(openPR) Die Gesellschaft würde davon profitieren, das Potential der Senioren neu zu entdecken und zu pflegen. Um diesen „Schatz der Alten“ zu heben, braucht es eine ganz neue Sicht auf das Alter – und deswegen praktische Konsequenzen für universitäre Bildungsangebote.
Mit dem Altern der Gesellschaft ändern sich die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Phänomen betrifft die Arbeits-, Gesundheits- und Sozialpolitik. Unternehmen sind davon betroffen – immer weniger jüngere stehen immer mehr älteren Erwerbsfähigen gegenüber. Es greift in die Verkehrskonzepte, das Wohnen, die Produktgestaltungen und die Dienstleistungen ein. Nicht zuletzt betrifft es auch den Einzelnen, der etwa nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben eine gute Chance hat, noch 20 Jahre zu leben, und der dieses Leben gelingend gestalten möchte.
Man kann die skizzierte demographische Entwicklung als bedrohlich etikettieren. Man kann sich aber auch mit neuen Konzepten den Herausforderungen an den Einzelnen ebenso wie an die Gesellschaft als Ganzem stellen. Weiterbildung und Professionalisierung sind Antworten, mit denen die Universität Stuttgart darauf reagiert. MASTER:ONLINE Integrierte Gerontologie (MOIG) bildet Experten, Veränderungsmanager, Befähiger und Advocaten aus, die ein Gelingen der Umgestaltung durch den demographischen Wandel unterstützen.
Im Erwerb von disziplin-übergreifenden Kompetenzen unserer Absolventen liegt der Gewinn für die Gesellschaft. Kompetenzen in der wissenschaftlich fundierten Anwendung gerontologischen Wissens auszubilden, das sich aus medizinischen, technischen, verhaltens-, sozial-, wirtschafts- und gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnissen speist ist, ist unser Lösungsansatz den demographischen Herausforderungen zu begegnen.
Absolventen des Studiengangs können als Befähiger ihr Wissen dazu nutzen, Menschen im Alter zu motivieren, körperlich aktiv zu bleiben und zu werden. Sie können als Advokaten auf eine Firmenpolitik hinwirken, die alternde Arbeitnehmer im Produktionsprozess belässt. Sie sind anschlussfähig und können mit Ingenieuren daran arbeiten, Produkte zu entwickeln, die den Alltag im Alter erleichtern und Altersdefizite kompensieren helfen. Sie können mit Architekten und Stadtplanern die Wohnumgebung und öffentliche Bauten altengerecht gestalten oder die Mobilität gezielt durch die Mitgestaltung von Lebensräumen unterstützen. Sie haben sich wissenschaftlich begründete Verfahren angeeignet, um als Veränderungsmanager gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Bedingungen so zu gestalten, dass eine altersintegrierte Gesellschaft gelingen kann. Sie haben im Studiengang nicht nur die Phänomene Alter und Altern kennengelernt, sondern sind Experten für die Sprache und Denkweisen der anderen Disziplinen, die an spezifischen Fragestellungen in Verbindung mit dem Thema Alter und Altern arbeiten.
Viele Einsichten der Wissenschaft vom Alter und Altern sind noch nicht in den in der Gesellschaft angekommen. Dadurch geht uns ein großes Potential verloren. Integrierte Gerontologie professionalisiert ein neues Berufsbild. Die Absolventen übernehmen Führungs- und Managementaufgaben in unterschiedlichen Feldern, in denen Fragen und Probleme des Alters und Alterns zu beantworten und zu lösen sind.
Bildung ist unser Lösungsansatz, dem demographischen Wandel zu begegnen. Dass dies generationenübergreifend gelingen kann, zeigen auch unsere 26 – 64 jährigen Studenten, die gemeinsam an Lösungen für eine demografie-sensible Gesellschaft arbeiten.







