(openPR) Das Bündnis Tierfabriken-Widerstand ruft die lokale Bevölkerung dazu auf, Protest und Widerstand zu organisieren.
Buckautal, 14. Mai 2014. Der Agrarhof Steinberg plant den Bau einer Legehennenanlage für 100.000 Tiere in Buckautal im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Das Genehmigungsverfahren läuft bereits; das Vorhaben scheint aber bei der lokalen Bevölkerung noch kaum bekannt zu sein. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, gegen diese Megaanlage vorzugehen. Solche riesigen Anlagen haben für die Tiere, die Menschen in der Umgebung und die Umwelt verheerende Auswirkungen. Durch entschlossenen Widerstand von AnwohnerInnen sind in den letzten Jahren schon einige neu geplante Tieranlagen verhindert worden. Jetzt gilt es, auch dieses Projekt zu stoppen“, so Sandra Franz von Tierfabriken-Widerstand.
Hühner können in der Massenhaltung keine stabile Sozialstruktur aufbauen und picken sich daher gegenseitig bis hin zum Kannibalismus. BetreiberInnen versuchen die Folgen durch das Amputieren der empfindlichen Schnäbel zu mildern. Aufgrund der einseitigen Züchtung neigen die Hühner zu verschiedenen Leiden und Krankheiten. Nach ca. 50 Wochen Akkord-Eierlegen werden sie zum Schlachthof abtransportiert. „Die Gewalt, die Tieren im Rahmen der Nutzung als ‚Legehennen‘ angetan wird, ist immens und nicht zu rechtfertigen,“ so Franz weiter.
Die Verunreinigung von Grundwasser, Oberflächengewässern und des Bodens durch Tierfabriken sind ein seit langem bekanntes Problem. Der von Tieranlagen ausgehende Gestank ist nicht nur unangenehm, sondern hat auch nachweislich langfristige psychosomatische Auswirkungen, die sich in Angstzuständen, Depressionen und in stressbedingter Immunsuppression manifestieren. Es lassen sich gehäuft Atemwegserkrankungen und Asthma bei Menschen feststellen, die in Nachbarschaft zu Tierfabriken leben. Multiresistente Keime gelangen über die Lüftungsanlagen der Ställe in die Umgebung und stellen eine Gesundheitsgefahr dar.









