(openPR) FREUDENSTADT / STUTTGART. Mit einem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates liegen nun erstmals Grundlagen für die Sportentwicklung in Freudenstadt vor. Der Gemeinderat gibt damit grünes Licht für eine teilweise Neustrukturierung der Freudenstädter Sportlandschaft. Dr. Stefan Eckl vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) hat zuvor die Ergebnisse der Sportentwicklungsplanung vorgestellt.
Demnach wird Freudenstadt stark vom demographischen Wandel betroffen sein. Nicht nur, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen zurückgehen wird, auch die Anzahl der Älteren wird massiv ansteigen und damit auch die Sportvereine vor neue Herausforderungen stellen. „Wir altern sportlicher“, so Eckl. Die Bestandsaufnahmen zeigen, so Eckl, auch eine gute Versorgung mit Sportplätzen und eine eher unterdurchschnittliche Versorgung mit Hallenkapazitäten. Wie Eckl ausführt, wurden in verschiedenen Befragungen auch Grundlagendaten für den Sportstättenbedarf der Schulen und der Sportvereine erhoben. „Bei den Sportplätzen besteht im Winter ein deutliches Defizit, während im Sommer die Zahl der Plätze ausreichend ist. Die Kapazitäten in den Turn- und Sporthallen reichen für den Vereinssport, aber für den Schulsport fehlen zwei Anlageneinheiten Einzelhalle“, so der Experte.
Die Zahlen und Daten, die das ikps ermittelt hat, wurden in einer kooperativen Planungsgruppe diskutiert und dort gemeinsame Empfehlungen erarbeitet. An dieser Planungsgruppe haben rund 40 Personen aus dem gesamten Sportbereich teilgenommen, darunter auch die Sportvereine, die Schulen und die Kindertageseinrichtungen. Herausgekommen ist ein Katalog von rund 50 Empfehlungen, die nun sukzessive abgearbeitet werden sollen.
Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung diese Empfehlungen nun zustimmend zur Kenntnis genommen. Auch wenn das Geld knapp ist, sollen die ersten Punkte noch in diesem Jahr angegangen werden, insbesondere bei der Verbesserung der organisatorischen Rahmenbedingungen. Oberbürgermeister Osswald ist davon überzeugt, dass auch die Punkte, die kein oder nur wenig Geld kosten, zu einer deutlichen Verbesserung im Sport führen werden. So hat die Planungsgruppe u.a. eine Neuordnung der Hallenbelegung angemahnt.
Für Eckl ist die Neugestaltung des Geländes rund um das Schulzentrum, Stadion und Panoramabad eine der zentralen Empfehlungen. Nicht nur, dass das Stadion saniert und um einen Kunstrasenplatz ergänzt werden soll. Auch wird dort ein Bedarf an einer neuen dreiteiligen Sporthalle und einem Ausbau der Freizeitsportmöglichkeiten gesehen. Daher empfiehlt Eckl auch die Erstellung eines Masterplans für das gesamte Gelände, um sinnvoll und bedarfsorientiert dieses zentrale Sportgelände zu entwickeln.


