(openPR) Der ehemalige Tennisspieler und Boris-Becker- Manager Ion Tiriac, der in Rumänien zu den erfolgreichsten Geschäftsmännern gezählt wird (Besitzer von Banken, Versicherungen und Autohandel), bekennt, dass die in Rumänien herrschende Korruption eine „Sucht“ sei: „Man wird davon abhängig wie von Alkohol und Zigaretten“, sagt Tiriac in einem Interview mit der Tageszeitung „Evenimentul Zilei“ (Die Ereignisse des Tages). Diese Sucht gelte sowohl für diejenigen, die sich bestechen lassen, als auch für die, die bestechen. Tiriac gibt zu, dass er wegen der Anklage gegen seinen Sohn wegen Drogenproblemen „bei vielen hohen rumänischen Amtsträgern interveniert“ habe. „Nur der Heilige Petrus habe nicht das Telefon abgenommen“, so Tiriac wörtlich.
Damit bestätigt ein prominenter Rumäne, dass die von dem Priester der Independent Catholic Church (ICCC) in seinem Buch „Der Dornenpriester“ (ISBN 973-0-03816-3) beschriebene Korruption von der Wiege bis zur Bahre allgegenwärtig ist. Demidoff ging nach der sogenannten „Revolution“ 1991 nach Rumänien und widmet sich seitdem dem Schicksal unzähliger verlassener Kinder. Um die Rechte dieser Kinder zu wahren, musste der Priester über 80 Prozesse führen und bekam dabei die Willkür der Gerichte am eigenen Leib zu spüren. Einen Erfolg jedoch bei diesen Prozessen bekam der seinerzeitige rumänische Gesundsheitsminister Barzan zu spüren. Demidoff liess aufgrund eines Obsieges beim Obersten Gerichtshof die Dienstautos des Ministers pfänden, ganz und gar ohne Schmiermittel.
Nicht zuletzt aufgrund der negativen Einschätzung Rumäniens hat Großbritannien die Visapflicht für Rumänen bisher nicht aufgehoben.
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