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Asylbewerberzahlen auf geringstem Stand seit Juni 1987

29.04.200401:10 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) 6. Juni 2003 - Im Mai 2003 haben in Deutschland 3.758 Personen Asyl beantragt. Die Zahl der Asylbewerber ist damit gegenüber dem Vormonat nochmals um 254 Personen (- 6,3 Prozent) gesunken. Dies ist gleichzeitig der geringste monatliche Zugang seit Juni 1987.



Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte sich die Anzahl der Asylbewerber um 1.588 Personen (- 29,7 Prozent). Die Zahl der Asylanträge im gesamten laufenden Jahr sank im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 7.804 (- 25,5 Prozent).

Deutlich gesunken ist insbesondere der Zugang irakischer Asylbewerber. Stellten im Januar dieses Jahres noch 1.022 Iraker Asylanträge, so waren es im Mai nur noch 244.

 

Die Zahlen im Einzelnen:

I. Aktueller Monat
1. Beim Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge haben im Mai dieses Jahres 3.758 Personen (April: 4.012 Personen) Asyl beantragt.

2. Damit hat sich die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 254 (- 6,3 Prozent) verringert. Gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr (Mai 2002: 5.346) ist die Zahl der Asylbewerber im Mai 2003 um 1.588 (- 29,7 Prozent) gesunken.

Hauptherkunftsländer im Mai 2003 waren:




 

Zum Vergleich


 

März


April


Mai



1.


Türkei


521


526


456



2.


Serbien und Montenegro


388


391


358



3.


Irak


592


446


244



4.


Russische Föderation


186


188


234



5.


China


207


225


225



6.


Vietnam


202


143


200



7.


Indien


130


120


168



8.


Iran


135


151


160



9.


Afghanistan


120


127


121



10.


Nigeria


87


93


87

3. Im Mai 2003 wurden neben den 3.758 Erstanträgen 1.462 Folgeanträge beim Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge gestellt.

4. Im Mai 2003 hat das Bundesamt über die Anträge von 7.545 Personen (Vormonat: 7.688) entschieden.

Als Asylberechtigte anerkannt wurden 119 Personen (1,6 Prozent). Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 des Ausländergesetzes erhielten 159 Personen (2,1 Prozent). Abgelehnt wurden die Anträge von 5.256 Personen (69,7 Prozent). Auf sonstige Weise erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 2.011 Personen (26,6 Prozent).Bei 135 Personen hat das Bundesamt im Mai 2003 Abschiebungshindernisse im Sinne von § 53 des Ausländergesetzes festgestellt.

 

II. Laufendes Jahr
Für den Zeitraum Januar bis Mai 2003 ergeben sich folgende Zahlen:

1. In der Zeit von Januar bis Mai 2003 haben insgesamt 22.765 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (30.569 Personen) bedeutet dies einen Rückgang um 7.804 Personen (- 25,5 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis Mai 2003:





1.


Türkei


2.841


Personen



2.


Irak


2.803


Personen



3.


Serbien und Montenegro


2.057


Personen



4.


Russ. Föderation


1.205


Personen



5.


China


1.074


Personen



6.


Vietnam


902


Personen



7.


Iran


879


Personen



8.


Indien


732


Personen



9.


Afghanistan


702


Personen



10.


Algerien


530


Personen

2. Im Zeitraum von Januar bis Mai 2003 hat das Bundesamt 41.572 Entscheidungen getroffen. 808 Personen (1,9 Prozent) wurden als Asylberechtigte anerkannt. 1.001 Personen (2,4 Prozent) erhielten Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 des Ausländergesetzes. 29.006 Asylanträge (69,8 Prozent) wurden abgelehnt. 10.757 (25,9 Prozent) wurden durch formelle Verfahrensbeendigungen (z.B. Antragsrücknahmen) erledigt.

Bei 664Personen hat das Bundesamt in der Zeit von Januar bis Mai 2003 Abschiebungshindernisse im Sinne von § 53 des Ausländergesetzes festgestellt.

3. Die Zahl der Personen, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde, betrug Ende Mai 2003 30.682 (30.009 Erstanträge und 673 durchzuführende Folgeverfahren). Zudem liegen dem Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge 9.186 Asylfolgeanträge vor, bei denen noch nicht entschieden ist, ob ein Folgeverfahren durchgeführt wird.

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