(openPR) In China leben 1,3 Milliarden Menschen aus 56 Volksgruppen. Gesprochen werden 235 verschiedene Sprachvariationen und über 2.000 unterschiedliche Lokaldialekte. Inmitten dieser kulturellen Vielfalt scheint unmöglich, dass es ihn gibt, den einen Chinesen an sich, der in eine Schublade passt, mit besonderen Stärken und ganz typischen Marotten. Das neue Buch „Der Chinese an sich und im Allgemeinen“ begibt sich dennoch auf die Suche nach dem Fünkchen Wahrheit inmitten weit verbreiteter Stereotype und seziert leidenschaftlich die Klischees über das Leben links und rechts der chinesischen Mauer. Diese amüsante gesellschaftliche Betrachtung dringt dabei in Themenbereiche vor, die so noch nie untersucht wurden, und fördert eine Menge Überraschendes und noch mehr Skurrilitäten zutage.
Als Westler stellt man sich die Bewohner des Reiches der Mitte als ein Volk vor, das dauernd Tee trinkt, nie die Beherrschung verliert und gerne Hühnchen, Reis und zu besonderen Anlässen auch mal Hund verspeist. Dass in China pro Kopf weniger Tee getrunken wird als in Großbritannien, die meisten Chinesen Hunde als Teil ihrer Familie und niemals als Delikatesse ansehen und es für chinesische Wutausbrüche sogar extra eingerichtete Hotlines gibt, führt einige Klischeevorstellungen eindeutig ad absurdum.
„Der Chinese an sich und im Allgemeinen“ begibt sich auf die Pfade genau dieser Klischeevorstellungen und vergleicht auf unterhaltsame Weise westliche Vorstellungen mit der chinesischen Wirklichkeit. Der daraus resultierende Realitätsabgleich bleibt dabei nie an der Oberfläche und spart auch solche Themen nicht aus, die in China eher tabuisiert werden – denn die sind ja bekanntlich besonders spannend. Die Regeln der Körperhygiene bei frisch entbundenen Müttern, das Verbot des Haareschneidens im ersten Monat des Jahres und die Liebe zu langen Unterhosen sind nur drei dieser Themen.
Besonders prickelnd wird es, wenn sich der Autor chinesischer Partnerschaften und Sexualität annimmt, z.B. der generellen Faszination für Jungfräulichkeit, dem kindlich-naiven Beziehungsverhalten zur Durchsetzung knallharter Interessen oder der immer noch vorherrschenden Fixierung auf helle Haut als Schönheitsideal. Das Buch widmet sich somit auch heißen Eisen, wird dabei aber nie reißerisch, sondern verbindet eine humorvolle Betrachtung mit fundierten Hintergründen der Sinologie.
Wenn der Autor sich schließlich in einem Kapitel sogar den schwäbisch-chinesischen Gemeinsamkeiten im Putzverhalten und dem Pendent zur Kehrwoche stellt, offenbaren sich seine eigenen Stuttgarter Wurzeln. Einen Großteil des Jahres verbringt Jo Schwarz allerdings in seiner Wahlheimat China. Der gelernte Designer und Journalist sieht sich dabei selbst als „in Deutschland geborener Metropolit“ und debütiert mit dieser humorvoll-fundierten Charakterstudie als wahrer Chinakenner.
„Der Chinese an sich und im Allgemeinen“ ist jüngst beim CONBOOK Verlag, Meerbusch, erschienen und als Taschenbuch erhältlich. Als besonderen Service enthält jedes Print-Exemplar einen eigenen Code, mit dem sich der Käufer eine kostenlose E-Book-Version des Buches herunterladen kann (E-Book inside).
Weitere Informationen zu Jo Schwarz finden Sie auch unter www.alltagssinologie.com
Titelinformationen
Jo Schwarz: Der Chinese an sich … und im Allgemeinen – Alltagssinologie
302 Seiten, Taschenbuch, Originalausgabe
€ 9,95 [D] - € 10,30 [A] - sFr. 14,90 [CH] (UVP)
ISBN 978-3-943176-90-2
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