(openPR) München, 24. Februar 2014 – Die Preview von „Lauf Junge Lauf“, einem Film nach dem gleich-namigen Jugendbuch und Weltbestseller von Uri Orlev, steht im Zentrum der Auftaktveranstaltung zur diesjährigen SchulKinoWoche Bayern. Kunststaatssekretär Bernd Sibler, der die diesjährige SchulKinoWoche Bayern am 31. März in Mühldorf offiziell eröffnen wird, freut sich über dieses be-sondere Angebot: „Mit diesem wertvollen Auftaktfilm beweist die SchulKinoWoche einmal mehr, dass sie Erlebnis- und Lernort zugleich sein kann. Der historische Hintergrund des Films bietet viel-fältige Anknüpfungspunkte zur Auseinandersetzung mit der deutschen und europäischen Geschich-te.“
Vom 31. März bis zum 4. April wird für viele bayerische Schüler der Unterricht vom Klassenzimmer in den Kinosaal verlegt. Denn dann ist wieder Zeit für die SchulKinoWoche Bayern, die in diesem Jahr zum siebten Mal in Folge durchgeführt wird. Bis jetzt haben sich bereits über 103.000 Schüle-rinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte angemeldet.
Die Förderung der Medienkompetenz und Filmbildung stehen bei der Projektwoche im Mittelpunkt. Das pädagogisch und künstlerisch wertvolle Filmangebot ist vielfältig und reicht von Kinder- und Animationsfilmen bis zu Dokumentarfilmen, Literaturverfilmungen und Dramen. In diesem Jahr wird die SchulKinoWoche Bayern mit einer bewegenden Filmerzählung, die das Prädikat „beson-ders wertvoll“ trägt und bundesweit ab dem 17. April in den Kinos zu sehen sein wird, eröffnet. Die deutsch-französische Filmproduktion „Lauf Junge Lauf“ von Regisseur und Oscar-Preisträger Pepe Danquart adaptiert die wahre Geschichte des Yoram Fridman, der mit acht Jahren aus dem War-schauer Ghetto floh und als jüdisches Waisenkind den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust über-lebte. „Ich begreife es als eine große Auszeichnung und darüber hinaus als ein besonderes Kom-pliment, dass unser Film "Lauf Junge Lauf" die SchulKinoWoche in Bayern eröffnen darf. Der SchulKinoWoche Bayern wünsche ich einen begeisterten Eröffnungstag mit ausverkauften Kinosä-len voller neugieriger Kinder und Jugendlichen.“, so Pepe Danquart. Im Anschluss an den Eröff-nungsfilm wartet ein spannendes und exklusives Rahmenprogramm auf die teilnehmenden Schüle-rinnen und Schüler.
Fortbildungen machen Lehrkräfte fit für Filmbildung im Unterricht
Bereits in der letzten Woche starteten die Lehrerfortbildungen, die sich mit Filmbildung und -didaktik auseinander setzen und Lehrkräfte auf den gezielten Einsatz von Filmen im Unterricht vorbereiten. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 175 Lehrerinnen und Lehrer für die gefragten Veranstaltun-gen, die innerhalb kürzester Zeit ausgebucht waren, angemeldet.
Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Fortbildungen „Literaturverfilmungen in der Unterrichtspra-xis“ und das Grundlagenseminar „Möglichkeiten der Filmanalyse“. Beide Workshops behandeln klassische Themenschwerpunkte der Filmbildung und sind besonders begehrt bei Lehrkräften der Sekundarstufe I und II.
Ein Seminar mit einem ganz besonderen Fokus ist die Lehrerfortbildung rund um den Film der sau-di-arabischen Regisseurin Haifaa Al Mansour „Das Mädchen Wadjda“. Der Film erzählt auf poeti-sche, humorvolle und auch authentische Weise vom Aufbegehren des Mädchens Wadjda in einer von Männern streng regulierten Gesellschaft. Nach der Sichtung des Films werden zentrale Film-szenen mit Medienpädagogen analysiert. Themenfelder, die besonders für die Fächer Deutsch, Sozialkunde, Religion und Ethik der Sekundarstufe I relevant sind, werden gesondert vertieft.
KinoSeminare – Der Blick hinter die Kulissen
Einen wesentlichen Bestandteil der SchulKinoWoche bilden die KinoSeminare. Film- und Medien-pädagogen begleiten die Filmvorführungen und vertiefen im Anschluss an den Film Inhalt, Gestal-tung und Themenfelder. In einigen der insgesamt 63 Seminare sind außerdem Filmschaffende oder Fachexperten anwesend, die den Schülerinnen und Schüler Rede und Antwort stehen und einen Einblick in ihre Arbeit geben. Anschaulicher und eindringlicher kann der Zugang zu Inhalt und In-szenierung der Filme nicht gestaltet werden.
In diesem Jahr liegt ein thematischer Schwerpunkt auf dem Wissenschaftsjahr 2014 - Die digitale Gesellschaft. Fünf Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme haben die digitale Gesellschaft als eine Gesellschaft im Umbruch zum Inhalt. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und For-schung finden drei spannende KinoSeminare mit Fachexperten aus der Forschungsbörse statt. In Ansbach („Ralph reicht’s“, Fokus: Game Design), Kaufbeuren („Tron: Legacy“, Fokus: Game-Engineering) und Weiden („Hacker“, Fokus: IT-Sicherheit) können Schülerinnen und Schüler mit Wissenschaftlern aktuelle Forschungsarbeiten diskutieren, und gleichzeitig Informationen zu mo-dernen und attraktiven Berufsbildern im Bereich der digitalen Medien erhalten.
Zum Gedenkjahr des Ersten Weltkrieges werden in Amberg in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung die Filme „Mathilde - Eine große Liebe“ und „Im Westen nichts Neues“ ge-zeigt. Beide Filme werden im Hinblick auf den Ausbruch des Ersten Weltkrieges und dessen Folgen kritisch mit Medienpädagogen reflektiert.
Schon jetzt zeigt sich, dass die Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler „Das kleine Gespenst“ zum Publikumsliebling wird. Alleine 55 Kinos werden die neue Adaption um das kleine Gespenst, das so gerne einmal die Welt bei Tag sehen möchte, präsentieren. Hinzu kommen zehn KinoSeminare, die sich dem zu weiten Teilen in Bayern produzierten Kinderfilm widmen. Die Seminare reichen von Veranstaltungen, die von Filmpädagogen begleitet werden (Ansbach und Passau), über einen Schüler-Mentoren-Workshop (Gröbenzell) bis hin zu Seminaren mit span-nenden Gästen. Unter anderem haben sich Charakterdesignerin Sinje Gebauer (Oberstdorf), die die Figur des kleinen Gespenstes entwickelte, und der Schauspieler Aykut Kayacik (Aschaffen-burg, Augsburg, Eckental, Moosburg und München) für den Besuch einzelner Workshops an-gekündigt. Letzterer hat bereits in den vergangenen Jahren mit seiner engagierten Teilnahme an zahlreichen KinoSeminaren für Starglanz bei den SchulKinoWochen Bayern gesorgt.
Weitere KinoSeminar-Höhepunkte
Bei den KinoSeminaren in München und Starnberg zum deutschen Filmdrama „Staudamm“, der das heikle Thema ‚Amoklauf an Schulen‘ behandelt, wird Drehbuchautor Christian Lyra anwesend sein.
Der renommierte Filmpädagoge Jörg Litzenburger moderiert die KinoSeminare zu dem Film „Krie-gerin“. Der dramaturgisch durchdachte und thematisch aktuelle Film ist in Verbindung mit einem KinoSeminar in Erding oder München zu sehen.
Ein weiteres Highlight ist das Seminar zum mehrfach ausgezeichneten Film „Oh Boy“. Filmwissen-schaftler Dr. Andreas Rost moderiert das KinoSeminar in München, das ganz unter dem Fokus Filmpsychologie steht. Zu Gast wird Prof. Dr. Andreas Hamburger, Professor für Klinische Psycho-logie sein.
Zum letztjährigen Auftaktfilm „Tom und Hacke“ werden ebenfalls KinoSeminare angeboten. In Gröbenzell und Starnberg wird Drehbuchautor Rudolf Herfurtner als Gast erwartet. In Aichach wird Szenenbildnerin Didi Richter mit von der Partie sein, um über ihre Arbeit an dem erfolgreichen Kinderfilm zu referieren.
Die jungen Zuschauer in Landshut dürften den tierischen Stargast des Seminars zu „Lippels Traum“ mit ganz besonderer Spannung erwarten. Filmhund Silas wird sicherlich alle Kinderherzen erfreuen und gemeinsam mit seiner Filmtiertrainerin für große Begeisterung unter den jungen Kino-besuchern sorgen.
Eine Übersicht aller regional angebotenen KinoSeminare mit der Nennung des jeweiligen Films, der Kooperationspartner, Moderatoren und prominenten Gästen findet sich auf http://www.schulkinowoche-bayern.de/index.php?Seite=8337&.
Anmeldeschluss ist der 16.3.2014, bis dahin können Lehrkräfte ihre Schulklassen noch für Kino-veranstaltungen sowie angeschlossene KinoSeminare auf http://schulkinowoche-bayern.de/ regist-rieren.










