openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Jahresrückblick 2014 Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.)

29.12.201418:33 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Jahresrückblick 2014 Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.)

(openPR) Ein weiteres erfolgreiches Jahr der Vereinsarbeit der IGN e. V. geht zu Ende. Seit über drei Jahren besteht der Verein, der sich pharmaindustrieunabhängig finanziert. In 2014 hat die IGN e. V. wieder ein hohes Maß an Aufklärungsarbeit geleistet und weitere Schritte zur Absicherung der Nierenlebendspender in die Wege geleitet.



Öffentlichkeit hilft bei der Aufklärung
Im zu Ende gehenden Jahr hat die Süddeutsche Zeitung über die Schicksale von Nierenlebendspendern berichtet:
„Geben und Nehmen“ vom 10. Mai 2014 (ein Nierenlebendspender wird dialysepflichtig) und „Operation fatal“ vom 25. Juli 2014 (ein Empfänger einer Nierenlebendspende verstirbt). Die anschließende Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) hat der Verein angemessen beantwortet. Tatsächlich werden immer noch hohe Risiken bei der Nierenlebendspende seitens der Medizin wissentlich gebilligt. Darauf weist die IGN e. V. mit Nachdruck hin.

Eingerahmt wurden diese mit großem öffentlichem Interesse bedachten Artikel durch weitere Medienaktivitäten der IGN e. V.:

„Die Nierenlebendspende – reflektierte Sicht eines Spenders“ lautet der Titel des Aufsatzes des 1. Vorsitzenden Ralf Zietz, der im Heft Nr. 4/2014 der „Chirurgischen Allgemeinen Zeitung“ zur Problematik der Nierenlebendspender veröffentlicht wurde. Das Vorstandsmitglied Christiane Geuer verfasste im Nachgang einen Leserbrief zum ärztlichen Kommentar, der dem Aufsatz angehängt war. Zu einfach hatten es sich die kommentierenden Mediziner mit der Kritik an
dem Aufsatz gemacht.

Unter der Überschrift „Was würden Sie aus Liebe tun?“ erschien der Artikel „Ich wollte meine Frau nicht leiden sehen“ in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift „myself“. Ralf und Marlies Zietz berichteten über ihre Erfahrungen mit der Nierenlebendspende. Aus der Reihe „B.sucht“, wurde am 27. Juli 2014 der Film „Letze Hoffnung Organspende“ u. a. mit dem Vereinsmitglied und Nierenlebendspender Mario Ullrich, im WDR Fernsehen ausgestrahlt. Im September 2014
erschien in der Ausgabe Nr. 67 der Zeitschrift „Bioskop“ ein Interview mit Ralf Zietz unter dem Titel „Folgen einer Lebendorganspende“.

Die Aufklärung der IGN e. V. greift
Nahezu 18.000 unterschiedliche Besucher haben im Jahr 2014 die Webseite der IGN e. V. besucht. Wer sich nun zu einer Spende entschließt, ist durch die entsprechenden Informationen der IGN e. V. aufgeklärt und sich der Risiken bewusst. Ein enormer Fortschritt gegenüber den Verharmlosungskampagnen der Transplantationszentren, der DGfN und des Bundesverbandes Niere. Aus der „Sprechstunde“ des Vereins ist bekannt, dass sich immer mehr potentiale
Spender trauen ihre eigenen Interessen mit abzuwägen. Viele spenden dennoch, viele lehnen eine Spende ab. Beides aber mit Selbstbewusstsein. Das ist eine erfreuliche Entwicklung.

Richtlinien sind unbedingt notwendig
Im Juli 2014 entsandte die IGN e. V. auf Einladung der Bundesärztekammer Vertreter zur Arbeitsgruppe Richtlinien Lebendspende bei der Bundesärztekammer nach Berlin, um dort über die Erfahrungen und Ansichten zu berichten. Nicht zuletzt die Mahnungen IGN e. V. in 2013, dass keine Richtlinien der Bundesärztekammer (BÄK) zur Lebendorganspende bestehen, obgleich der Gesetzgeber die BÄK mit der Erstellung gesetzlich beauftragt hat, führte zur Gründung dieser Arbeitsgruppe.

Im Nachgang zu diesem Termin, hat der Vorstand des Vereins unter Leitung von Ralf Zietz ein umfassendes Papier erarbeitet, das als Beitrag zu den Richtlinien für die Auswahl und Versorgung von Nierenlebendspendern an die Arbeitsgruppe geschickt wurde.

Gesetzesänderungen des SGB im Rahmen der TPG-Novelle unklar formuliert
Das neue Transplantationsgesetz (TPG) ist nach den Erfahrungen der Nierenlebendspender immer noch unzureichend. Laut Pressemitteilung des Bundesministerium für Gesundheit vom 25.07.2012 wurde, Zitat: „die Absicherung von Lebendspendern umfassend geregelt und entscheidend verbessert.“ Tatsächlich aber diskutieren gerade Juristen die Formulierung des Gesetzestextes im Sozialgesetzbuch als zu ungenau. Bereits 2012, vor Verabschiedung des Gesetzes, hatten Christiane Geuer und Ralf Zietz, stellvertretend für die IGN e. V., persönlich beim Bundesministerium für Gesundheit auf die drohenden Unklarheiten hingewiesen. Erkrankte Nierenlebendspender erfahren noch immer erhebliche Benachteiligungen. Ohne anwaltliche Hilfe ist es derzeit nicht möglich, berechtigte Interessen durchzusetzen. Die Unfallkassen haben erhebliche Probleme, oder es fehlt schlicht weg die Bereitschaft, so der Eindruck von Betroffenen, den offensichtlichen Willen des Gesetzgebers umzusetzen.

Vortragsreihe eröffnet
Am 29. November 2014 wurde die Vortragsreihe „Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. informiert“ mit dem ersten Teil „Schadensregulierung nach Nierenlebendspende – Theorie und Praxis“, eröffnet. Die Referenten Michael Woltjen, Ass. Jur. (BGW Hamburg) und unser Beirat Rechtsanwalt Martin Wittke zeigten die Problematik einerseits aus Sicht der Berufsgenossenschaft und Unfallkassen und andererseits aus der Perspektive der geschädigten Nierenlebendspender auf. Besonders kontrovers wurde das sogenannte „Fatigue-Syndrom“ nach Nierenlebendspende diskutiert.

Hier zeigt sich ein nach wie vor bestehendes Wissensdefizit seitens der Unfallkassen hinsichtlich der Studienlage zu dieser bei bis zu 30 % der Nierenlebendspender beobachteten vorübergehenden oder dauerhaften immunologisch, hormonell und neurologisch schweren Erkrankung. Der Nierenverlust führt häufig zu körperlichen Einschränkungen, die mitunter schwerwiegende Folgen haben, aber von den Versicherungsträgern bis dato nicht anerkannt werden.

Die IGN e. V. weist zudem darauf hin, dass Menschen, die auf Grund von Erkrankungen wie z. B. Krebs nur noch eine Niere besitzen auch mit entsprechenden Einschränkungen leben müssen, oft genug mit dem Hinweis auf die angebliche Harmlosigkeit einer Nierenspende, ohne medizinisch angemessene Versorgung.

Danke!
Die Vorsitzenden der IGN e. V., Ralf Zietz und Gisela Müller-Przybysz, sagen „Danke“ zu allen Vorstandkollegen, Mitgliedern, Förderern und Unterstützern und Freunden, zu denen auch immer mehr Ärzte, auch aus der Transplantationsmedizin, gehören. Ohne diese Unterstützung wäre die Arbeit im Vorstand nicht möglich.

Die IGN e. V. wünscht einen guten Übergang ins neue Jahr 2015. Getreu dem Motto

"Spende aus Liebe, aber mit Verstand",

wird die IGN e. V. mit heißem Herz und kühlem Kopf die Aufklärung und den Kampf für die Schadensanerkennung auch 2015 weiter vorantreiben.

Video:
B. sucht - Letzte Hoffnung Organspende

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 832732
 1322

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Jahresrückblick 2014 Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.)“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V.

Bild: 37 Grad: Ich gebe Dir meine Niere - ZDF verpasst Chance auf sachliche InformationBild: 37 Grad: Ich gebe Dir meine Niere - ZDF verpasst Chance auf sachliche Information
37 Grad: Ich gebe Dir meine Niere - ZDF verpasst Chance auf sachliche Information
Berlin – Am 10.09.2019 hat das ZDF in der Reihe 37 Grad, unter dem Titel „Ich gebe Dir meine Niere“, um 22:15 Uhr die Geschichten von drei Nierenlebendspenden gesendet. Eine Mutter möchte ihrem nierenkranken Sohn eine Niere spenden, eine Frau ihrem Mann und ein Mann seinem besten Freund. Alle drei Konstellationen sind hervorragend geeignet, um die Problematik der Nierenlebendspende von allen Seiten zu beleuchten. Tatsächlich dürfte die Organlebendspende für das eigene Kind die emotionalste Variante sein. Dafür sind viele Mütter und Väter be…
Zum Tag der Organspende 2019: IGN bietet Aufklärung und Beratung zur Nierenlebendspende
Zum Tag der Organspende 2019: IGN bietet Aufklärung und Beratung zur Nierenlebendspende
Berlin – Eine Nierenlebendspende ist mit hohen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Risiken verbunden. Darauf weist die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN) zum Tag der Organspende hin. Durch den Verlust einer Niere sinkt beim Lebendspender die restliche Nierenfunktion auf ca. 70 % der Ausgangsfunktion. In einzelnen Fällen kann es zu noch größeren Funktionsverlusten kommen. Da die von der Transplantationsmedizin selbst gesetzten Grenzen der Nierenausgangsfunktion nach Auffassung der IGN deutlich zu niedrig sind, sind zahlre…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Gerichte verkennen Komplexität der NierenlebendspendeBild: Gerichte verkennen Komplexität der Nierenlebendspende
Gerichte verkennen Komplexität der Nierenlebendspende
… Leitlinien formal krankhafte Nierenfunktion zweier kranker Nieren mit der formal krankhafte Nierenfunktion einer gesunden Niere nicht vergleichbar sei. Stellungnahme der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. Nach Ansicht der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN) enthalten beide Urteile äußerst problematische Begründungen, die die …
Bild: Aufklärungsfehler vor Nierenlebendspende - Mündliche Verhandlung beim BGHBild: Aufklärungsfehler vor Nierenlebendspende - Mündliche Verhandlung beim BGH
Aufklärungsfehler vor Nierenlebendspende - Mündliche Verhandlung beim BGH
… Knochenschmerzen und erheblichen Konzentrationsmängel führten bei einem der Kläger zur Schwerbehinderung und teilweisen Erwerbsminderung. Siehe hierzu auch die Pressemeldungen der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN) vom 01.11.2016, 30.10.2017 und 09.04.2018. Diese möglichen Folgen einer Nierenlebendspende sind sehr häufig und stellen …
Bild: BGH Urteil zur Nierenlebendspende: Gesetzliche Aufklärungsvorgaben dienen dem SpenderschutzBild: BGH Urteil zur Nierenlebendspende: Gesetzliche Aufklärungsvorgaben dienen dem Spenderschutz
BGH Urteil zur Nierenlebendspende: Gesetzliche Aufklärungsvorgaben dienen dem Spenderschutz
… man als juristische Sensation bezeichnen darf. Siehe auch unsere Pressemeldungen vom 09.04.2018 und 15.08.2018 und die persönliche Erklärung des 1. Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.) vom 23.01.2019. Der BGH hat in seiner Grundsatzentscheidung die Anwendung der „hypothetischen Einwilligung“ im Zusammenhang mit …
Bild: Schadensregulierung nach Nierenlebendspende – Theorie und PraxisBild: Schadensregulierung nach Nierenlebendspende – Theorie und Praxis
Schadensregulierung nach Nierenlebendspende – Theorie und Praxis
Vortragsreihe „Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN) informiert“ Teil 1: Schadensregulierung nach Nierenlebendspende – Theorie und Praxis Trotz der Neufassung des Transplantationsgesetzes im Jahr 2012, in dem auch grundlegende Änderungen zum Schutz der Lebendorganspender vorgenommen worden sind, besteht versicherungsrechtlicher Informations- …
Bild: „In den Dienst der Menschlichkeit“ (Auszug aus dem Ärztlichen Gelöbnis) - Nierenlebendspender klagenBild: „In den Dienst der Menschlichkeit“ (Auszug aus dem Ärztlichen Gelöbnis) - Nierenlebendspender klagen
„In den Dienst der Menschlichkeit“ (Auszug aus dem Ärztlichen Gelöbnis) - Nierenlebendspender klagen
… Wittke, LL.M., Fachanwalt für Sozial- und Medizinrecht, Partner der Sozietät Rassek, Ehinger & Partner (Bühl – Baden Baden – Offenburg) und juristischer Beirat der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.), berichtete mit Zustimmung der Betroffenen dem Vorstand der IGN e. V. über den aktuellen Stand zivilrechtlicher Klageverfahren …
Bild: Verstößt die Nierenlebendspende gegen das Transplantationsgesetz?Bild: Verstößt die Nierenlebendspende gegen das Transplantationsgesetz?
Verstößt die Nierenlebendspende gegen das Transplantationsgesetz?
Zumindest ist eine juristisch-ethische Diskussion dazu überfällig, meint die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.) im Rahmen ihres nächsten Newsletters Der Februar-Newsletter der IGN e. V. wird in der nächsten Woche (8. KW) den Verlust der Nierenfunktion durch eine Nierenlebendspende thematisieren. Beleuchtet wird dies aus drei …
Die Hälfte aller Schweizer Nierenlebendspender 10 Jahre nach der Spende krank
Die Hälfte aller Schweizer Nierenlebendspender 10 Jahre nach der Spende krank
Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.) veröffentlicht heute um 13 Uhr per Newsletter brisante Daten aus dem Schweizer Lebendspendenregister, welche bis heute zurückgehalten werden. REPORT MAINZ (SWR) berichtete am 21. August 2012 in der ARD auf Basis dieser Daten schon zum zweiten Mal über die möglichen Folgen einer Nierenlebendspende …
Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. lädt ein zur Mitgliederversammlung
Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. lädt ein zur Mitgliederversammlung
… öffentlichen Versammlung ist eine Pressekonferenz geplant, bei der Mitglieder des Vorstandes interessierten Pressevertretern für Fragen zur Verfügung stehen. Um Voranmeldung wird gebeten.Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. Die IGN e. V. – als erster gemeinnütziger Verein in Deutschland, der sich für die Belange der Nierenlebendspender einsetzt …
Zum Tag der Organspende 2019: IGN bietet Aufklärung und Beratung zur Nierenlebendspende
Zum Tag der Organspende 2019: IGN bietet Aufklärung und Beratung zur Nierenlebendspende
Berlin – Eine Nierenlebendspende ist mit hohen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Risiken verbunden. Darauf weist die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN) zum Tag der Organspende hin. Durch den Verlust einer Niere sinkt beim Lebendspender die restliche Nierenfunktion auf ca. 70 % der Ausgangsfunktion. In einzelnen Fällen kann es zu …
Bild: Nierenlebendspende: Warum die Süddeutsche Zeitung Recht hatBild: Nierenlebendspende: Warum die Süddeutsche Zeitung Recht hat
Nierenlebendspende: Warum die Süddeutsche Zeitung Recht hat
… Stellungnahme vom 1. August 2014 gegen die „pauschale Behauptung“ der SZ „Mediziner gehen immer höhere Risiken bei der Organspende von Lebenden ein“. Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN) nimmt nunmehr ihrerseits wie folgt Stellung: Die aktuellen Leitlinien zur Nierenlebendspende sind unzureichend und zu dem unverbindlich. Weder die …
Sie lesen gerade: Jahresrückblick 2014 Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.)