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Der Dornenpriester jetzt von den Kirchen attackiert

23.03.200609:28 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Ein Brief an den Evangelischen Bischof von Sibiu in Rumänien

An das Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche AB in Rumänien
Sr. Exz. Herrn Bischof Dr.Klein
Herrmanstadt / Sibiu

LKZ 1421/2006

Sehr geehrter Herr Bischof,



in Beantwortung Ihres Faxes vom 22.03.2006 teile ich Ihnen folgendes mit:

den Termin der Besichtigung am 28. März 2006 um 15 Uhr habe ich vorgemerkt. Wie Ihnen bekannt ist, habe ich den Kirchenvertretern niemals den Zutritt verwehrt. Was den Rest der angekündigten Kommission angeht, gehe ich davon aus, dass eine richterliche Verfügung zum Eintritt in Kirche und meine Privaträume vorliegt.

Ich halte fest, dass Sie Ihre Repressalien in die Zeit während und nach meinem Infarkt legen und als Christen nicht bereit sind, mir ein wenig Schonung zu gönnen., denn Sie nehmen doch nicht im Ernst an, dass Sie aufgrund Ihrer Voreingenommenheiten und Verdächtigungen auf meine Anwesenheit verzichten können. Ich werde zu diesem Termin aus dem Ausland anreisen und mache Sie schon jetzt auf die Folgen aufmerksam. Da ich davon ausgehen muss, dass ein weiterer Prozess von mir geführt werden muss, wird bei der Bemessung des Schmerzensgeldes Ihr Druck sicher zu bewerten sein.

Die Sanierungsarbeiten an und in der Kirche sínd alle an den Gesetzen orientiert (wenigstens gebrauchen Sie in diesem Zusammenhang das Wort „scheinbar“. Wir haben nicht anders restauriert, als auch in anderen Kirchen des Landeskonsistoriums realisiert wurde. Ihre aufgeschäumte Feindschaft ist sehr interessant und bezeichnend. Im übrigen haben wir seinerzeit nachweisbar versucht, Herrn Galter in die Entscheidungen mit einzubeziehen. Wie üblich beantworten sie alle weder Telefone noch Briefe, was ich schon öfter beanstanden musste. Es wird Zeit , dass Sie von Ihrer Vorstellung der „Obrigkeit“ endlich Abschied nehmen. Die Verträge wurden von uns nicht gebrochen. Das werden wir mittels eines nationalen aber auch internationalen Experten beweisen. Ich entnehme dem Konzept Ihres Schreibens, dass Sie die Kosten für den bevorstehenden Prozess gut einzuschätzen vermögen.

Wenn Sie die christlichen Maßstäbe durch mich dadurch verletzt sehen, weil ich ein Schreiben mit dem Vermerk „Persönlich“ an die Presse weitergegeben habe, so nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass der Vermerk „Persönlich“ nichts anderes bedeutet, als das ein Schreiben mit diesem Vermerk einen Adressaten auch persönlich erreicht und nicht in der Verwaltung ect hängen bleibt.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass ich diesen Vorgang und jedes Schreiben auch an die internationale Presse weitergebe, denn wir haben es hier nicht mit einer Bagatelle oder einem persönlichen Diszens zu tun.

Ich halte darum vor dem Datum, das Sie als Besichtigung deklarieren fest:

Herr D. Galter, dessen Funktion Ihnen sicher bekannt ist, hat an der Einweihung teilgenommen, im übrigen im Auftrag des Bischofs. Darüber haben wir uns gefreut. Wenn wir etwas gemacht hätten, was den Bestimmungen zuwider läuft, hätte er doch seine Bedenken spätestens Tage nach dem Termin kundtun können. In Wirklichkeit


wurden wir für unseren Einsatz und die Realisierung der Restaurierung in einer halb-stündigen Ansprache gelobt, wenn er auch krampfhaft vermieden hat, meinen Namen direkt zu nennen. Danach haben wir weder von Herrn Galter, erst recht nicht vom Bischof oder sonst jemanden vom Landeskonsistorium gehört. Alle Einladungen auch an den Bischof blieben unbeantwortet. Sehr christlich! Mehr cool als christlich. Als dann die Presse und das Fernsehen in Hermannstadt in ausführlichen lobenden Berichten über die neue Blüte des religiösen Lebens in Jakobsdorf berichtete und ich neben Persönlickeiten wie dem Prefekt und dem orthodoxen Bischof zu einer der „Persönlichkeiten erwählt wurde, die an dem Aufbau des Kreises Sibiu nach der Revolution massgeblich mitgewirkt haben“, erschien „plötzlich“ in der kommunistischen „Tribuna“ Sibiu ein Artikel der Verdächtigungen und Verleumdungen. Der Verfasser, ein ausgewiesener Kommunist, hat unser Grundstück ohne Erlaubnis oder gar Ankündigung betreten. Daraufhin haben wir Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet, übrigens nicht die erste in 15 Jahren, in denen wir Recht bekamen. Nun, mit all diesen Verleumdern sind wir in 16 Jahren und über 80 obsiegten Prozessen gut fertig-geworden. Mehr noch, mit den von den Gerichten zugesprochenen Schmerzensgeldern haben wir das Dach und die Kirche innen restauriert. Es ist also im wahrsten Sinne des Wortes eine „Schmerzenskirche“, nein meine Schmerzenskirche.

Ich behaupte, nicht dieser Schreiberling ist der Initiator der faulen und falschen Kampagne, sondern die Kirchen selbst, die orthodoxe und die evangelische. Mit ihren Anzeigen meinten sie auch gar nicht die „vermeintlichen“ Gesetzesübertretungen bzgl. der Restaurierung historischer Patrimonien, sondern ihren billigen Neid und ihre Wut zu dem Ereignis, weil nun jeden Sonntag ca. 500 Zigeuner in der Kirche Gottesdienst feiern, sich zur ersten oecumenischen Kirche in Rumänien bekennen und zur gleichen Zeit andere Kirchen leer bleiben. Wohlgemerkt diese Menschen gingen auch vorher nicht in die orthodoxe Kirche zu einem Priester, der dort als Strafversetzter ist und weiter sein Unwesen treibt. Allerdings kann man ja nicht 500 Menschen anzeigen, weil sie sonntags in den Gottesdienst gehen und auch nicht danach fragen, ob die Konfessionen zusammen passen. Hier wird eben Oecumene ohne Gequengel und Gequasel praktiziert. Also sucht man sich das passende Muster für eine Anzeige. Schade ist nur, dass Sie nun auch die letzte verbliebene evangelische Christin, Hilda Fielk, die ebenfalls mit uns betet, mit Ihren Massnahmen in den Schmutz ziehen.

So war Ihr Konzept klar. Diesen „Demidoff“ müssen wir kriminalisieren, wie es dann im Artikel vom 17.3.06 in der TRIBUNA geschehen ist. „Cercetare penale, Strafrechtliche Verfolgung“. Ich weise Sie daraufhin, dass im Falle dieser Schreiberling bei der „Besichtigung“ in Ihrer Gefolgschaft ist, ich Ihnen jedwedes Gespräch und Besichtigung verweigere. Sie können das dann auf dem Gerichtswege erwirken.

Die Pharisäer waren schon Meister in der Verdächtigung und in der Kunst unseren HERRN zu versuchen. Darum bleibe ich bei denen, die von IHM so sehr geliebt wurden: die Sünder, die Zöllner, die Kranken, die Hungernden, die Gefangenen, vor allem die Kinder.

Danke, dass Sie mir zu meinem persönlichen Kreuzweg eine weitere Station hinzugeschenkt haben. Ich gehe mal davon aus, dass auch der Stifter Ihrer Kirche, Martin Luther, dessen Porträt auch in unserer Oecumenischen Kirche präsent ist, dem Landeskonsistorium etwas ins Buch schreiben würde. Im Gästebuch der Kirche jedenfalls haben sich Menschen der verschiedensten Nationen und Konfessionen dazu bekannt, dass die Basilika in Jakobsdorf ein besonderer Ort ist, der würdig gestaltet und restauriert wurde.
Laudetur Jesus Christus

Pater Don Demidoff ICCC 22.03.2006

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