(openPR) Schon die Filmemacher setzten auf die Zahl Sieben: Die sieben Samurai oder der Kultwestern Die glorreichen Sieben. Ob sich davon Jeff Bezos, der 2014 zum erfolgreichsten Manager gekürt wurde, inspirieren ließ, ist unbekannt. Er limitiert jedenfalls die Teamgröße bei Amazon auf fünf bis sieben Personen. Dafür hat er die Zwei-Pizzen-Regel erfunden: Wie viele Personen machen zwei große Pizzen satt? Höchstens so viele Mitglieder sollte ein Team haben. Diese kleinen Teams haben nach Bezos Aussagen zu bedeutenden Innovationen im Unternehmen beigetragen. Der Erfolg gibt ihm recht.
Nun wird nicht von jedem Team eine bahnbrechende Entdeckung erwartet. Für Dr. Matthias Schmidt, Professor für Organisationspsychologie an der Universität Görlitz, korreliert die Teamgröße mit der Komplexität der Tätigkeit und der Organisationsstruktur. Er sagt: „Bei einem Polizeieinsatz kann eine Hundertschaft als Team genau passend sein. Im anderen Extremfall braucht man für drei Mitarbeiter einen Unterabteilungsleiter. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass ein Team dann zu groß ist, wenn man nicht mehr jeden Mitarbeiter mit seinen Aufgaben vor Augen hat.“
Nimmt man die Gedächtnisforschung zu Hilfe, so lässt sich eine konkrete Mitarbeiterzahl angeben. Das menschliche Gehirn hat nur so viel Kapazität, um parallel sieben Aufgaben zu bewältigen. Die Zahl Sieben ist daher ein guter Anhaltspunkt für die ideale Teamgröße. Insofern liegt Jeff Bezos genau richtig. Alles, was über die Sieben hinausgeht, kann zu Problemen führen. Denn bei zu vielen Teammitgliedern ist die Führungskraft nicht mehr in der Lage die Situation eines jeden einzelnen Mitarbeiters einzuschätzen: Während Herr Anton gelobt werden müsste, duckt sich Herr Bodo gerade weg und Frau Clara bräuchte dringend Hilfe. Damit verspielt die Führungskraft ihr Image im Team und es heißt dann oft: Clevere Ansagen machen, aber keine Ahnung haben!
Vor allem für innovationsabhängige Unternehmen sind „echte“ Teams überlebenswichtig, denn nur sie bringen Synergieeffekte. Die gute Zusammenarbeit unterschiedlicher Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen lässt einen Mehrwert entstehen, der die Summe aller Einzelleistungen übersteigt. Dieses Wissen ist in Führungsetagen und Personalabteilungen längst angekommen, dennoch sind echte Teams eine Ausnahmeerscheinung. Woran liegt das? Teamtrainer Tom Senninger von Weiß & Senninger, der hunderte Teams trainiert hat, kennt die Gründe: „In Spitzenteams stehen alle hinter dem gemeinsamen Ziel und arbeiten daran eng abgestimmt. Jeder steht für jeden ein. Je größer so ein Team, desto schwieriger sind die Abstimmungsprozesse. Doch das genau brauchen Spitzenteams: regelmäßige Ziel- und Aufgabenabstimmungen. Aus meiner Sicht setzt sich ein ideales Team aus fünf bis neun Teammitglieder zusammen.“
Um auf die glorreichen Sieben zurückzukommen: Alle sieben Revolverhelden zeichnen sich durch unterschiedliche Charaktere und Kompetenzen aus und sie eint eine Vision: Ein mexikanisches Dorf aus den Krallen der Banditen zu befreien. Der Regisseur John Sturges wusste damals schon, was ein „echtes“ Team ausmacht.











