(openPR) - Mittelständler haben seit 2010 ihr Interesse an IPOs offensichtlich verloren
- Die Performance der Neuemissionen seit 2010 war deutlich schlechter als der Gesamtmarkt
- Die Performance von Private Equity IPOs gegenüber dem Gesamtmarkt war signifikant besser als die anderer Emittenten
- Trend zu mehreren Lead Banken bei allen Neuemissionen
- Die Bankenprovisionen sind bei Private Equity IPOs generell höher
München | Stuttgart | Zürich, Dezember 2014. Die BLÄTTCHEN & PARTNER AG hat die Performance aller Neuemissionen in Deutschland seit 2010 (Stichtag: 31. Oktober 2014) analysiert. Der besondere Fokus liegt auf der häufig geäußerten Vermutung, dass Private Equity geführte Unternehmen die attraktiveren Börsenkandidaten sind.
Die aktuelle Analyse zeigt, dass der Mittelstand die Börse meidet. Offenbar hat für diese Unternehmen die Börse als Königsweg der Eigenkapitalfinanzierung ausgedient. Die Neuemissionstätigkeit wird seit 2010 von Private Equity getriebenen Unternehmen dominiert. So waren in den vergangenen fünf Jahren von 28 Neuemissionen 21 Private Equity IPOs.
Die Aktienkurse der Neuemissionen haben sich seit 2010 schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt. Während die Kursentwicklung bei den Private Equity IPOs bei knapp 10 % unter dem Wert des Gesamtmarkts liegt, haben die anderen Emittenten rund 60 % schlechter als der Gesamtmarkt performt. Im Median war die Kursperformance der Private Equity lediglich um 10 % besser als die der anderen Emittenten. Der Exit des Private Equity Investors nach dem Börsengang hat üblicherweise keinen signifikanten Einfluss auf den Kursverlauf.
Generell zeigt sich, dass die Kursperformance bei zwei Lead Banken stets besser ist. Bei Private Equity IPOs sind üblicherweise mindestens zwei Lead Banken mandatiert. Erstaunlich ist, dass die Bankenprovision bei Private Equity IPOs höher ist. Die vielfach geäußerte Vermutung, dass Private Equity IPOs die attraktiveren Börsenkandidaten sind bestätigt sich darin, dass die Kursperformance im Median stets besser ist als die der anderen Emittenten.







