(openPR) Öffentlicher Teil ab dem 31. März
Künstlerische Leiter: Igor Levit (Kammermusik), Matthias Pintscher (Komposition), Thomas Hampson (Lied)
Der Heidelberger Frühling nimmt im Reigen der internationalen Festivalakademien eine Sonderstellung ein, geht es hier doch nicht darum, dass arrivierte Künstler jungen Stipendiaten in Meisterkursen Tipps und Kniffe weitergeben. Ziel der Akademie ist es, zu einem echten, also neugierig-ergebnisoffenen Austausch anzuregen. Künstler und Zuhörer sollen ein tieferes Verständnis für oder von Musik erlangen, Musik neu erleben. Was dem Publikum gemeinhin verborgen bleibt, wird hier zum Thema gemacht: das Proben, Entdecken, Verwerfen und unmittelbare Erleben und Verstehen von Musik in einem vom Gedanken des „Werdens“ bestimmten Prozess. Die Festival Akademie in Heidelberg ist also Denkfabrik, Zentrum des Austausches, künstlerisches Labor und Experimentierfeld für Programm- und Formatgestaltung und differenzierte Wahrnehmung.
Am morgigen Dienstag, den 25. März, beginnen die Akademiebereiche Kammermusik und Komposition, die erstmals miteinander vernetzt stattfinden. Auf eine nicht-öffentliche Arbeitsphase folgt vom 30. März bis 5. April das umfangreiche öffentliche Programm. Eingeladen hat Igor Levit als Mentoren die Geiger Veronika Eberle, Ning Feng und Oliver Wille, den Cellisten Torleif Thedéen und den Pianisten Matan Porat. Sie werden gemeinsam mit dreizehn Stipendiaten und zwei Alumni der Akademie arbeiten.
Neben Werken von Schönberg, Schumann und vor allem Beethoven werden vier Auftragswerke erarbeitet, diskutiert und uraufgeführt, die von jungen Stipendiaten für das Festival verfasst wurden. Allen Komponisten gemein ist, dass sie sich dabei auf Ludwig van Beethoven beziehen und dies in der Reihe „Komponisten im Gespräch“ auch persönlich darlegen. Für die noch stärkere nationale und internationale Vernetzung der Akademie kooperiert der „Heidelberger Frühling“ ab diesem Jahr mit renommierten Partnern wie dem Curtis Institute in Philadelphia oder der Deutschen Stiftung Musikleben.
Thematischer Ausgangspunkt ist 2014 Ludwig van Beethoven. Freiheit, aber auch seine Ernsthaftigkeit und Kompromisslosigkeit prägen sein Werk. Welche Bedeutung hat diese Grundhaltung heute für Interpreten? Was bedeutet eine so klar formulierte Haltung, die noch in schriftlichen Zeugnissen nachzulesen ist, für die Interpretation seiner Werke? Diesen Fragen geht die Akademie an fünf Vormittagen in der Reihe »Aspekte der Interpretation« nach.
Auch in der Reihe »Komponisten im Dialog« am Nachmittag bildet Beethoven das Gravitationszentrum. Die Frage nach seiner Bedeutung für heutige junge Komponisten wurde den von Matthias Pintscher ausgewählten Kompositions-Stipendiaten als Aufgabe gestellt. Ihre ganz persönliche Antwort geben sie kuratierend und moderierend, zudem setzen sie ihr eigenes Schaffen mit einem Auftragswerk in Beziehung zu Beethoven. Gemeinsam mit den Instrumentalisten der Festival Akademie diskutieren sie ihr Werk und erläutern dem Publikum die zugrunde liegende Konzeption. Gleichzeitig stellen sie Werke des Repertoires vor, die für ihre eigene Entwicklung eine besondere Bedeutung haben und die während der Akademie erarbeitet und bei »Komponisten im Dialog« zur Aufführung kommen.
Die Uraufführungen der Auftragswerke erfolgen an vier Konzertabenden zwischen dem
1. und 4. April, eine zweite Aufführung aller Werke findet während des Finales der Festival Akademie am 5. April mit Vergabe eines Publikumspreises statt. Hier gibt es auch einen Gastauftritt von Jörg Widmann, der 2013 an der Konzeption der Akademie beteiligt war und nun mit dem Irish Chamber Orchestra als Solist in Mozarts Klarinettenkonzert zu hören sein wird. Ein umfangreiches Programm mit allen Teilnehmern der Akademie ergänzt das fünfstündige Akademie-Finale im Geiste der Beethoven‘schen Akademiekonzerte.
Beim Finale der Festival Akademie am 5. April vergibt der „Heidelberger Frühling“ zwei Auszeichnungen: Bereits zum dritten Mal wird ein mit 2 000 Euro dotierter Publikumspreis an einen der jungen Komponisten vergeben. Außerdem wird an diesem Abend der vom Gründungspartner HeidelbergCement gestiftete „Musikpreis des Heidelberger Frühling“ in Höhe von 10 000 Euro an die Musikjournalistin Eleonore Büning überreicht.
Die Lied Akademie unter der Künstlerischen Leitung von Thomas Hampson widmet sich, den Festivalschwerpunkt aufgreifend, dem Werk von Richard Strauss und seinen Zeitgenossen. Als Dozenten richten vom 3. bis zum 12. April der Bariton Thomas Quasthoff, die Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender und der Pianist Wolfram Rieger mit den Stipendiaten ihre Aufmerksamkeit auf die dem Kunstlied eigene wechselseitige Durchdringung von Lyrik und Musik. Vertieft wird dieser Ansatz durch Vorträge von Referenten aus den Musik- und Literaturwissenschaften, auch dies offen für die interessierte Öffentlichkeit.
Das Programm der Akademiebereiche Kammermusik und Komposition finden Sie hier http://heidelberger-fruehling.de/content/festival_akademie/kammermusik__komposition/kmf_programm/index_ger.html.
Hier finden Sie ein Video-Interview mit Igor Levit zur Akademie http://heidelberger-fruehling.de/content/festival_plus_startseite/festivalplusmediapage/index_ger.html?p=99&autoplay=1.
Weitere Informationen zur Lied Akademie finden Sie hier http://heidelberger-fruehling.de/content/festival_akademie/lied/index_ger.html.
Wenn Sie sich zur Festival Akademie bzw. der Preisverleihung am 5. April akkreditieren möchten, wenden Sie sich bitte an folgenden
Pressekontakt
Internationales Musikfestival Heidelberger Frühling
Karsten Füllhaase
Leitung Marketing & Kommunikation
Tel.: +49 – (0)6221 – 584 00 10
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