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Fairtrade-Programme und Fairer Handel sind zweierlei

(openPR) Mit seinen neuen Programmen möchte TransFair den Absatz fair gehandelter Rohstoffe wie Kakao, Zucker und Baumwolle deutlich erhöhen. Unternehmen können einzelne Zutaten aus fairem Handel beziehen und mit einem Programm-Siegel auf Ihren Produkten darauf hinweisen. Langjährige Akteure der Fairhandelsbewegung befürchten allerdings, dass die Programme und die neuen Siegel für Verwirrung bei den Verbrauchern sorgen und das Vertrauen in das Fairtrade-Siegel Schaden nehmen könnte. Die ETHIQUABLE Deutschland eG nimmt als Anbieter ausnahmslos fair gehandelter und biologisch angebauter Produkte dazu Stellung:



„Wir sind wegen der neuen Fairtrade-Programme sehr besorgt“, sagt Klaus Kruse. Wenn eine Schokolade fair gehandelten Kakao enthalte, während die Herkunft des Zuckers oder der verarbeiteten Nüsse völlig irrelevant sei, könne von fairem Handel keine Rede sein, findet der Vorstand der ETHIQUABLE Deutschland eG. „Fairer Kakao mit Zucker aus Kinderarbeit – das geht nicht.“ Bei Bio-Produkten sei es schließlich auch völlig undenkbar, konventionelle Zutaten mit ökologischen erzeugten zu vermischen und dann ein leicht modifiziertes Bio-Siegel auf der Verpackung abzudrucken.

ETHIQUABLE-Vorstand Kruse sieht die Gefahr, dass die Fairtrade-Programme bei den Verbrauchern für große Verwirrung sorgen und letztlich zu einem generellen Vertrauensverlust für das Fairtrade-Siegel führen. Man könne den Ansatz des Kakao- und des Zucker-Programms nicht mit dem echten Fairen Handel vergleichen. „Für Großkonzerne ist es ein erster Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette – ein richtiger und wichtiger zwar, aber nicht mehr als ein Schritt“, sagt er.

Die Akteure des Fairen Handels hingegen setzen sich konsequent für einen gerechten Welthandel und eine Verbesserung der Lebenssituation in Produzentenländern ein. ETHIQUABLE arbeitet dazu ausschließlich mit Kleinbauernkooperativen zusammen und realisiert in Kooperation mit lokalen Nichtregierungsorganisationen Entwicklungsprojekte vor Ort. Auch die Erhöhung der Wertschöpfung in den Produzentenländern spielt im Konzept der Genossenschaft eine wichtige Rolle. So werden etwa die roten und blauen Chips aus alten peruanischen Kartoffelsorten direkt in den Anden hergestellt und fertig verpackt nach Europa verschifft. Das gleiche gilt für die Orange-Limette-Konfitüre aus Ecuador.

In beiden Fällen sind die Produkte biologisch angebaut und fair gehandelt, jedoch nicht mit dem Fairtrade-Siegel versehen. Die Zusammenarbeit mit Transfair spielt für ETHIQUBALE zwar eine wichtige Rolle. Doch die Mitarbeitergenossenschaft arbeitet darüber hinaus auch mit anderen Siegeln und Zertifizierern. So ist ETHIQUABLE beispielsweise in Deutschland der erste Anbieter fair gehandelter Bio-Produkte, der das SPP-Siegel des lateinamerikanischen und karibischen Kleinproduzentennetzwerks CLAC verwendet.

Andere Produkte tragen wiederum das Ecocert-Fairtrade-Siegel. Dadurch wird es möglich, auch Produkte zu zertifizieren, für die Transfair und Fairtrade International noch keine Kriterien festgelegt haben. Zudem können die Kleinbauernkooperativen Kosten sparen, da die Fair-Trade-Zertifizierung gemeinsam mit der Bio-Zertifizierung erfolgt.

„Wir freuen uns weiterhin auf die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Transfair“, sagt Klaus Kruse. „Aber mit Blick auf die Fairtrade-Programme hoffen wir doch sehr, dass der Verein die Idee des Programms intensiv kommuniziert und ganz klar von den Aktivitäten der eigentlichen Fairhandelsakteure abgrenzt. Das muss für die Verbraucher klar auf den Verpackungen zu erkennen sein.“

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