontitis beeinträchtigt nicht nur die weibliche Fruchtbarkeit, sondern begünstigt neben Frühgeburten und zu leichtgewichtigen Babys auch eine Präeklampsie, im Volksmund „Schwangerschaftsvergiftung“. Nikotin und Alkohol sind während der Schwangerschaft tabu. Dennoch soll fast jede fünfte Frau in der Schwangerschaft Alkohohl trinken. Nach einer Geburt gilt es für junge Mütter, einer Harninkontinenz durch professionell betreute Beckenboden-Gymnastik ausreichend vorzubeugen.

Zur Früherkennung von Brustkrebs werden Frauen zwischen 50 und 69 alle zwei Jahre zum Mammographie-Screening eingeladen. Dr. Klinghammer: „Um sogenannte Intervalltumore zeitig zu entdecken, die im Röntgenbild etwa wegen hoher Brustdichte noch nicht erkannt werden oder die erst zwischen zwei Screenings entstanden sind, empfiehlt die GenoGyn Brust-Ultraschalluntersuchungen.“ Normalgewicht und ausreichende Bewegung senken das Erkrankungsrisiko, während Rauchen das Risiko für Brustkrebs drastisch erhöht. Ebenfalls relevant in dieser Altersgruppe sind die Linderung von Wechseljahresbeschwerden, Osteoporosevorsorge, Risikoabklärung von Arteriosklerose, Neurostress und Burn-out, Depression und neurodegenerativen Veränderungen in der Menopause, denen mit einem ganzen Maßnahmenkatalog zur Demenzprophylaxe in der gynäkologischen Praxis begegnet wird.

Frauen über 70 sollten die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen keinesfalls vernachlässigen und Fragen zu Inkontinenz und Neurodegeneration offen mit ihrem Frauenarzt besprechen. „Moderne Präventionsmedizin kann hierzulande Lebensqualität bis ins hohe Alter erhalten, daran sollten wir nicht nur am internationalen Frauentag erinnern“, so der Vorstandsvorsitzende der GenoGyn, die sich seit Jahren für eine erweiterte Primärprävention und eine ganzheitliche Medizin in der Frauenheilkunde engagiert und bereits über 300 Gynäkologen in eigenen Fortbildungen qualifiziert hat.

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