openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Karies vermeiden: Die ersten Jahre sind entscheidend

03.07.201417:57 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Karies vermeiden: Die ersten Jahre sind entscheidend
Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen sind auch für Kleinkinder wichtig. (Foto: Bratulic/KZVH)
Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen sind auch für Kleinkinder wichtig. (Foto: Bratulic/KZVH)

(openPR) Frühe Kariesprophylaxe ist eine wichtige Versorgungsaufgabe – nicht nur für Eltern, nicht nur für Erzieher, nicht nur für Zahnärzte, sondern auch für gesundheitspolitische Entscheider und für die Krankenkassen. Das belegt der einstimmig verabschiedete Beschluss „Zahnmedizinische Früherkennung bei Kindern“ der 87. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Ende Juni in Hamburg.



Frankfurt am Main, 2. Juli 2014. Die Gesundheits- und Sozialminister der Länder waren sich einig: Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich bei der Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen einen Spitzenplatz einnimmt, so braucht doch eine Gruppe von Kindern dringend mehr Aufmerksamkeit: Kleinkinder bis 2½ Jahre. Erst ab dem 30. Lebensmonat des Kindes sehen die meisten gesetzlichen Krankenversicherungen die Notwendigkeit für zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. „Zu spät“, lautet das Votum der GMK, das sich aus dem einstimmig verabschiedeten Beschluss „Zahnmedizinische Früherkennung bei Kindern“ ableiten lässt.

Die so genannte Nuckel- oder Saugerflaschenkaries, in Fachkreisen als „Early Childhood Caries“ (ECC) bekannt, stellt das größte Problem in der Kinderzahnheilkunde dar. Es handelt sich dabei um die schmerzhafte Zerstörung von bis zu 20 Milchzähnen innerhalb der ersten Lebensjahre. Anders als die Karies der bleibenden Zähne ist die frühkindliche Karies an den Milchzähnen nicht zurückgegangen. Zudem gibt es eine starke Polarisierung des Kariesrisikos bei Kleinkindern bis zum 3. Lebensjahr: Aktuellen Studien zufolge vereinen 2% der Kinder 52% des Kariesbefalls auf sich. Häufig kommen diese Kinder aus Bevölkerungsschichten mit niedriger Bildung und niedrigem sozialem Status.

In Kindergärten und Kindertagesstätten können Eltern über die Erzieherinnen oder den betreuenden Patenschaftszahnarzt erfahren, dass sie mit ihrem Kind ab dem ersten Zahn zur Vorsorge zum Zahnarzt gehen sollen oder dass die Vorsorge fürs Kind bereits in der Schwangerschaft der Mutter beginnt. Aber wie lassen sich Zahnschäden bei Kindern frühzeitig erkennen und behandeln, wenn die Eltern keinen Zahnarzt aufsuchen und ihre Kinder auch nicht in den Kindergarten schicken? Die Landeszahnärztekammer Hessen und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen fordern daher die Aufnahme zahnärztlicher Früherkennungsuntersuchungen in das Kinder-Untersuchungsheft. So können wirklich alle Kinder frühzeitig erreicht, so kann Karies verhindert werden. Der Beschluss der GMK zur zahnmedizinischen Früherkennung bei Kindern ist als Top 11.6 abrufbar unter www.gmkonline.de/Beschluesse.

? Warum zahnmedizinische Frühprävention so wichtig ist
? Empfehlungen der LZK Hessen und der KZV Hessen


? Warum zahnmedizinische Frühprävention so wichtig ist
- Karies ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kleinkind- und Vorschulalter.

- Milchzahnkaries betrifft meist mehrere Zähne.

- Kleinkinder zeigen sich bei Behandlungen wenig kooperativ – umfassende zahnärztliche Maßnahmen sind oft nur bei Vollnarkose möglich.

- Zahnärztliche Frühprävention leistet auch einen Beitrag zur Früherkennung von Kindeswohlgefährdung und Entwicklungsstörungen.

- Kinder mit schadhaften Milchzähnen nehmen oft nicht altersgerecht zu, lernen nicht richtig sprechen und sind der Gefahr sozialer Ausgrenzung ausgesetzt.

- Weitere Hintergrundinformationen vermittelt die Broschüre „Frühkindliche Karies vermeiden – Ein Konzept zur zahnmedizinischen Prävention bei Kleinkindern“, herausgegeben von Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung, Berlin 2014.

- Tipps und Ideen zu frühzeitiger Zahnpflege gibt es über www.jugendzahnpflege.hzn.de.


? Empfehlungen der LZK Hessen und der KZV Hessen
- In das vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) vorgegebene ärztliche Kinder-Untersuchungsheft sollte ein verbindlicher Hinweis auf eine zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung (FU) ab dem 6. Lebensmonat aufgenommen werden.

- Der erste zahnärztliche Termin nach der Geburt sollte bereits beim Durchbruch der ersten Milchzähne stattfinden.

- Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen (FU) sollten an drei Terminen stattfinden: FU1 zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat, FU2 zwischen dem 10. bis 20. Lebensmonat, FU3 ab dem 21. Lebensmonat.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 804008
 761

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Karies vermeiden: Die ersten Jahre sind entscheidend“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen

Bild: Mit Kleinkind in die ZahnarztpraxisBild: Mit Kleinkind in die Zahnarztpraxis
Mit Kleinkind in die Zahnarztpraxis
Frankfurt am Main, 1. Juli 2019. Ab sofort haben gesetzlich versicherte Eltern schon ab dem 6. Lebensmonat ihres Kindes Anspruch auf 3 zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Bei den Untersuchungen bis zum vollendeten 33. Lebensmonat der Kinder erhalten Eltern praktische Tipps zur Mundgesundheit und eine Anleitung zum täglichen richtigen Zähneputzen bei ihrem Kind. Neu im Leistungskatalog der Krankenkassen sind außerdem Anwendungen von Fluorid: Vom 6. bis zum vollendeten 72. Lebensmonat eines Kindes kann in der Zahnarztpraxis zweimal je K…
Bild: Bonusheft für die ZähneBild: Bonusheft für die Zähne
Bonusheft für die Zähne
Es ist klein und wertvoll: das zahnärztliche Bonusheft. Patientinnen und Patienten können sich in diesem Heft von ihrer Zahnärztin oder ihrem Zahnarzt regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bestätigen lassen. Diese sollen helfen, krankhafte Veränderungen der Zähne, des Mundes und des Kiefers frühzeitig zu erkennen, ggf. zu behandeln und weitere Schäden zu vermeiden. Wie wichtig regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind und wie positiv sich gute Zahnpflege und Mundhygiene auf die Mundgesundheit auswirken, zeigt die kürzlich veröffentlichte Fünfte D…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Zahnarzt Nekzai (Hamburg) über KariesinfiltrationBild: Zahnarzt Nekzai (Hamburg) über Kariesinfiltration
Zahnarzt Nekzai (Hamburg) über Kariesinfiltration
Zahnarzt Nekzai (Hamburg Wandsbek) erklärt, was Karies ist, welche Kariesarten es gibt und welche Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen. Karies gilt weltweit als häufigste chronische Zahnkrankheit, berichtet Zahnarzt Nekzai . 2015 litten laut "The Lancet Global Burden of Disease Study" weltweit 2,3 Milliarden Menschen darunter. 2018 hatten bereits …
Bild: PILATES IMPULSE 2023 – „Wunschkonzert“ am 8. Juli 2023Bild: PILATES IMPULSE 2023 – „Wunschkonzert“ am 8. Juli 2023
PILATES IMPULSE 2023 – „Wunschkonzert“ am 8. Juli 2023
… Arbeitstitel der Pilates Impulse 2023, lies Anette Alvaredo eine Symphonie aus Wünschen und Vorschlägen der vergangenen Jahre einfließen. Mit Kerstin Bredehor, Jenny Karies, Anette Alvaredo und Andreas Raaflauf konnten erneut erstklassige Referenten aus der internationalen Pilates Szene gefunden werden, deren kreative Bewegungsfreunde, Spaß, Humor und …
Bild: Was gehört alles zur konservierenden Zahnheilkunde?Bild: Was gehört alles zur konservierenden Zahnheilkunde?
Was gehört alles zur konservierenden Zahnheilkunde?
… und so lange wie möglich erhalten Die konservierende Zahnheilkunde dient dem Schutz der vorhandenen Zähne und des Zahnfleisches. Der Zahnarzt beseitigt die durch Karies entstandenen Schäden. Moderne Füllungen aus Kunststoff, Inlays, aber auch Zahnkronen verhindern eine Schädigung der vorhandenen Zahnsubstanz. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass …
Forschung | Impfung gegen Karies?
Forschung | Impfung gegen Karies?
Gleich mehrere Studien zu der Entwicklung eines Impfstoffs gegen die häufig auftretende Karies im Mundraum beschäftigen Wissenschaftler rund um den Globus. Die Ansätze sind hierbei so unterschiedlich, wie die Ergebnisse zunächst eindeutig. Bei der Bekämpfung gegen die Erkrankung des Zahnschmelzes und später des Zahnbeins (Dentin), mit all ihren unangenehmen …
Bild: Kinderzähne effektiv vor Karies schützenBild: Kinderzähne effektiv vor Karies schützen
Kinderzähne effektiv vor Karies schützen
Bereits jedes siebte Kind unter drei Jahren hat Karies*. Da gesunde Kinderzähne Voraussetzung für eine lebenslange Gesundheit der Zähne sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Karies-Prävention mit mehreren Säulen. Würselen, 31. Juli 2018 – Kinderzähne sind kariesanfällig. Doch mit den geeigneten Vorsorgemaßnahmen kann Karies wirksam verhindert werden. …
Bild: Mit der Kariesinfiltration wirksam Karies stoppenBild: Mit der Kariesinfiltration wirksam Karies stoppen
Mit der Kariesinfiltration wirksam Karies stoppen
Ein Traum wird wahr, für alle, die Angst vorm Bohren beim Zahnarzt haben. Es gibt eine neue Technik, mit der Karies im Frühstadium gestoppt werden kann, ohne zu Bohren, die sog. Kariesinfiltration. ------------------------------ Saarlouis, 12.02.2018 Kariesinfiltration Eine verhältnismäßig neue Technik, um Karies im frühen Stadium zu stoppen, bietet …
Bild: Wann benutzt man Zahnimplantate?Bild: Wann benutzt man Zahnimplantate?
Wann benutzt man Zahnimplantate?
… 600 000 Implantate bundesweit eingesetzt. Die Zahl ist weiterhin steigend Wann nutzt man Implantate? Bei Zahnverlust, beispielsweise durch einen Sportunfall, Nichtanlage des Zahns, Karies oder entzündungsbedingtem Verlust des Zahns. Weil man gesunde Zähne beispielsweise für den Einsatz einer Brücken nicht abschleifen möchte, weil man die Knochenqualität …
Kariesinfiltration: Ein moderner Ansatz zur Kariesbehandlung ohne Bohrer
Kariesinfiltration: Ein moderner Ansatz zur Kariesbehandlung ohne Bohrer
Karies ohne Bohren behandeln: Geht das überhaupt? Ja, die Kariesinfiltration macht genau dies möglich. Voraussetzung für dieses mikroinvasive Verfahren ist eine effektive Karies-Früherkennung im Rahmen der Prophylaxe. Ziel ist es, die Karies zu behandeln, bevor sie zum Problem wird und sich als Loch im Zahn zeigt.Karies entwickelt sich meist langsam, …
Vermeidung frühkindlicher Karies
Vermeidung frühkindlicher Karies
Die Bundeszahnärztekammer hat ehrgeizige Ziele. Bis 2020 sollen 80 Prozent der 6-jährigen Kinder kariesfrei sein. Die Bundeszahnärztekammer setzt beim sogenannten ECC-Konzept auf Maßnahmen und Ideen, welche in Berlin bereits im Oktober 2009 starteten. ECC steht für "Early Childhood Caries", was im Deutschen als "Nuckel- oder Saugflaschenkaries" bekannt …
Milchzahnkaries ist gefährlich
Milchzahnkaries ist gefährlich
… aktuellen Zahlen verheißen nichts gutes. Zwar hat sich die zahnmedizinische Versorgung immer weiter verbessert, aber dennoch haben rund 46 Prozent aller Kinder im Grundschulalter Karies. Selbst Untersuchungen im Kindergarten zeigen, dass bereits einige Kleinkinder Löcher in den Zähnen haben. Wer glaubt, dass Milchzahnkaries nicht so schlimm sei, schließlich …
Sie lesen gerade: Karies vermeiden: Die ersten Jahre sind entscheidend