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Wandel der Hochschullandschaft im Fokus

19.02.201519:21 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Wandel der Hochschullandschaft im Fokus
Tagung ?Heterogenität in der Studieneingangsphase ? Empirie, Praxis, Einordnung? an der HS Harz.
Tagung ?Heterogenität in der Studieneingangsphase ? Empirie, Praxis, Einordnung? an der HS Harz.

(openPR) Laut dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) studiert in Deutschland inzwischen rund die Hälfte eines Jahrgangs – in den letzten zwei Jahrzehnten verdoppelte sich zudem die Anzahl der Studienanfänger. Die Zahl der Erstsemester und die der neuen Auszubildenden befindet sich fast auf gleicher Augenhöhe – ein Novum in der Geschichte der deutschen Bildungslandschaft. Zugleich werden die Bildungsbiografien immer bunter und der typische Vollzeit-Student stellt nicht mehr die Regel dar. Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und Fachkräftemangels, vor allem in den sogenannten „MINT-Fächern“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), arbeiten die Hochschulen schon heute an passgenauen Studienkonzepten für die zunehmend heterogene Studierendenschaft von Morgen.



Über diese Entwicklung tauschten sich kürzlich knapp 50 Teilnehmer auf dem Wernigeröder Campus der Hochschule Harz in zwei ganztägigen Workshops aus. Dabei standen empirische Befunde und innovative Praxisbeispiele zur Vielfalt in der Studieneingangsphase sowie die Lehrkompetenz in berufsbegleitenden Studienformaten im Mittelpunkt. Die Tagung wurde gemeinsam durch die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekte „Offene Hochschule Harz - Programmentwicklung, Anrechnungsberatung, Netzwerkbildung“ und Qualitätspakt Lehre „Heterogenität als Qualitätsherausforderung für Studium und Lehre: Kompetenz- und Wissensmanagement für Hochschulbildung im demografischen Wandel“ (HET LSA) organisiert.

Dr. Ulrich Heublein vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und etablierter Forscher zum Studienabbruch an deutschen Hochschulen wies auf der Tagung auf den Umstand hin, dass die aktuelle Forschung bisher kein Konzept zu den Indikatoren von Heterogenität bereithalte. Er machte außerdem deutlich, dass die allgemeine Annahme, Heterogenität nehme immer stärker zu, sich anhand gängiger soziodemografischer Merkmale wie Geschlecht, familiäre Situation oder Art der Hochschulzugangsberechtigung bislang nicht belegen lasse. Änderungen seien aber bereits hinsichtlich der fachlichen Vorkenntnisse, des Lernstils und der Motivation zu beobachten.

In der anschließenden Podiumsdiskussion sprachen Dr. Ulrich Heublein, Uwe Dalichow, Geschäftsführer der IHK Magdeburg, Prof. Dr. Philipp Pohlenz von der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg sowie zwei Vertreter des Studierendenrats der Hochschule Harz, Julia Klietzing und Christoph Martin, über die Anforderungen des Arbeitsmarktes und das Gelingen der Übergänge Schule/Hochschule und Hochschule/Beruf. Als mögliche Stellschrauben wurden u.a. eine systematischere Studien- und Berufsorientierung an den Gymnasien und angepasste Studieneingangsphasen in Form von Orientierungssemestern genannt.

Nach der wissenschaftlichen Auseinandersetzung wurden auf der Tagung vier innovative Praxisprojekte beleuchtet, die den Einstieg in das Studium erleichtern sollen. Kathrin Henrich von der Goethe-Universität Frankfurt widmete sich der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen im Rahmen einer verbesserten Studieneingangsphase; Dr. Ulrike Keller von der Hochschule Rosenheim legte dar, wie Lehrende – unterstützt von interdisziplinären Teams aus Pädagogik und MINT – in ihren Fächern aktivierende Lehrmethoden einsetzen. Im Rahmen des Verbundprojekts HET LSA wurden gleich zwei innovative Lehrkonzepte vorgestellt: neben Claudia Wendt von der OvGU Magdeburg, die eine gesamtuniversitäre Schulung für das Mentoren- und Tutorenprogramm darlegte, verwies Nils Florian Wolters von der Hochschule Harz auf das Modell einer verlängerten Studieneingangsphase. Das Programm „Studium++“ der Hochschule Harz unterstützt in den ersten vier Semestern neu ankommende Studierende des Fachbereichs Automatisierung und Informatik in der Entwicklung ihrer für das Studium notwendigen Fach- und Schlüsselkompetenzen.

Unter der Moderation von Dr. Eva Bäcker, Dozentin für Soziologie, Psychologie, Ethnologie und Mediendidaktik an der internationalen Hochschule Bad Honnef-Bonn, setzten sich die Teilnehmer weiterhin mit gewandelten Anforderungen bei der Lehrkompetenz in der Präsenzphase auseinander. Dafür erläuterte sie neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen Didaktik und Methodik bei heterogenen Lerngruppen. „Man muss den Studierenden ,Inseln‘ schaffen, auf denen sie sich gegenseitig kennen lernen und unterstützen können“, bestätigte auch Matthias Völzke von der Hochschule Anhalt die Relevanz eines guten Lernklimas.

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