openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Intensivmedizin: Kokain wird durch Verschnitt gefährlicher und unkalkulierbarer

21.07.201418:24 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Intensivmedizin: Kokain wird durch Verschnitt gefährlicher und unkalkulierbarer
Enno Freye: Kokain, Ecstasy, Amphetamine und verwandte Designerdrogen
Enno Freye: Kokain, Ecstasy, Amphetamine und verwandte Designerdrogen

(openPR) Notfall in der Intensivmedizin: "Das Bild einer akuten Intoxikation mit Kokain kann dem Bild einer Hyperthyreose recht ähnlich sein und zur Verwechslung Anlass geben," warnt Professor Dr. Enno Freye in seinem aktuellen Handbuch "Kokain, Ecstasy, Amphetamine und verwandte Drogen". Bei der Vergiftung mit Kokain wie bei der Hyperthyreose "führt die starke Sympathikusaktivierung zu einem Glanzauge mit Pupillenerweiterung, einer deutlichen Tachykardie, einer Rötung des Gesichtes, einer Hyperhydrosis, einer Hyperventilation sowie einem feinschlägigen Tremor der Hände."

"Die letale Dosis von Kokain variiert stark, beträgt allerdings im Mittel bei einer 70 Kg schweren Person - wenn keine Gewöhnung vorliegt - bei oraler Aufnahme ein bis zwei Gramm. Bei intravenöser oder subkutaner Anwendung sowie bei der Inhalation beträgt die Dosis, bei der schwere Nebenwirkungen zu erwarten sind, 200 bis 300 mg/70 Kg; bei einer Gewöhnung steigt diese Dosis auf 750 bis 800 an. Die individuelle Reaktion ist jedoch sehr unterschiedlich. Die Toxizität nimmt insbesondere dann zu, wenn Pharmaka, die das kardiovskuläre System beeinflussen, dem Kokain zusätzlich als Verschnitt zugegeben worden sind. Besonders dann, wenn bei einem Mangel an metabolisierenden Esterasen in der Leber eine relative Überempfindlichkeit vorliegt, können schon Dosen von intravenös 20 mg für einen Menschen tödlich sein."

"Kokain wird bei oraler Aufnahme im Magen rasch hydrolisiert und ist deshalb bei oraler Aufnahme auf mg-Basis weniger toxisch als bei einer Resorption über die Schleimhäute, über die Lungen oder über den intravenösen Weg. Fatale Nebenwirkungen können schon durch geringe Dosen von 25 mg geschnupften Kokain auftreten ..." Zusätzlich kompliziert werden Risiken, Diagnostik und Therapie dadurch, dass das Kokain meist durch verschiedenste, teils neuartige Substanzen angereichert und u.U. in seiner Wirkung verstärkt wurde.

Professor Dr. Enno Freye liefert zum Thema das aktuelle Wissen für die Diagnostik und Therapie von Vergiftungen mit alten und neuen Drogen. Auf die Intensivmedizin kommen immer komplexere Vergiftungen zu.

>> Enno Freye: Kokain, Ecstasy, Amphetamine und verwandte Designerdrogen. Pharmakologie, Wirkmechanismen und Vorgehen bei Intoxikationen. Pabst 2014, 188 Seiten, ISBN 978-3-89967-843-7

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 806903
 181

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Intensivmedizin: Kokain wird durch Verschnitt gefährlicher und unkalkulierbarer“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Pabst Science Publishers

Bild: Praxis der Peritonealdialyse: Viele Vorteile werden bisher unterschätztBild: Praxis der Peritonealdialyse: Viele Vorteile werden bisher unterschätzt
Praxis der Peritonealdialyse: Viele Vorteile werden bisher unterschätzt
Die Handhabung und Ergebnisse der Peritonealdialyse haben sich während der letzten Jahrzehnte wesentlich verbessert. Das Verfahren kann in der primären, differenzierten Indikationsstellung - je nach individueller Situation des Patienten - der Hämodialyse überlegen oder gleichwertig sein. Dies wird bisher in der Fachwelt häufig übersehen. Die Autoren der European Best Practice Guidelines favorisieren, die Indikation für die Peritonealdialyse großzügiger zu stellen als bisher. Proff. Wolfgang Pommer, Andreas Vychytil und 41 nephrologische Kolle…
Bild: Politische Psychologie: Bundestagsabgeordnete nehmen Ungerechtigkeit anders wahr als ihre WählerBild: Politische Psychologie: Bundestagsabgeordnete nehmen Ungerechtigkeit anders wahr als ihre Wähler
Politische Psychologie: Bundestagsabgeordnete nehmen Ungerechtigkeit anders wahr als ihre Wähler
Bundestagsabgeordnete orientieren sich in Fragen der Verteilungsgerechtigkeit tendenziell eher am Bedürftigkeitsprinzip, während WählerInnen mehrheitlich das Leistungs- bzw. Gleichheitsprinzip vorziehen. Die Fachzeitschrift "Politische Psychologie" publiziert die empirische Studie "Gerechtigkeitsüberzeugungen von Bundestagsabgeordneten" in der aktuellen Ausgabe mit überraschenden Befunden. Die Psychologen Dres. David Reinhaus, Holger Jelich und Volker Tschuschke (Universität Köln) diagnostizieren bei den Parlamentariern eine "hohe Ungerechtig…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Intensivmedizin: Herztod nach Kokain-KonsumBild: Intensivmedizin: Herztod nach Kokain-Konsum
Intensivmedizin: Herztod nach Kokain-Konsum
Intensivmedizin: Kokain setzt massenhaft Adrenalin und Noradrenalin frei und kann über eine Vasokonstriktion am Herzmuskel einen Myokardinfarkt, Thrombusbildungen, eine Myokarditis bzw. Kardiomyopathie auslösen, warnt Professor Dr. Enno Freye. Das potentiell tödliche Risiko wird auch in der Intensivmedizin häufig unterschätzt. Systematisch beschreibt …
Bild: Vergiftung mit Kokain: Fehldiagnosen sind häufigBild: Vergiftung mit Kokain: Fehldiagnosen sind häufig
Vergiftung mit Kokain: Fehldiagnosen sind häufig
Kokain ist preisgünstiger geworden. Es wird immer häufiger in immer höheren Dosierungen konsumiert. Intoxikationen mit Kokain stellen die Intensivmedizin vor zunehmende Herausforderungen: Nicht nur Konsumenten, sondern auch Bodypacker (Kuriere) unterliegen hohen Risiken, warnt Professor Dr. Enno Freye in seiner aktuellen Monografie "Kokain, Ecstasy, …
Bild: Intensiv- und Notfallmedizin: Fallstricke bei der Diagnostik von Drogen vermeidenBild: Intensiv- und Notfallmedizin: Fallstricke bei der Diagnostik von Drogen vermeiden
Intensiv- und Notfallmedizin: Fallstricke bei der Diagnostik von Drogen vermeiden
… periphere Effekte offenbart. Routinemäßige Immunassay-Untersuchungen oder gaschromatographische sowie massenspektrometrische Untersuchungen differenzieren nicht zwischen d- und l-Methamphetamin/Amphetamin," warnt der Intensivmediziner Professor Dr. Enno Freye. Er beschreibt den aktuellen Wissensstand in seinem neuen Handbuch "Kokain, Ecstasy, Amphetamine …
Kokain ist für den Führerschein eine tickende Zeitbombe
Kokain ist für den Führerschein eine tickende Zeitbombe
Kokain birgt für Führerscheininhaber ein besonderes Risiko: Da Kokainkonsum über lange Zeit nachweisbar ist, kann die Fahrerlaubnisbehörde Zweifel an der allgemeinen Fahreignung des Betroffenen geltend machen. Und dann ist die Fahrerlaubnis schnell weg. „Die wenigsten Kokain-Konsumenten wissen, dass hier zwischen der akuten Konsum-Situation nach dem …
Bild: Ein Promill der Bevölkerung konsumiert genussvoll und kontrolliert harte DrogenBild: Ein Promill der Bevölkerung konsumiert genussvoll und kontrolliert harte Drogen
Ein Promill der Bevölkerung konsumiert genussvoll und kontrolliert harte Drogen
Kontinuierlicher Drogenkonsum muss nicht zwingend zur Verelendung führen. Sozialverträglicher, kontrollierter Gebrauch von Heroin und Kokain ist selten, aber möglich. Etwa ein Promill der Bevölkerung konsumiert langfristig illegale Drogen, ohne abhängig zu sein, schätzen Professor Dr. Gerhard M. Schippers und Dr. Edith Cramer. In ihrem Beitrag zum Handbuch …
Bild: Die Droge ZuckerBild: Die Droge Zucker
Die Droge Zucker
… Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Spätestens hier sollte man hellhörig werden: Diese Phänomene sind von einer anderen Substanz bekannt. Zucker aktiviert die gleichen Hirnregionen wie Kokain. Das ist das Ergebnis der Studien von Neurowissenschaftler Eric Stice vom Oregon Research Institute. Beim Konsum von Kokain werden ebenfalls Dopamin und Serotonin …
Bild: Kokain ist trotz Angebotsschwemme OUTBild: Kokain ist trotz Angebotsschwemme OUT
Kokain ist trotz Angebotsschwemme OUT
Die häufig - auch amtlich - behauptete "Kokainschwemme" findet nicht statt. "Kokain scheint insbesondere unter jungen Leuten so unpopulär wie schon seit langem nicht. Dies ist auch vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass im deutschen Rap - der einflusssreichsten Jugendkultur der letzten Jahre - in gefühlt jedem zweiten Video ein (vermeintlicher) Haufen …
"Kokain und der Straßenverkehr: Warum die MPU Ihre Chance für einen Neuanfang ist"
"Kokain und der Straßenverkehr: Warum die MPU Ihre Chance für einen Neuanfang ist"
Kokain im Straßenverkehr gefährdet Leben und führt zur Fahrerlaubnisentziehung. Die MPU bietet eine zweite Chance, Verantwortung zu übernehmen, Fehler einzugestehen und einen neuen Weg zu finden. Kokain und der Straßenverkehr: Die gefährliche Illusion der Kontrolle - Die MPU als Chance für einen Neuanfang Kokain - eine Droge, die in den Straßen der …
Bild: Harald Glööckler: „Angeblicher Kokain-Skandal ist ein Medien-Skandal“Bild: Harald Glööckler: „Angeblicher Kokain-Skandal ist ein Medien-Skandal“
Harald Glööckler: „Angeblicher Kokain-Skandal ist ein Medien-Skandal“
Die unvorstellbaren, von der BILD-Zeitung am 01. Juli kolportierten Kokainvorwürfe, erweisen sich als völlig haltlos. Mangels Tatverdacht hat die Berliner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Stardesigner Harald Glööckler jetzt eingestellt. Die aufgrund einer substanzlosen Anzeige eines ANONYMEN Denunzianten eingeleiteten strafrechtlichen Ermittlungen …
Kokain ist eine Zeitbombe für den Führerschein
Kokain ist eine Zeitbombe für den Führerschein
(Düsseldorf/Frankfurt, 18. November 2009) Um Ausreden sind Verkehrssünder selten verlegen. Wie ein Barkeeper aus Berlin: Seinen positiven Kokainwert bei einem Drogentest schrieb er seinem Beruf zu. In der Diskothek, in der er arbeite, komme er zwangsläufig mit Kokain in Berührung, an der Theke, an den Gläsern. Er habe das im Blut nachgewiesene Kokain …
Sie lesen gerade: Intensivmedizin: Kokain wird durch Verschnitt gefährlicher und unkalkulierbarer