(openPR) Jahrbuch Intensivmedizin: 40% der Deutschen im Alter über 50 Jahren leiden unter einem metabolischen Syndrom, d.h. einer Kombination aus arteriellem Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes und Hyperlipidämie. Bei dieser Problematik wird auch eine relativ einfache Operation besonders aufwändig und riskant. Ein ausgefeiltes Trainigsprogramm vor dem Eingriff kann die Kondition des Patienten erhöhen, die OP-Risiken senken und die anschließende Intensivbehandlung verkürzen, berichtet Privatdozent Dr. Peter Schier (Universitätsklinik Köln) in seinem Beitrag zum Jahrbuch Intensivmedizin 2018.
Im Detail soll eine "Praehabilitation" den Patienten für seine Behandlung konditionieren. "So führt beispielsweise ein Ausdauertraining schon nach wenigen Tagen zu einer vermehrten Freisetzung von Mediatoren, die die Wundheilung stimulieren. Durch ein gezieltes sportliches Training kann die antiinflammatorische Kapazität des Körpers gesteigert werden und somit dem perioperativen Entzündungsstress entgegengewirkt werden. Letztlich steigert ein körperliches Training die Ausdauerleistungsfähigkeit, was dazu führt, dass Patienten nach überstandener Operation früher wieder fit für den Alltag sind."
Damit spart die Prähabilitation Betreuungsaufwand im Krankenhaus - ein klassisches Beispiel dafür, dass Qualitätssteigerung gleichzeitig Kostensenkung bedeuten kann.
>>Werner Kuckelt, Bernd W. Boettiger (Hrsg.) Jahrbuch Intensivmedizin 2018. Pabst, 312 Seiten. Hardcover ISBN 978-3-95853-374-5. eBook ISBN 978-3-95853-375-2.











