(openPR) Vor etwa einem Jahr wurden in Stuttgart die ersten Anträge auf ein persönliches Budget nach dem SGB IX § 17, Abs. 2 gestellt. Gut betreut leben e.V. als gemeinnütziger sozialer Dienstleister unterstützt die Antragsteller und vermittelt in Assistenz. Ein internes Qualitätsmanagement und serviceorientierte kundenfreundliche Leistungspakete sorgen für gute Betreuung und Sicherheit im Alltag der Budgetnehmer. Gerold Krämer, Leiter der Beratungsstelle von GBL, äussert sich positiv über die Kooperation mit dem Stuttgarter Bürgerservice für Menschen mit Behinderungen, der sehr aufgeschlossen mit den gestellten Anträgen umgeht, obwohl persönliche Budgets derzeit noch Ermessensleistungen der Sozialhilfeträger sind. Bei den Antragstellern handelt es sich einerseits um eine Mischung aus Personen, die bisher ambulant betreut wurden und nun die Qualität der Unterstützung verbessern wollen und andererseits um Menschen mit Behinderung, die bisher keinerlei Hilfen erhalten haben.
Auch diverse Anfragen von Heimbewohnern oder von deren Angehörigen und gesetzlichen Betreuern liegen vor. Wenngleich wegen der neuen Möglichkeiten durch die neue Gesetzgebung die Bearbeitung der Anträge viel Zeit in Anspruch nimmt, sehen wir an den Ergebnissen der Leistungsbescheide, dass die Sozialverwaltung die Bedürfnisse von behinderten Mitbürgern gewissenhaft prüft und entscheidet. Auch der benachbarte Landkreis Ludwigsburg greift die verbesserten Möglichkeiten für bestimmte Personenkreise auf und unterstützt die neuen Chancen zur Verbesserung der Betreuungssituationen. „Die steigende Zahl der Anfragen ist ein Zeichen dafür, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.“ Zwischenzeitlich stellt GBL (gutbetreutLeben) im Berufsbild des Heilerziehungspflegers auch einen Ausbildungsplatz zur Verfügung und beschäftigt eine Vorpraktikantin. Das diakonische Institut für soziale Berufe in Traifelberg hat sich sehr interessiert für die Umsetzung von persönlichen Budgets gezeigt und möchte diesen Ansatz auch in die Ausbildungsinhalte hineinnehmen, um die Auszubildenden realitätsnah und praxisbezogen auf die künftigen Standards vorzubereiten.Zur Bedarfsdeckung der anspruchsberechtigten Budgetnehmer stehen qualifizierte und erfahrene Assistenten zur Verfügung, die in Teilzeitarbeitsplätzen oder auf Honorarbasis leistungsgerecht bezahlt werden. Nach Auffassung der Beratungsstelle werden Budgetnehmer künftig immer mehr von den neuen Strukturen profitieren, da auf diese Art und Weise die Unterstützung engagierter und zielgerichteter ankommt und die Eingliederungshilfe direkt geleistet wird und am individuellen Bedarf orientiert mit direkter Kontrolle bei den behinderten Mitbürgern ankommt. Neben kostenloser Budgetberatung und Verwaltung wird auch eine zusätzliche Unterstützung aus Mitteln des Vereins für Personen angeboten, die den Sprung vom Heimplatz in ein persönliches Budget wagen. Sie erhalten für ein Jahr wöchentlich eine Betreuungsstunde zusätzlich als ergänzenden Förderung finanziert. Ebenso unterstützt der Verein im gleichen Umfang alle, die es wagen wollen, ganz auf Betreuung zu verzichten und unabhängig von staatlicher Hilfe werden wollen. Diesen besonderen Service erhält jeder auf Wunsch, wenn er für den Zeitraum von 12 Monaten über GBL betreut wurde. Unsere Erfahrungen zeigen, dass selbst bei erfolgten Zurückstufungen in niedrigere Hilfebedarfsgruppen, wesentlich mehr an Unterstützung geboten wird und auch bei den betroffenen Menschen mit Behinderungen ankommt, als vorher im Betreuten Wohnen im Rahmen einer Sachleistung.
Wir wollen allen Mut Machen, sich auf die neuen Möglichkeiten einzulassen.
Gerold Krämer












