(openPR) Der klassische Einzelhandel in Deutschlands Innenstädten leidet seit Jahren unter dem Vormarsch der großen Online-Shops. Ein schlüssiges Gegenrezept fehlt bislang.
Hoffnung macht nun eine neue Plattform aus der Schweiz.
Lange Zeit haben Buchhändler, Kreative, Boutiquen und Weinläden auf Internetriesen wie Amazon gestarrt wie das Kaninchen auf die Schlange. Doch inzwischen formiert sich Widerstand gegen die scheinbar übermächtige Online-Konkurrenz. Im Kampf helfen schon heute lokale Internet-Marktplätze und Suchmaschinen, die anzeigen, wo in der Nachbarschaft ein gesuchter Artikel gerade verfügbar ist.
Vorreiter ist dabei nicht eine der großen amerikanischen Online-Plattformen aus dem Silicon-Valley, sondern ein Start-Up aus dem kleinen Zug in der Schweiz. Das 20-köpfige Team um die beiden Gründer Ossian Vogel und Frank de Vries hat vor rund 18 Monaten das kostenlose internationale Verkäufernetzwerk mit lokalen Marktplatz ezebee.com ins Leben gerufen.
Dort präsentieren inzwischen rund 25.000 lokale Händler vom Kreativ-Schreiner über den Süßwarenshop bis zum Modeladen über 140000 Produkte, wie die zuständige Marketingmanagerin Julia Emnmert berichtet. Der Clou des Angebots: Jeder Händler hat auf ezebee.com seine eigene Website, die Produkte werden jedoch gemeinsam auf einem internationalen Marktplatz angeboten.
Über eigene Städte-Portale, City-Pages genannt, können lokale Käufer direkt in „ihrer“ Stadt einkaufen und über eine integrierte, freiwillige Tauschwährung auch tauschen.
Auch andere Internet-Start-ups haben das Thema für sich entdeckt. So offerieren Portale wie Simply-Local oder Locafox lokale Such- und Einkaufsmöglichkeiten, allerdings befinden sich beide Portale noch in der Testphase, während ezebee.com bereits in 140 Ländern in 7 Sprachen mit starkem Wachstum präsent ist.
"Die größte Trumpfkarte der lokalen Händler im Wettbewerb mit der Amazon, Zalando und Ebay ist die rasche Verfügbarkeit der Produkte, die nur sie bieten können. Sie sind einfach näher dran am Kunden und können die bestellte Ware noch am selben Tag zustellen. Das schafft Amazon nicht, und diesen Vorteil spielen wir gemeinsam mit unserer Community aus." beschreibt der Geschäftsführer Ossian Vogel den Vorteil der lokalen City-Pages auf ezebee.com.
Inzwischen hat die innovative Plattform mit „ezebee-by-bike“ in den großen deutschen Städten eine umweltfreundliche Versandalternative über Lastenrad und Fahrrad-Kuriere geschaffen, die es sogar ermöglicht, bestellte Ware sofort zuzustellen.. Inzwischen ist dieser Service in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München und Köln zu haben und wird momentan um etwa 2 Städte pro Woche erweitert.
„Indem wir Lagerung, Produktlistung und den Versand der Produkte komplett dezentralisieren, können wir uns auf die technische Infrastruktur und Entwicklung konzentrieren. Und die Händler vor Ort wissen am besten, was der Markt benötigt, auch ohne teure Marktforschung.“ sagt Frank de Vries, der bei ezebee.com die Zahlen im Griff hat.
Die technische Entwicklung der Plattform, die auch schon als „Facebook für Kleinunternehmer“ bezeichnet wurde, steht daher ganz im Vordergrund. Denn wer kleine Händler ins Internet bringen will, stößt auf ganz praktische Probleme. Zu den zukünftigen Neuerungen wird zum Beispiel ein integriertes Warenwirtschaftssystem mit Rechnungs- und Angebotswesen gehören sowie ein mobiles Zahlungssystem.









