(openPR) Das Streichquartettfest Heidelberg erlebt vom 23. bis 26. Januar 2014 seine mittlerweile zehnte Auflage. Galt es bei seiner Gründung noch als programmatischer Exot, dient es neuerdings großen und kleinen Veranstaltern vom Nordosten bis in den Süden der Republik als Inspiration für eigene Ableger, die dieser Gattung eine erfreuliche Renaissance bescheren. Beim viertägigen Festival mit insgesamt sieben Konzerten und vier Workshops bilden 2014 Werke aus der Zeit um 1900 den programmatischen Schwerpunkt, darunter Arnold Schönbergs spätromantisches Streichsextett „Verklärte Nacht“ von 1899, Werke von Anton Webern sowie Spätwerke von Johannes Brahms und Peter Tschaikowsky.
Abseits ausgetretener Konzertpfade schafft das Streichquartettfest einen Ort, an dem die Besucher in einer Atmosphäre der Entschleunigung nicht nur Konzerte hören. Herausragende Künstler geben detaillierte Einblicke in musikalische Hintergründe und ihre Arbeit. Interpretation wird hier ganz neu erfahrbar. Eingeladen sind fünf internationale Ensembles: In bedeutenden Konzertsälen und bei renommierten Festivals zu Gast, hat das französische Quatuor Diotima nun auch beim Streichquartettfest sein Debüt. Ebenso das Schumann Quartett aus Deutschland, ausgezeichnet mit dem ersten Preis beim angesehenen Streichquartett-Wettbewerb in Bordeaux 2013 sowie das finnische Ensemble Meta4 – die „BBC New Generation Artists 2008-10“. Außerdem erstmalig dabei sind der Ensemble-Preisträger der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das britische Heath Quartet, und das junge Quartet Berlin-Tokyo.
Workshops mit dem Hörfunkmoderator, Regisseur und Drehbuchautor Daniel Finkernagel und dem Geiger Oliver Wille geben Gelegenheit, vertiefende Eindrücke zu gewinnen und sich mit Fragen der Gestaltung und Interpretation auseinanderzusetzen. „Auftakt Haydn“ beschäftigt sich mit den Anfängen der Gattung, die für kommende Komponisten Maßstäbe setzen sollten. Diese werden jedoch bald wieder auf den Kopf gestellt, was der Workshop „Revolutionen in der Form“ an Anton Webern und Ludwig van Beethoven zeigt. Der Workshop zur „Verklärten Nacht“ nähert sich dem Werk im kreativen Austausch zwischen Ensemble und Moderator, wobei sowohl die musikwissenschaftliche Bedeutung als auch die musikpraktische Herangehensweise gezeigt werden. „Quartettdialoge“ schließlich verfolgt diesen praktischen Ansatz weiter und eröffnet unterschiedliche Perspektiven der musikalischen Interpretation, wenn zwei Quartette sich das zweite Streichquartett von Béla Bartók vornehmen.
Zwischen den Veranstaltungen ist die Festivalcafeteria beliebter Treffpunkt für Musiker und Besuchern, um sich intensiv über das Erlebte auszutauschen. Man spannt nicht aus, sondern wird eingespannt und verbringt Tage, die man gemeinsam mit Gleichgesinnten erlebt und die nachwirken.
Karten gibt es unter Telefon (06221) 584 00 44 und deutschlandweit an allen Vorverkaufskassen. Das komplette Programm findet sich unter: www.streichquartettfest.de
Steichquartettfest Heidelberg, 23.-26.01.2014
Festivalforum in der Alten Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Keplerstr. 87,
69121 Heidelberg
Veranstalter: Musikfestival „Heidelberger Frühling“
In Kooperation mit dem Konzertkontor Irene Schwalb.



