openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Rezeptpflicht für die Pille danach ist ethisch gefordert

04.02.201518:55 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Rezeptpflicht für die Pille danach ist ethisch gefordert
Logo Ärzte für das Leben e.V.
Logo Ärzte für das Leben e.V.

(openPR) Trier - Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Entlassung der Pille danach aus der Rezeptpflicht erklärt Ärzte für das Leben e.V.: Die Rezeptpflicht für die Pille danach ist ethisch gefordert.

Der Vorwand, die Bundesregierung werde durch die EU zu einer rezeptfreien Abgabe von Präparaten der "Pille danach" - derzeit als LNG/PiDaNa und UPA (Ella One) - gedrängt und sei von deren weitgehend positiver Wirkung als "Notfallkontrazeptiva" überzeugt, ist dringend zu hinterfragen. Aus fachärztlicher Kenntnis hemmen diese Mittel nicht nur den Eisprung, sondern je nach Zyklusphase der betroffenen Frau auch die Einnistung des frühen Embryos und treiben diesen somit ab. Bis vor einigen Jahren wurde das auf dem Markt befindliche Gestagen PiDaNa daher sachgemäß "Interzeptivum" bezeichnet. Bei dem Einsatz als "Pille danach" werden diese Medikamente in einem Vielfachen der üblichen Dosis verabreicht. Der Einsatz von UPA bei Myombehandlung, also außerhalb des Eierstocks, ist beispielsweise mit 5 mg erfolgreich; in der Notfallverhütung gilt diese Substanz erst mit 30 mg als effektiv! Die einmalige Einnahme der PIDANA zum Zweck "postkoitaler Kontrazeption" enthält gegenüber der verhütenden Minipille deren 50-fache Dosis an Levonorgestrol.



Hormoneinnahmen in dieser Höhe verursachen Kopfschmerzen, Schwindel, Durchfälle, Erbrechen, Depressionen, Blutgerinnsel (Thrombosen mit Emboliegefahr) sowie Schäden an Herz und Leber. Bei UPA treten gehäuft Blutungsstörungen in der Gebärmutter, Tremor, Hautausschläge, Reizbarkeit, Appetitstörungen, sowie emotionale Störungen und solche der Libido hinzu. Die aufgeführten gefäßbedingten Gefährdungen sind bei Raucherinnen und bei Frauen mit Bluthochdruck, Übergewicht, Migräne oder Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus besonders ausgeprägt.

Beide Präparate verändern den Stoffwechsel im inneren Genitalbereich und gefährden somit den Verlauf einer bereits bestehenden Schwangerschaft. Häufige Einnahme dieser Substanzen kann zudem den Transport der frühen Embryos im Eileiter verzögern und somit zu gefährlichen Eileiterschwangerschaften führen.

Bei dieser Fülle an ernsten Gefährdungen der Frau ist eine ärztliche Beratung unumgänglich. Ferner erscheint die wissenschaftliche Aufarbeitung bislang noch ungeklärter Wirkungen und die Entwicklung von einfachen Verfahren zur Bestimmung der Zyklusphase (z. B. die vor Ort-Messung des LH-Spiegels im Serum) dringlich, um einerseits das Abtreiben eines Menschen im frühesten Entwicklungsstadium zu vermeiden und andererseits durch zweifelsfreie Bestimmung der kurzen Fruchtbarkeitsphase manche gefährdende Einnahme zu vermeiden.

i. A. des Vorstands der Ärzte für das Leben e.V.: Dr. med. Maria Overdick-Gulden

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 837901
 686

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Rezeptpflicht für die Pille danach ist ethisch gefordert“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Ärzte für das Leben e. V.

Bild: Ärzte für das Leben e.V.: Widerspruchslösung keine Lösung für Transplantationsmedizin-KriseBild: Ärzte für das Leben e.V.: Widerspruchslösung keine Lösung für Transplantationsmedizin-Krise
Ärzte für das Leben e.V.: Widerspruchslösung keine Lösung für Transplantationsmedizin-Krise
Am 31. August hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein „Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende (GZSO)“ als Referentenentwurf vorgestellt. Dieser Entwurf wurde am 3. September von einem Interview auf der ersten Seite der „Bild Zeitung“ flankiert, in dem Herr Spahn sich für eine „doppelte Widerspruchslösung“ ausspricht. Hierbei soll jeder als Organspender in Betracht kommen, der selbst oder dessen Angehörige einer Organspende nicht ausdrücklich widersprochen hat bzw. haben. Folgerichtig verpflichtet das…
Bild: Widerspruchsregelung zur Organspende: Ärzte für das Leben e.V. äußern BedenkenBild: Widerspruchsregelung zur Organspende: Ärzte für das Leben e.V. äußern Bedenken
Widerspruchsregelung zur Organspende: Ärzte für das Leben e.V. äußern Bedenken
Als Reaktion auf die sinkende Zahl der Organspender in Deutschland werden Stimmen in der Politik und in der Ärzteschaft laut, zuletzt in einem Beschluss des 121. Deutschen Ärztetags am 10. Mai 2018, die eine Widerspruchslösung zur Organtransplantation befürworten. Das heißt, dass bei entsprechenden medizinischen und sonstigen Voraussetzung jeder potentiell als Organspender in Betracht kommt, der vorher nicht ausdrücklich widersprochen hat. Auch die Gesundheitsministerkonferenz der Länder teilte heute mit, sie sei „sich einig, dass es einer br…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bundesratsinitiative zur rezeptfreien Pille danach – geht es jetzt voran?
Bundesratsinitiative zur rezeptfreien Pille danach – geht es jetzt voran?
… LandespolitikerInnen nicht mit der Haltung der Bundes-CDU und -FDP abfinden, die ausschließlich politisch motiviert ist. Seit zehn Jahren fordert pro familia, die Rezeptpflicht aufzuheben. Seit dieser Zeit liegen zuverlässige wissenschaftliche Bewertungen von internationalen und nationalen ExpertInnen und Organisationen zu allen wichtigen Fragen der …
Hindernislauf zur „Pille danach“ - pro familia fragt Frauen nach ihren Erfahrungen mit der Nachverhütung
Hindernislauf zur „Pille danach“ - pro familia fragt Frauen nach ihren Erfahrungen mit der Nachverhütung
… pro familia und gehört zu den sexuellen und reproduktiven Menschenrechten. Seit Jahren setzt sich die Organisation für eine rezeptfreie Pille danach ein, da sie die Rezeptpflicht als eine unnötige Hürde ansieht. Angesichts des engen Zeitfensters von 72 (noch wirksamer sind 48) Stunden werden die betroffenen Frauen durch eine Rezeptpflicht unnötig unter …
Frauenärzte bleiben bei der rezeptfreien Notfallkontrazeption skeptisch
Frauenärzte bleiben bei der rezeptfreien Notfallkontrazeption skeptisch
… umspringen: Nach dem Bundesrat hat nun auch der Fachausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Aufhebung der bisherigen Rezeptpflicht empfohlen. Die Experten sähen keine medizinische Notwendigkeit, länger an ihr festzuhalten, teilte die Bundesoberbehörde am 14. Januar 2014 mit. Die Gynäkologen …
Die Pille danach ist sicherer als manches rezeptfreie Schmerzmittel
Die Pille danach ist sicherer als manches rezeptfreie Schmerzmittel
… BfArM Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat heute erneut die Entlassung der Pille danach auf der Basis von Levonorgestrel aus der Rezeptpflicht empfohlen. Wie bereits im Jahr 2003 sieht der zuständige Ausschuss für Verschreibungspflicht aufgrund der geringen Nebenwirkungen und den fehlenden Kontraindikationen keine Notwendigkeit …
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte NICHT Minister Gröhe
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte NICHT Minister Gröhe
… Gröhe hält einen zügigen und diskriminierungsfreien Zugang zur Pille danach für notwendig. Er ist unglaubwürdig, wenn er das größte Hindernis, die Rezeptpflicht, unbedingt beibehalten möchte pro familia fordert den Gesundheitsminister auf, ein gesundheitspolitisches Signal in Richtung eigenverantwortliches Handeln zu setzen und seine Blockadehaltung …
pro familia begrüßt die Entscheidung des Bundesrats zur Pille danach
pro familia begrüßt die Entscheidung des Bundesrats zur Pille danach
… aktualisiert. Im Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vom 12. Juni 2013 waren zahlreiche Änderungen der Arzneimittelverschreibungsverordnung vorgesehen – aber nicht die Aufhebung der Rezeptpflicht für Levonorgestrel. Dies haben drei Bundesländer als Änderungsvorschlag eingebracht und damit die rezeptfreie Pille danach in der Verordnung platziert.
Die „Pille danach“ vor der Rezepthürde
Die „Pille danach“ vor der Rezepthürde
… Seit sich der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Anfang des Jahres für die Aufhebung der Rezeptpflicht ausgesprochen hat, prallen unterschiedliche Meinungen aufeinander. PD Dr. Walter Groß, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtsmedizin am SRH Wald-Klinikum …
Bild: Vor Bundestagsausschuss-Anhörung: Ärztevereine fordern Rezeptpflicht für „Pille danach“ beizubehaltenBild: Vor Bundestagsausschuss-Anhörung: Ärztevereine fordern Rezeptpflicht für „Pille danach“ beizubehalten
Vor Bundestagsausschuss-Anhörung: Ärztevereine fordern Rezeptpflicht für „Pille danach“ beizubehalten
… Bundestags zum Thema „Pille danach“ statt. Gegenstand der Anhörung sind Anträge der SPD und der Linksfraktion, die „Pille danach“ mit dem Wirkstoff Levonorgestrel (LNG) aus der Rezeptpflicht zu entlassen, da es sich hierbei um ein „Notfallkontrazeptivum“ handle. Vor diesem Hintergrund fordern der Verein „Ärzte für das Leben“, der Bund katholischer Ärzte, die …
Frauen werden von Politik und Frauenarztverband bevormundet
Frauen werden von Politik und Frauenarztverband bevormundet
… Ablehnung des Gesundheitsministers, die Rezeptfreiheit der Pille danach umzusetzen Im Januar 2014 hat der Sachverständigenrat für Verschreibungspflicht des Bundesamts für Arzneimittel (BfArM) empfohlen, die Rezeptpflicht für die Pille danach auf Levonorgestrel-Basis aufzuheben. Dies ist die zweite Prüfung durch dieses Gremium, das bereits im Jahr 2003 zu dem …
Bild: Ärzte für das Leben: Rezeptpflicht für "Pille danach" beibehaltenBild: Ärzte für das Leben: Rezeptpflicht für "Pille danach" beibehalten
Ärzte für das Leben: Rezeptpflicht für "Pille danach" beibehalten
… „Pille danach“: Keine Bedenken mehr aus (lebens-)rechtlicher Sicht?“. Ärzte für das Leben e.V. fordern aus berufsethischen und gesundheitspolitischen Gründen weiterhin, die Rezeptpflicht für die „Pille danach“ beizubehalten. Die von den Referenten vorgetragenen Fakten zur Wirkungsweise der „Pille danach“ aus klinischer, pharmazeutischer und rechtlicher …
Sie lesen gerade: Rezeptpflicht für die Pille danach ist ethisch gefordert