(openPR) Freitag, 13. Dezember 2013
Karl Ernst Osthaus-Saal | Museum Folkwang
Museumsplatz 1 | 45128 Essen
19.30 Uhr Einführung mit dem Komponisten und Dirigenten Christoph Maria Wagner
20.00 Uhr Konzert
// mit den Kölner Vokalsolisten
// Konzertende gegen 21.15 Uhr
E-MEX und die Kölner Vokalsolisten erkunden die Nacht und laden ein zu einer Reise durch dunkle Lockungen, tiefe Finsternis und den erlösenden Übergang zum Tageslicht. So vielfältig wie nächtliche Gefühle und Gedanken sind auch die Kompositionen in diesem Programm. Stimmungsvoll ist der Einstieg mit George Crumbs Nocturnes, die das Ungreifbare am Faszinosum Nacht präsent machen, so wie es in den ruhigsten Stunden des Tages erlebt werden kann. Dem steht mit workin’ day and working night die Uraufführung eines Ensemblestücks der aufstrebenden Komponistin Eiko Tsukamoto gegenüber, das eine Vorstellung von Nacht als einer Zeit zugrunde legt, über die in gleicher Weise wie über den Tag verfügt wird – mit der Folge einer ganz eigenen Art von Kontinuität.
Wer die Nacht als Zeit der düsteren Vorahnung versteht, wird die Empfänglichkeit für Kommendes bei Claude Vivier bestätigt sehen. Im unvollendet gebliebenen Stück Glaubst Du an die Unsterblichkeit der Seele? scheint der Komponist erschreckend präzise seine baldige Ermordung und sogar deren nähere Umstände vorausgeahnt zu haben.
Von Christoph Maria Wagner erklingt mit Radiodrome die Uraufführung einer Kammerversion der 5. Szene aus seiner Oper Night of the Living Dead. Eindrucksvoll stellt der Komponist mit einem Surround-Vokalensemble sowohl eine existenzielle Bedrohungssituation als auch das wachsende Gefühl der Unausweichlichkeit dar. Der Abend bietet hierzu aber gleich die Erlösung und lässt die Zuhörer mit Sunrise von Charles Ives hoffnungsvoll ins Morgenlicht sehen.
Programm:
George Crumb (*1929)
Four Nocturnes (1963) (Night music II)
für Violine und Klavier
Eiko Tsukamoto (*1986)
workin’ day and working night (2013)
für Klarinette, Tompete, Posaune, Synthesizer und zwei Schlagzeuger (UA)
Claude Vivier (1948–1983)
Glaubst Du an die Unsterblichkeit der Seele? (1983)
für Chor, 3 Synthesizer und 2 Schlagzeuger
Max Reger (1873–1916)
Nachtlied op. 138 Nr. 3 (1914)
Christoph Maria Wagner (*1966)
Radiodrome (2010/2013)
Szene 5 aus Night of the Living Dead für Surround-Vokalensemble, Tonband und Instrumentalensemble (UA der Kammerversion)
Charles Ives (1874–1954)
Sunrise (1926)
für Bariton, Violine und Klavier
Irene Kurka, Sopran
Fabian Strotmann, Tenor
Fabian Hemmelmann, Bariton
Kölner Vokalsolisten
E-MEX
Evelin Degen, Flöte – Joachim Striepens, Klarinette – Andreas Roth, Posaune – Paul Hübner, Trompete – Kalina Kolarova, Violine – Konrad von Coelln, Viola – Burkart Zeller, Violoncello – Grzegorz Jandulski, Kontrabass – Martin von der Heydt, Klavier – Michael Pattmann, Schlagzeug – Norbert Krämer, Schlagzeug – Carter Williams, Klangregie –Christoph Maria Wagner, musikalische Leitung
Karten sind beim Kunstring Folkwang e.V. erhältlich.
T. +49 201 8845 102
Eintritt: 12 €, ermäßigt 7 €, Studierende frei! (dafür bitte vorab verbindlich anmelden mit Angabe des Namen, der Hochschule und der Matrikelnummer; E-Mail an
Mit freundlicher Unterstützung durch die Kunststiftung NRW, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW, die Alfred und Cläre-Pott-Stiftung, den Kunstring Folkwang e.V. und die Sparkasse Essen.








