(openPR) Eine Ausstellung mit dem Museum in Gleiwitz/Gliwice
18. Mai bis 14. September 2014
Eröffnung: 18. Mai 2014, 15 Uhr
Das Dorf Schönwald/Bojków, heute ein Stadtteil von Gleiwitz, war vor 1945 vor allem durch seine Stickkunst bekannt. Die Schönwälder Stickkunst ist eng verbunden mit den Schönwälder Trachten. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ging man dazu über, die Frauentrachten mit farbigen Stickereien zu verzieren. Dabei handelt es sich um Farbstickerei, die mit Seidenfäden auf schwarzem Stoff aufgebracht wurde. Die so verzierten Trachten heben sich deutlich von anderen Trachten in Schlesien ab. In Schönwald wurden Anfang des 20. Jahrhunderts nicht nur Kopftücher und Bänder, sondern auch Blusen, Kragen, Kinderkleidchen und Kinderhäubchen kunstvoll und von Hand bestickt. Darüber hinaus zierten Blumen- und Rankenmotive, Getreideähren, Käfer und Schmetterlinge auch Gürtel, Beutel, Täschchen, Bucheinbände, Kissen, Decken und Wandbehänge. Diese Kunst wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Eine unabsichtliche Professionalisierung begann mit der Einrichtung einer Stickstube. Sie war bei ihrer Gründung im Jahr 1920 zur Bewahrung des Stickereiwissens gedacht. Aufgrund des enormen Erfolges über die Grenzen des Landes hinaus waren dort in den 1930er Jahren bereits über 100 Stickerinnen beschäftigt. Bis 1930 fertigten die Schönwälder Stickerinnen 17.000 Stickereien in einem Gesamtwert von 260.000 Mark. Somit verwandelte sich die Stickerei von einer ursprünglichen Nebeneinkunft zu einem begehrten Verkaufsobjekt und einer wichtigen Einnahmequelle.
Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Museum in Gleiwitz entstanden. Seltene Objekte dieser besonderen Gattung der Schönwälder Stickereien sind dafür zusammengetragen worden. Weitere Leihgaben stammen aus dem Haus Schlesien in Königswinter-Heisterbacherrott.
Begleitangebot
Sticken ist cool – Mittwoch, 16. Juli 2014, 15 Uhr (und auf Anfrage z.B. auch als Kindergeburtstag)
Für Jungen und Mädchen ab dem Grundschulalter
Kosten: 9 EUR (inkl. Materialien)
Anmeldung unter: 0 21 02 /96 50 oder per E-Mail an: 
Oberschlesisches Landesmuseum
Dr. Susanne Peters-Schildgen
Bahnhofstr. 62
40883 Ratingen
Tel: 0 21 02 / 96 50, Fax: 965 400
e-Mail:

/ Internet:
www.oslm.de
Über das Unternehmen
Oberschlesien fasziniert durch seine Kunstdenkmäler, seine wechselhafte Geschichte und Gegensätze: altes Bauernland und frühes Industrierevier, kirchlich geprägt und mehrsprachig, mal Brücke, mal Zankapfel zwischen Polen, Deutschen und Tschechen, zwischen Habsburg und Preußen. An die tausend Kilometer von seiner Bezugsregion an der Oder entfernt, entstand 1983 in Ratingen (Hösel) das Oberschlesische Landesmuseum als Einrichtung der 1970 gegründeten Stiftung Haus Oberschlesien.
Im oberen Stockwerk des 1998 bezogenen Neubaus zeigt die Dauerausstellung mit drei Themenschwerpunkten Oberschlesien vom Mittelalter bis zum Beginn der Industrialisierung im 18. Jahrhundert, Oberschlesien als bedeutendes Industrierevier sowie Oberschlesien und seine Menschen in der europäischen Politik des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind kostbares Silber, Fayencen, Textilien, historische Karten und Dokumente, Orts- und Industrieansichten, Stadtmodelle Eisenkunstguss-Erzeugnisse, Vereinsfahnen, persönliche Lebenszeugnisse und vieles mehr. Neue Wege zur Erforschung und Darstellung von Geschichte, Kunst und Kultur dieser Region haben sich nach der politischen Wende von 1989/90 geöffnet. Vielfältige Möglichkeiten zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Museen und kulturellen Einrichtungen im heutigen Oberschlesien haben sich seither ergeben. Laufend finden gemeinsame Ausstellungsvorhaben an wechselnden Orten statt. Die thematische Bandbreite umfasst Kunst und Kulturgeschichte, Aspekte der Industriekultur, des Kulturgutschutzes ebenso wie Geologie und Naturkunde. Als kulturelle Mitte des Stadtteils Hösel bietet das Oberschlesische Landesmuseum außerdem Veranstaltungen an, die auf Ratingen und seine nähere Umgebung bezogen sind. Führungen, Vorträge und museumspädagogische Angebote ergänzen das Programm. Dem Fachbesucher stehen nach Anmeldung eine reichhaltige Bibliothek sowie diverse Informationsangebote zur Verfügung.
Kostenlose Online PR für alle
Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen
Jetzt gratis startenPressebericht „Schönwald – ein stickendes Dorf aus der Vergangenheit“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.