(openPR) Hannover, 27. Februar 2015. Wie bleibt die Belegschaft im Idealfall bis zur Rente gesund und leistungsfähig? Mit welchen Mitteln lassen sich Entwicklungs- und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter optimal nutzen? Und wie wird man als Arbeitgeber attraktiver? Vier marktführende Unternehmen stellen am 22. April 2015 in der HDI-Arena in Hannover neue und bereits erfolgreich in der Praxis erprobte Human Resources-Projekte vor. Im Mittelpunkt: Moderne, übertragbare Ansätze für Wissens- und Gesundheitsmanagement, Arbeitgeberattraktivität und Innovationsfähigkeit für alle interessierten kleinen und mittelständischen Unternehmen.
Unter dem Namen „Den Anstoß nicht verpassen“ präsentiert das Forschungsprojekt „InnoFaktor“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) am 22. April 2015 in der HDI-Arena von Fußballbundesligist Hannover 96 seine Ergebnisse. Sie sind besonders für Geschäftsführer und Personalverantwortliche von mittelständischen Unternehmen interessant: „Nur mit neuen, demografiefesten Personalstrategien wird es gelingen, auch in Zukunft innovations- und wettbewerbsfähig zu bleiben“, weiß Fritz Kelle, Leiter Personalwesen & Administration bei der VSM AG und Vorstandsvorsitzender im Unternehmensnetzwerk ZUKUNFTINC. e. V. Diese neuen Instrumente zu finden, haben sich vier mittelständische Marktführer des Vereins aus Hannover auf die Fahnen geschrieben: KIND Hörgeräte, Sennheiser electronic, die Jäger-Unternehmensgruppe sowie die WAGNER Group. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Partner Prospektiv, der Region Hannover und der Allgemeinen Arbeitgebervereinigung Hannover und Umgebung e. V. (AGV) haben sie das BMBF-Projekt „InnoFaktor“ umgesetzt. Das Besondere: Sämtliche der in dreieinhalb Jahren Projektlaufzeit entwickelten Instrumente sind erwiesenermaßen praxistauglich – die beteiligten Modellunternehmen haben sie erfolgreich implementiert und wenden sie an. Aus der Praxis berichten am 22. April unter anderem Martin Kind, Eigentümer und Geschäftsführer von KIND Hörgeräte, und weitere Personalverantwortliche der Partner.
Demografiefeste Arbeitsplätze – gesteigerte Arbeitgeberattraktivität
„Wir müssen mit älter werdenden Belegschaften wettbewerbsfähig bleiben“, erklärt Alexander Walter, Personalleiter der Jäger-Unternehmensgruppe und Vorstandsmitglied von ZUKUNFTINC. „Deshalb brauchen wir demografiefeste Arbeitsplätze, die möglichst wenig psychische und physische Belastungen aufweisen und gesundheitserhaltend gestaltet sind.“ Wie das gelingt, zeigt das Beispiel des von InnoFaktor entwickelten Verfahrens Ergo.PE: Arbeitsplätze werden im Rahmen gemeinsamer Begehungen mit den dort Beschäftigten in Bezug auf den Belastungsgrad genau unter die Lupe genommen und bewertet. Anschließend werden die Arbeitsplätze ergonomisch optimiert oder – wo das nicht möglich ist – die vorhandenen Belastungen durch die Einführung einer gesundheitsorientierten Arbeitsplatzrotation sprichwörtlich auf mehrere Schultern verteilt. Nähere Details dazu erfahren interessierte KMU auf der Veranstaltung oder auch schon im Vorfeld über das Büro von ZUKUNFTINC.
Neben dem Erhalt der Gesundheit sowie der Entwicklungs- und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter ist innerbetriebliches Wissensmanagement ein zentrales Thema von InnoFaktor. Alexander Walter erläutert das Problem: „In den nächsten Jahren gehen viele Arbeitnehmer in Rente. Es ist wichtig, das vorhandene Wissen im Unternehmen zu halten. Häufig zeigt sich erst nach dem Weggang von Mitarbeitern, welche Lücken entstanden sind. Dann muss man nachträglich einarbeiten, verliert viel Zeit und Geld.“ Dabei ist weniger das fachliche Sachwissen entscheidend, sondern das jahrelang aufgebaute Erfahrungswissen der Mitarbeiter. Die Lösung von InnoFaktor: Neuentwickelte Workshops, mit erfahrenen und neuen Mitarbeitern, die gezielt dieses Erfahrungswissen abfragen, sammeln und festhalten.
Einen weiteren Schwerpunkt des Projekts bildet die Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels stehen Unternehmen vor der Herausforderung, nicht nur für neue Bewerber interessant zu sein, sondern auch die aktuelle Belegschaft an sich zu binden“, so Lara Krentler, Personal-Teamleiterin bei KIND Hörgeräte. Prospektiv hat dafür das dreistufige Verfahren AGA3 entwickelt, mit dem Attraktivitätsmerkmale von Arbeitgebern identifiziert, etwaige Schwächen des Betriebes und deren Ursachen aufgedeckt sowie konkrete Handlungsempfehlungen für deren Steigerung abgeleitet werden können.
Praktischer Nutzen für KMU
André Schubert, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prospektiv, ist vom praktischen Nutzen der InnoFaktor-Ergebnisse überzeugt: „Zufriedene und gesunde Beschäftigte sind leistungsfähige Beschäftigte. Unsere innovativen Personalstrategien steigern gezielt die Arbeitgeberattraktivität und können so die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen verbessern, gerade auch unter den erschwerenden Rahmenbedingungen des demografischen Wandels. Wir freuen uns deshalb darauf, unsere Ergebnisse am 22. April ganz praxisnah an möglichst viele KMU weiterzugeben.“
Die Veranstaltung:
Titel: „Den Anstoß nicht verpassen – Mit demografiefesten Personalstrategien innovations- und wettbewerbsfähig bleiben“
Datum: 22. April 2015, 11:00 – 17:00 Uhr;
Ort: HDI-Arena Hannover
Programm: Fach- und Impulsvorträge, Workshops, Podiumsdiskussion
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung unter:www.innofaktor.de









