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Studie: Was macht Innovation erfolgreich?

21.02.200612:30 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Studie: Was macht Innovation erfolgreich?
Die sieben Erfolgsfaktoren des Innovationsmanagements
Die sieben Erfolgsfaktoren des Innovationsmanagements

(openPR) Empirische Studie zeigt Erfolgsfaktoren für das Innovationsmanagement - Unternehmen sehen Umsetzung selbst als mittelmäßig

Erfolgreiche Innovationen sind eine Frage des richtigen Innovationsmanagements. Sieben Erfolgsfaktoren für das Innovationsmanagement hat die Studie Excellence of Innovation in German Industries (EIGI) der Unternehmensberatung The Galileo Consulting Group nachgewiesen. In der Umsetzung dieser Erfolgsfaktoren liegen derzeit noch erhebliche Defizite: „Bei den meisten Faktoren stuft sich der Durchschnitt der Teilnehmer selbst eher als mittelmäßig ein,“ fasst Galileo-Geschäftsführer Thorsten Luber die Ergebnisse zusammen. Der wichtigste Erfolgsfaktor ist eine prägnante Definition der Innovationsstrategie: Besonders erfolgreiche Innovatoren verpflichten sich klar dem Ziel der Innovationsführerschaft und sind bereit, dafür auch Risiken einzugehen.


Im Rahmen der Studie befragten die Berater gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Suffolk University Boston und der European Business School (ebs) 116 deutsche Großunternehmen. Die Mehrzahl der Teilnehmer gehört zu den 500 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands, und von den 30 Unternehmen aus dem DAX-Index haben 14 teilgenommen.

Sieben Erfolgsfaktoren für das Innovationsmanagement
Aus einer Vielzahl untersuchter Einflussgrößen konnten in der Studie sieben Erfolgsfaktoren identifiziert werden, die mit signifikant höherem Innovationserfolg gemessen am Wettbewerb verbunden sind (siehe Abbildung). Nach der Prägnanz der Unternehmensstrategie folgt dabei an zweiter Stelle die Kompetenz im Management von Unternehmensnetzwerken. Hierzu zählt auch die Frage, ob ein Unternehmen bereits heute seine Kompetenzen eng mit denen seiner Partner verknüpft hat. Die detaillierte Planung von Innovationsprojekten ist ähnlich bedeutend wie eine innovationsfreundliche Unternehmenskultur. Weitere Erfolgsfaktoren sind der Austausch von Ideen und Erfahrungen mit anderen Unternehmen der gleichen Branche, eine konsequente Unterstützung des Innovationsprozesses durch das Top-Management, sowie der branchenexterne Austausch (mit anderen Unternehmen sowie mit der Wissenschaft).

Für Prozessinnovationen ist das Top-Management entscheidend
Die Studie unterscheidet drei Arten von Innovationen: Produkt-, Prozess- und Geschäftsmodellinnovationen. Letztere haben dabei den umfassendsten Einfluss auf das Unternehmen. Für jeden dieser Innovationsbereiche wurde der Erfolg in mehreren Fragen jeweils im Vergleich zu den Wettbewerbern erhoben und mit statistischen Methoden ausgewertet. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede der Erfolgsfaktoren zwischen den Innovationsbereichen. Während der Erfolg mit Produktinnovationen statistisch am stärksten mit einer prägnanten Innovationsstrategie zusammenhängt, spielt diese für Prozessinnovationen kaum eine Rolle. Dort erweist sich eher die Unterstützung des Top-Managements als entscheidender Erfolgsfaktor. Neue Geschäftsmodelle entstehen hingegen am ehesten im Austausch mit anderen Unternehmen der eigenen Branche.

Straffe Organisation fördert Produktinnovationen aber hemmt Prozessinnovationen
Was für einen Bereich von Innovationen ein Erfolgsfaktor ist, kann für einen anderen Bereich durchaus auch ein Hindernis sein. So ist eine strikte Organisationsstruktur mit einer starken Zentrale und formalisierten Entscheidungsprozessen für Produktinnovationen ein klarer Vorteil. Unternehmen mit einer solchen Organisation sind aber signifikant schlechter beim Entwickeln innovativer Prozesse.

Innovativste Branche ist der Handel
Die Branche, in der deutsche Unternehmen den insgesamt größten Innovationserfolg im Vergleich zu ihren Wettbewerbern erreichen, ist der Handel. Mit einigem Abstand folgen Dienstleistungs- und Immobilienfirmen, Medien- und Verlagsunternehmen sowie die Bankenbranche. Vom geringsten Innovationserfolg berichten Unternehmen der Konsumgüterbranche. Daneben finden sich auch andere klassische Großindustriebranchen wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektroindustrie auf den hinteren Plätzen. Insgesamt schätzen sich die führenden deutschen Unternehmen mit einem Index von 0,57 auf einer Skala von 0 bis 1 im Durchschnitt über alle Innovationsbereiche als geringfügig erfolgreicher ein als ihre (internationalen oder kleineren) Wettbewerber.

Bedeutung neuer Produkte wächst
Die wachsende Bedeutung von Innovationen zeigt sich vor allem am Beitrag von Produktinnovationen zum Umsatz. Im Durchschnitt erwirtschaften die Unternehmen fast ein Fünftel ihres Umsatzes mit Produktinnovationen der vergangenen drei Jahre. In einzelnen Branchen steigt dieser Anteil auf bis zu 28 Prozent. Gleichzeitig gibt jeder zweite Befragte an, dieser Umsatzanteil der Produktinnovationen sei derzeit steigend, während nur 5 Prozent von Rückgängen berichten.

Weitere Informationen zur EIGI-Studie sind erhältlich von The Galileo Consulting Group, Ingelheim, E-Mail.


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