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Pflegeexperte Schäfer: „Pflegende werden als Hilfssheriffs von Ärzten angesehen“

24.02.200612:28 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Pflegeexperte Schäfer: „Pflegende werden als Hilfssheriffs von Ärzten angesehen“
Prof. Erich Schäfer lehrt Pflegemanagement an der Fachhochschule Jena.
Prof. Erich Schäfer lehrt Pflegemanagement an der Fachhochschule Jena.

(openPR) Die Öffentlichkeit muss erfahren, was Pflege leistet

„Die Situation der Pflege ist viel prekärer als die der Ärzte“, sagt Prof. Erich Schäfer, der Pflegemanagement an der Fachhochschule Jena lehrt. Pflegende haben keine starke Lobby, die sich für ihre Interessen einsetzt.

Schäfer fordert: „es muss etwas geschehen, um bei Ärzten das Bewusstsein zu schaffen, dass es sich bei Pflege um eine eigenständige Profession handelt.“ Gleichzeitig müssen sich die Pflegenden ihres eigenen Wertes stärker bewusst werden. Dies könnte eine akademische Ausbildung bewirken. In den USA und Großbritannien gibt es seit über 100 Jahren Pflege-Studiengänge, in Deutschland entwickelt sich die Akademisierung von Pflege erst seit Ende der achtziger Jahre. Die Umstellung des deutschen Hochschulsystems auf Bachelor- und Masterstudiengänge könnte nach Ansicht von Schäfer neue Chancen für die akademische Pflegeausbildung bieten.

Eine Verbesserung der Ausbildung allein reicht nicht, um eines der größten Probleme des Pflegealltags zu lösen – die Bürokratie. Das ist das Ergebnis der Studie „24 Stunden Pflege“ zur Wirklichkeit des Pflegealltags, die Studierende im Studiengang Pflege/Pflegemanagement der FH Jena durchführten. Bei der Befragung von Pflegenden kam heraus, dass sie die Pflegedokumentation zwar für notwendig erachten, aber auch als große Belastung empfinden. Ein Drittel bis die Hälfte ihrer Arbeitszeit müssten die Pflegenden dafür aufwenden. Zeit, die sie lieber für den Patienten haben würden.

Ein anderer Aspekt der Studie ist der Umgang mit der psychischen Belastung im Pflegealltag. Schäfer sieht einen hohen Bedarf an Beratung und fordert, „Supervision als substantielles Merkmal der Beruftätigkeit“ anzuerkennen, das der Arbeitgeber organisiert und finanziert.

Die Studie „24 Stunden Pflege“ wurde vom Thüringer Sozialministerium unterstützt und veröffentlicht. Teil der Studie sind Fotos, die Momentaufnahmen des Pflegealltags zeigen.


Kontakt:
Prof. Dr. Erich Schäfer, Fachhochschule Jena
Email: E-Mail
Telefon: (03641) 20 58 00

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