(openPR) Das englische Parlament beschloss im Februar ein Rauchverbot am Arbeitsplatz, und folgt damit den britischen Landesteilen Schottland und Nordirland. Mit überwältigender Mehrheit entschieden sich die Parlamentarier für die vorübergehend umstrittene Maximallösung, die auch den Beschäftigten in Pubs und Restaurants einen umfassenden Schutz vor Zwangsmitrauchen angedeihen lässt. Gesundheitsministerin Patricia Hewitt erklärte nach der Abstimmung im Unterhaus, "dass weitere 600.000 Menschen das Rauchen aufgeben und weitere Millionen vor passivem Mitrauchen geschützt werden".
Eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie übertrifft nun die Erwartungen der Gesundheitsministerin sogar um ein Mehrfaches. Über 2,8 Millionen von insgesamt 12 Millionen Rauchern des Vereinigten Königreichs wollen das neue Rauchverbot am Arbeitsplatz zum Anlass nehmen, dem Laster zu entsagen. 22 Prozent der Raucher äußerten, sie würden sicher aufhören. Fast die Hälfte der befragten Raucher ist der Meinung, die neue gesetzliche Regelung würde sie zumindest zu einem Versuch bewegen.
Die Entscheidung der englischen Regierung wird damit ganz klar positiv angenommen. Selbst die Skeptiker mussten nun zugeben, dass die Unkenrufe über eine mangelnde Akzeptanz und die anfänglichen Bedenken gegenüber der angeblich nicht durchsetzbaren Maximallösung nicht gerechtfertigt waren. Allerdings wird auch in England damit zu rechnen sein, dass die Tabaklobby ihre geballte Marketingmacht darauf verwenden wird, diese für sie ungünstige Entwicklung in Misskredit zu bringen.
Eine Senkung des Tabakkonsums wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit positiv aus, sondern auch auf die Altersvorsorge. Nach jüngsten Studien gehen in Großbritannien jährlich 17 Mrd. Pfund (ca. 27 Mrd. Euro) in Rauch auf, der Durchschnittsraucher gibt für 303 Packungen im Jahr etwa 1.500 Pfund aus (ca. 2.400 Euro).









