(openPR) Der zweitgrößte Ölverbraucher sind sie schon, ebenso der fünftgrößte Produzent – China ist längst bei den Großen im Ölgeschäft angekommen. Dabei muss das Land eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit aushalten – die eigenen Reserven und der prognostizierte Verbrauch. Die klaffen stark auseinander. Das Reich der Mitte löst dies auf seine Weise – es schlüpft aus seiner Mitte heraus und schaut sich in der Welt, vorrangig der afrikanischen, nach Öl um. Die neokoloniale Formel lautet: Infrastruktur gegen Öl.
LEIPZIG. (Ceto) China ist auf den großen Sprung nach vorn. Das von Mao geprägte Wort beherrscht das gesamte Wirtschaftsleben des Riesen-Reiches. Doch das Wachstum würde eine starke Delle erhalten, konzentrierten sich die Chinesen auf die eigenen Kräfte. Denn die reichen, bezogen auf Erdöl, keineswegs aus. Dazu ein paar Zahlen.
China verbraucht derzeit mehr als 400 Millionen Tonnen im Jahr. Damit ist das Land der zweitgrößte Ölverbraucher nach den USA. Mehr als die Hälfte wird importiert. Rund 200 Millionen Tonnen kommen aus eigener Produktion. Die derzeit förderbaren Reserven werden auf 2.200 Millionen Tonnen geschätzt.
Würde ein gleichbleibender Anteil an Eigen-Öl vorausgesetzt, reichten die chinesischen Reserven gerade mal 11 Jahre. Die Chinesen rechnen jedoch damit, dass der Ölverbrauch jedes Jahr bis 2015 um 4 Prozent zunimmt, so ein gerade veröffentlichter Bericht des staatlichen Forschungsinstituts für Energie. Der Importanteil würde dann 60 Prozent betragen.
Dieser Diskrepanz ist sich China durchaus bewusst. Neue Zahlen aus dem Energieministerium erhoffen sich zwar förderbare Reserven von 23 Milliarden Tonnen (also gut zehn Mal so viel wie bisher vermutet) und bekannte Reserven von insgesamt 88 Milliarden Tonnen. Doch da diese nicht erschlossen sind, muss sich das Reich der Mitte quasi aus sich heraus bewegen, soll der nun schon knapp zwei Jahrzehnte anhaltende Wirtschaftsboom nicht am Ölmangel verdursten.
Die erfolgversprechendste Strategie ist dabei eine, die sich die Chinesen von europäischen Kolonialherren abgeguckt haben – Entwicklung gegen Rohstoffe. In wirtschaftschinesisch bedeutet das: Infrastruktur gegen Rohöl. China vergibt insbesondere in mehreren Staaten Afrikas Kredite für Infrastrukturprojekte und lässt sich diese sich in Naturalien, sprich Öl, zurückzahlen. Beispiel Angola: Die Chinesen verhelfen dem südwestafrikanischen Land zu einem Bauboom ohne gleichen und garantiert den Chinesen auf Jahrzehnte hinaus einen Barrel-Preis von rund 35 US-Dollar. Dies wird auch ein dem sehenswerten Dokumentarfilm Das Blut der Welt von Stefan Aust und Claus Richter gezeigt.
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