(openPR) Intensivmedizin: Das Rechtsherzversagen stellt perioperativ ein häufiges und lebensbedrohliches Risiko dar. Häufigste Ursache ist eine Erhöhung der Nachlast aufgrund einer pulmonalen Hypertonie. Professor Dr. Alexander Zarbock und Kollegen (RWTH Aachen) liefern im aktuellen Jahrbuch Intensivmedizin einen aktuellen, detaillierte Überblick über Diagnose, Prävention und Therapie.
Typische Ursachen für das perioperative Auftreten eines Rechtsherzversagens umfassen mechanische oder metabolische Faktoren, die mit einer erhöhten rechtsventrikulären Nachlast assoziert sind. Hierzu gehören z.B. Volumenüberladung, Lungenembolie, Hypoxie, Sepsis, Beatmung und eine akute, rechtsventrikuläre Ischämie. In der perioperativen Situation kann es auch zu einer akuten Exazerbation einer chronischen Einschränkung der rechtsventrikulären Funktion kommen. Neben den typischen klinischen Symptomen wie Dyspnoe, Hypotonie, Schmerzen im rechten oberen Quadranten und auffälliger Halsvenenfüllung sollten auf der Grundlage auffälliger EKG-Befunde und radiologischer Hinweise weitere Untersuchungen erfolgen, empfehlen die Autoren.
"Aufgrund des nichtinvasiven Charakters und der guten Verfügbarkeit hat sich die Echokardiographie als das wichtigste Werkzeug bei der Diagnose des Rechtshezversagens etabliert. Mit ihrer Hilfe ist eine genaue Beurteilung der rechtsventrikulären Funktion sowie der Drücke im kleinen und großen Kreislauf möglich ..."
Die Autoren schildern die Anatomie, Physiologie, Ätiologie, die präoperative Einschätzung, die anaesthesiologische Evaluation und Prämedikation, das perioperative Management, die Bedeutung von Vorlast und Nachlast, den Einsatz von Vasopressoren und Inotropika. Eine kunstgerechte Diagnostik und Therapie des perioperativen Rechtsherzversagens kann die Morbiditäts- und Letalitätsrisiken deutlich senken.
>> A. Zarbock, Ch. Schmidt, J. Rossaint: Das perioperative Rechtsherzversagen. In W. Kuckelt, P. H. Tonner (Hrsg.)
Jahrbuch Intensivmedizin 2014. Pabst, 348 Seiten, ISBN 978-3-89967-894-9












