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Energiewende retten – Nie wieder Fukushima

07.03.201412:07 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Energiewende retten – Nie wieder Fukushima

(openPR) Drei Jahre Fukushima: Atom-Risiko ist nicht gebannt

Seit März 2011 dauert die Reaktorkatastrophe in Fukushima bereits an. Mit einer Mahnwache auf dem Platz an der Bushaltestelle neben dem Rathaus in Blankenheim wollen die Blankenheimer GRÜNEN am Montag, 10. März 2014 in der Zeit von 18.00 – 19.00 Uhr an die Katastrophe und deren Opfer erinnern. Gleichzeitig demonstrieren wir gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Bundesweit werden dann an rund 200 Orten Mahnwachen abgehalten.



„Bereits drei Jahre sind nach dem Super-GAU in Fukushima vergangen und noch immer ist die Katastrophe in vollem Gang. Bisher wurde die Kernschmelze nur notdürftig unterbrochen. Jederzeit können die noch immer heißen Reaktoren wieder außer Kontrolle geraten und weitere radioaktive Verstrahlung auslösen“, sagt Wilfried Gierden von den Blankenheimer GRÜNEN.

Die Heimat Hundertausender Menschen ist verstrahlt und über Generationen unbewohnbar. Während Japan noch über viele Jahre hinweg mit den Auswirkungen der Katastrophe konfrontiert sein wird, werden in Deutschland und Europa zahlreiche Kernkraftwerke weiterbetrieben. Viele davon sind in einem maroden Zustand und verfügen nicht über geeignete Sicherheitseinrichtungen. So wurde im Januar 2012 im rund 120 km Luftlinie entferten Kernkraftwerk Cattenom festgestellt, dass bei Block 2 und 3 Vorrichtungen zur Unterbrechung eines Ansaug-Vorgangs von Wasser aus dem Abklingbecken nie angebracht wurden. Bedingt durch eine Störung kann das zu einem Leeren des Abklingbeckens verbunden mit der Freisetzung von hoher Radioaktivität führen. Mit einer Entfernung von rund 100 km Luftlinie befindet sich das belgische Atomkraftwerk Tihange noch näher an Blankenheim. Dort wurden 2012 Risse im Reaktorbehälter entdeckt. Nachforschungen ergaben, dass einige bereits 1979 während des Baus entdeckt wurden. Die belgische Atomaufsichtbehörde FANC stellte in ihrem Untersuchungsbericht fest, dass die Risse „höchstwahrscheinlich“ schon bei der Herstellung der Druckbehälter entstanden und daher unbedenklich seien. Der derzeitige Leiter der Aufsichtsbehörde, Jan Bens, war ab 2004 Leiter der Atomanlage Doel – die ebenfalls nach dem Auffinden von Rissen wieder hochgefahren wurde. Bei derartigen Konstelationen stellt sich durchaus die Frage nach der Unabhängigkeit der FANC.

Die Gefahr eines Reaktorunfalls darf nicht verharmlost und unterschätzt werden. Wir fordern, das Atomrisiko endlich zu beenden, die Atomkraftwerke abzuschalten und die Energiewende voranzutreiben. Die oft geführte Argumentation der billigen Atomenergie führt in eine Sackgasse. Von Anfang bis Ende schafft die Atomkraft Probleme und das in der gesamten Produktionskette (Uranabau, Urananreicherung, Transport, Betrieb von Atomkraftwerken, Endlagerung). Was Atomenergie kostet, erleben die Menschen um Fukushima, Tschernobyl und Harrisburg auf bitterste Weise. Darüber hinaus werden noch viele Generationen für den „billigen“ subventionierten Atomstrom zahlen müssen.

Maria Sigel-Wings, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat der Gemeinde Blankenheim, sagt: „Gerade in diesem Zusammenhang, in dem die unübersehbaren Gefahren der Atomenergie und die unkalkulierbaren Kosten und Gefahren des radioaktiven Abfalls der Atomwirtschaft deutlich werden, mit dem noch hunderte Generationen kämpfen müssen, treten wir dem absurden Versuch entgegen, Windenergie oder den Netzausbau zu einer größeren Bedrohung zu stilisieren als die konventionelle Energieerzeugung“

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