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Inklusion ist für alle da

23.07.201418:21 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Inklusion ist für alle da
Sozialministerin Katrin Altpeter (li.) übergab den Inklusionspreis an die Ravensburger Preisgewinner
Sozialministerin Katrin Altpeter (li.) übergab den Inklusionspreis an die Ravensburger Preisgewinner

(openPR) RAVENSBURG – Große Freude in den „Lebensräumen für Jung und Alt“ am Gänsbühl: Am vergangenen Freitag erhielt das Mehrgenerationenhaus zusammen mit elf weiteren Einrichtungen in Stuttgart den 1. Landesinklusionspreis. Den dritten Platz belegte die Ravensburger Einrichtung der St. Anna-Hilfe (Stiftung Liebenau) im Bereich "Wohnen". Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Die Lebensräume mit ihren Angeboten, die alle Bewohner im Quartier und darüber hinaus nutzen können, ermöglichen es nicht nur Menschen mit einer Behinderung, sondern auch anderen benachteiligten Menschen am nachbarschaftlichen und öffentlichen Leben teilzuhaben.




Auf dem richtigen Weg

Susanne Weiß, Gemeinwesenarbeiterin der "Lebensräume für Jung und Alt", freut sich. Zeigt die Auszeichnung mit dem Inklusionspreis doch, dass sie mit dem Konzept und ihrer Arbeit auf dem richtigen Weg ist. Denn: Inklusion ist für alle da. Inklusive Arbeit sollte sich nicht nur auf Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung beziehen. Auch anderen ist die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nur bedingt möglich: Alleinerziehende, Migranten, Hochaltrige, Demente, Asylbewerber, Menschen mit wenig Geld und Menschen mit Hilfebedarf. Das breit aufgestellte Angebot und die bürgerschaftlichen Aktivitäten im Quartier, so vermutet Susanne Weiß, sind die Aspekte, weswegen die "Lebensräume für Jung und Alt" einen der Inklusionspreise erhielten. Der Geschäftsführer der Liebenauer Altenhilfe, Gerhard Schiele, meint ergänzend: "Die Basis der fachlichen Arbeit der Stiftung Liebenau bei den Hilfen für alte, aber auch behinderte Menschen, ist die Orientierung am Gemeinwesen. Daraus ergibt sich, dass alle die Möglichkeit der Teilhabe erhalten sollen. Der Preis, über den wir uns sehr freuen, bestätigt unsere Arbeit."

Unzählige Angebote und Aktivitäten

Die generationenübergreifende Wohnanlage bietet mit 64 Bewohnern im Alter bis 93 Jahre einen bunten Querschnitt durch die Gesellschaft. Die Hilfe zur Selbsthilfe und das nachbarschaftliche Netzwerk sorgen für ein gesundes Miteinander, das ausgesprochen vielschichtig ist. Bewohnerbeiräte setzen sich als Moderatoren für die Gemeinschaft ein. Aktivitäten wie jahreszeitliche Feste, über Schach im Freien, bis hin zu Kinderflohmärkten, bieten viel Raum für Kommunikation im gesamten Stadtteil. Im Treff 43 engagieren sich über 100 Bürger für Bürger. Ehrenamtlich bieten sie ihre Lebens- und Berufserfahrungen in über 60 Projekten. 1 000 Bürger nutzen die Angebote monatlich. Für den Zusammenhalt der Generationen gibt es Aktivitäten, für Familien Unterstützung und Bildungsangebote für alle. Im Café Miteinander werden Jugendliche mit einem Förderbedarf vom Berufsbildungswerk Adolf Aich (ebenfalls Stiftung Liebenau) ausgebildet. Sie bieten Backwaren, einen Mittagstisch und betreiben das Café. Die Aufzählung der Aktivitäten im Quartier ließe sich noch fortsetzen.

Moderation fördert Inklusion

Entscheidend ist, dass das Zusammenleben, das bürgerschaftliche Engagement und das Miteinander durch die fachliche Moderation der Fachkraft für Gemeinwesenarbeit gestärkt werden. In der Ravensburger Oberstadt fördert Susanne Weiß mit ihrer Arbeit auch die Inklusion. Das weiß man jetzt auch in Stuttgart.

Weitere Infos zur St. Anna-Hilfe der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.st.anna-hilfe.de.

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