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Jahrbuch Sucht 2014: Alkohol und Tabak - der garantiert tödliche Mix

22.04.201416:33 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Jahrbuch Sucht 2014: Alkohol und Tabak - der garantiert tödliche Mix
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen: Jahrbuch Sucht 2014
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen: Jahrbuch Sucht 2014

(openPR) Wer seiner Gesundheit schaden will, ist mit legalen Suchtmitteln gut bedient: Alle 7 Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch durch Alkoholkonsum allein oder durch den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak. Das sind 74.000 Menschen pro Jahr - diese füllen problemlos die Plätze des Berliner Olympiastadions. An den Folgen des Rauchens allein sterben jedes Jahr zwischen 100.000 und 120.000 Menschen - eine mittelgroße Stadt wie Jena, Koblenz oder Ulm löst sich damit sprichwörtlich in Rauch auf.



Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Organschädigungen: Vom Scheitel bis zur Sohle gefährden Alkohol und Tabak Leib und Leben. Alkoholkonsum hängt mit mehr als 200 Erkrankungen sowie 80 Arten von Unfällen und Verletzungen zusammen. Pro Jahr ist er in Europa ursächlich für den Verlust von mehr als 10 Millionen Lebensjahren. Tabak ist nach wie vor die Ursache Nr. 1 für vorzeitiges Sterben, Alkohol auf Platz 3 steht dem kaum nach - und auch Bluthochdruck (Platz 2) ist eng verbunden mit dem Konsum der beiden legalen Drogen. Die häufige Kombination von Alkohol und Tabak befeuert die gesundheitsschädigende Wirkung. Alkoholkonsum macht Appetit auf Tabakrauchen und Tabakrauchen Appetit auf Alkohol. Ein garantiert riskanter Genuss!

Doch die Risiken werden gekonnt ausgeblendet: 2013 trank jeder Deutsche 9,5 Liter Reinalkohol, nur geringfügig weniger als 2012. Enthalten war diese Menge in durchschnittlich 105,5 Liter Bier, 20,4 Liter Wein und 5,4 Liter Spirituosen. Deutschland liegt beim Alkoholkonsum unter den Top 5 von 34 OECD-Staaten: Nur in Luxemburg, Frankreich, Österreich und Estland wird mehr getrunken.

Alkohol ist und bleibt ein Defizitgeschäft für die Einzelnen wie für die Gesellschaft: Die direkten Kosten für das Gesundheitswesen, für Sachschäden in Betrieben, Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum und Verkehrsunfälle lagen 2011 bei 10 Mrd. Euro - dem stehen nur 3,3 Mrd. Euro staatlicher Einnahmen aus Alkoholsteuern im Jahr 2012 gegenüber.

Die Daten zum Tabakkonsum geben verhaltenen Grund zur Hoffnung: Der Anteil der Raucher und Raucherinnen ist seit einigen Jahren rückläufig, aber noch immer rauchen 34% der 18- bis 64-jährigen Männer und 26,2% der 18- bis 64-jährigen Frauen. 42% der Männer und 26% der Frauen sind mindestens einmal pro Woche Passivrauch ausgesetzt.

Risikofreie Konsummengen gibt es weder für Alkohol noch für Tabak. Es gilt die einfache Regel: Je mehr konsumiert wird, desto höher steigt das individuelle Risiko, zu erkranken oder vorzeitig zu sterben.

Das muss nicht sein! Es gibt effektive und kostengünstige Präventionsmaßnahmen, die Gesundheit und Leben hunderttausender Menschen schützen können. Deren Umsetzung lässt allerdings weiterhin auf sich warten, wie die traurige Platzierung Deutschlands in der aktuellen Tabak-Kontroll-Skala zeigt: Platz 33 unter 34 Ländern (OECD 2014).

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen fordert seit langem eine umfassende Präventionsstrategie ähnlich der Internationalen Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle – übrigens ein Dokument, das Deutschland unterzeichnet hat und dessen vollständige Umsetzung noch immer auf sich warten lässt. Wesentliche Bestandteile einer wirkungsvollen Prävention sind:
•Preisanhebung durch Steuererhöhungen
•Zeitliche Begrenzung des Verkaufs
•Effektive gesetzliche Regulierungen der Werbung
•Zufallskontrollen der Promille im Straßenverkehr
•Maßnahmen zur Früherkennung und Frühinterventionen in der Gesundheitsversorgung

http://www.dhs.de

>> Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen: Jahrbuch Sucht 2014
Pabst, 324 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-89967-916-8
http://www.psychologie-aktuell.com/shop

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