(openPR) Die größte Bank Portugals steht offensichtlich vor dem Aus. Es wird wieder einmal klar: Die Banken- und Staatsschuldenkrise ist noch lange nicht ausgestanden. Im Gegenteil. Sie schwelt gefährlich weiter und die Politiker denken gar nicht daran, ihre haushalte in Ordnung zu bringen. Selbst in Deutschland, dem Einäugigen unter den Blinden der Krisenländer läuft nichts wirklich „rund“. Und das ist kein Wunder, wenn eine zweifelhafte, weil auf tönernen Füßen ruhende finanzielles Stabilität dadurch erkauft wird, daß Millionen in die Armut gedrückt werden und die herrschenden Wirtschaftslobbyisten zum Leben auskömmliche Einkommen als wirtschaftlich kontraproduktiv betrachten.
Obwohl es die Geschichte hinlänglich beweist, muß es jede Generation wieder aufs Neue lernen: „In der Politik kommen die meisten Probleme unter dem Decknamen Problemlösung daher.“ (Prof. Querulix) Seit Politik sich ganz darauf beschränkt, den Mangel zu verwalten, auf das es den Profiteuren des Status quo gut und besser gehe, kommen auf ein Problem sogar mehrere Problem-„lösungen“, die das Problem zwar nicht beseitigen, aber dafür den Mangel weiter vergrößern, der dann weitere Problem-„lösungen“ verlangt.
Daß der Euro nur als Weichwährung überleben wird, weil den Politikern der Problemländer der Währungsunion auch nichts anderes zur „Krisenbewältigung“ einfällt, als die Lasten den Ärmsten aufzubürden, ist inzwischen sicher. Die deutschen Politiker mögen es nur noch nicht zugeben. Der sogenannte Stabilitätspakt ist längst Makulatur. Bürgerinnen und Bürger, die nicht zu den Privilegierten gehören, stehen vor der Frage, wie sie das sich abzeichnende Desaster überleben wollen. Auf ihre „Eliten“ sollten sie sich lieber nicht verlassen. Die sorgen nur für sich selbst.
Der europäische Homunculus „Bankenunion“ – eines der fragwürdigen Instrumente zur vermeintlichen Krisenbewältigung – zwingt zum Beispiel solide Banken, wie zum Beispiel Genossenschaftsbanken oder regional tätige Sparkassen, für unsolide geführte Kreditinstitute, wie zum Beispiel weltweit die allermeisten Großbanken, einzustehen. Das ist ein Skandal, den sich nur Politiker ausdenken können, die dem internationalen Großkapital mehr verpflichtet sind als dem allgemeinen Wohl der Bürgerinnen und Bürger ihrer Länder.
Es wäre angebracht, diese Banken abzuwickeln und ihre verantwortlichen Manager für den Rest ihres Lebens wegzusperren statt ihnen das anständig und oft mühsam verdiente Geld vieler Millionen Bürgerinnen und Bürger, in den gierigen Rachen zu werfen.
Die Menschen verlieren zunehmend das Vertrauen in ihre „Eliten“, die bei der Selbstbereicherung jedes Maß verloren haben. Die durch die reale Negativzinspolitik der EZB angestoßene Enteignung der Geldsparer und Lebensversicherungskunden ist ein Skandal. Die Folgen für die Lebensversicherer könnten existenziell sein, weil Kapitallebensversicherungen vollkommen uninteressant werden. Brächen dann noch die Anleihen- und Aktienkurse zusammen, wäre der wirtschaftliche Super-GAU perfekt. Ihn aber mit Unsummen frisch gedrucktem Geld verhindern zu wollen, hieße nichts anderes als noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. Die Menschen spüren das und suchen Rettung. Viele Optionen haben sie allerdings nicht. Eigentlich bleiben nur Gold und Silber sowie die Aktien ihrer Produzenten.
„Vertrauen in die Politik ist nur für diejenigen angebracht, die sich Politiker kaufen können“, meint Prof Querulix im Volksmund, und dürfte mit dieser sarkastischen Äußerung im Zeitalter der beutekapitalistischen Lobbydemokraturen wohl den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf getroffen haben.
Ein bemerkenswertes Anzeichen für die bevorstehende Götterdämmerung der us-amerikanisch geführten Dollar-Hegemonie sind die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Manipulation des Goldpreises. Nachdem die schwachen Hände inzwischen aus dem Markt verdrängt wurden und die verbliebenen starke Hände – überwiegend in Asien und Rußland – ihr eigenes Spiel spielen, scheinen sich allmählich die Kräfte durchzusetzen, im Gold an Stelle des maroden US-Dollars die künftige Leitwährung sehen. Die USA befinden sich derzeit noch in der bequemen Position fast unbegrenzt Dollar drucken zu können und diese außerhalb des Landes in Umlauf zu bringen. Das bedeutet nicht weniger als die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen wohlfeil einkaufen und zugleich die Inflation exportieren zu können.
Wie es aussieht, dürfte damit bald Schluß sein. Die Bedeutung des US-Dollars als Weltleit- und Reservewährung ist in den vergangenen Jahren bereits erheblich gesunken, und bis zu seiner endgültigen Ablösung wird nicht mehr viel Zeit vergehen. Dabei werden der chinesische Renminbi und der Euro eine große Rolle spielen, vor allem aber das Gold. Das weiß die us-amerikanische polit-ökonomischer Herrscherklasse und deshalb haßt sie das Gold, in dem sie den „Königsmörder“ erkennt.
Doch es wird alles nichts helfen. physisches Gold ist inzwischen knapp geworden, weil asiatische Länder, vor allem China, große Mengen aufkaufen und ihre erhebliche Eigenproduktion im Lande behalten. Möglicherweise hat die us-amerikanisch angeführte „Goldpreisdrücker-Kolonne“ inzwischen große Probleme, ihre Leerverkäufe einzudecken und verzocktes Zentralbankgold wieder zu beschaffen. Die kürzliche Verlautbarung der Bundesbank, sie wolle das deutsche Gold nicht mehr aus den USA zurückholen, erhärtet den Verdacht, daß es nicht mehr verfügbar ist und mangels ausreichenden Angebots wohl in absehbarer Zeit auch nicht mehr wiederbeschafft werden kann. Die Öffentlichkeit wird – wie üblich – über den faktischen Verlust von ca. 100 Milliarden Euro mit der Versicherung getäuscht: Die Amerikaner passen auf unser Gold auf. Wie war das noch mit dem Bock und dem Gärtner?.
Die Europäer und vor allem Deutschland wären gut beraten, sich endlich von den USA zu emanzipieren. Deren wirtschaftliches Geschäftsmodell ist ebenso endgültig gescheitert wie ihr politisches. Die ausufernden Spionageaktivitäten und der Versuch, über ein Freihandelsabkommen mit der EU privaten US-Unternehmen Einfluß auf die Gesetzgebungshoheit der europäischen Parlamente und mit vertraglich vereinbarten Schiedsgerichten die europäische Rechtsprechung auszuhebeln, passen nicht zu freundschaftlichen Beziehungen. Sie deuten nur darauf hin, daß sich die polit-ökonomische Herrscherklasse der USA des Bedeutungsverlustes im Kreis der großen Weltmächte bewußt ist und ihre Hegemoniebestrebungen jetzt auf anderen Wegen und mit anderen Mitteln vorantreiben möchte.
Wehret den Anfängen kann man der europäischen Verhandlungsdelegation da nur raten und dabei eine interessante Frage aufwerfen: Wäre die vertragliche Auslieferung demokratischer Gesetzgebung und rechtsstaatlicher Kontrolle an ein fremden Landes nicht Hochverrat?
Mehr von Prof. Querulix gibt’s übrigens als eBooks bei www.read.ruedenauer.de und in allen guten (Internet-)Buchhandlungen.
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