(openPR) 20. Juni 2003 - Die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Vorsitzende der deutsch- tschechischen Parlamentariergruppe, begrüsst die Erklärung der tschechischen Regierung zur Vertreibung der Sudetendeutschen:
Die tschechische Regierung hat in einer Erklärung mitgeteilt, dass sie die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg aus heutiger Sicht als unannehmbar betrachtet. Diese Erklärung der tschechischen Regierung ist ein wichtiger und vor allem mutiger Schritt in Richtung Versöhnung.
Auch die Tatsache, dass sich die tschechische Regierung in ihrer nächsten Kabinettssitzung mit der Entschädigungsfrage der in Tschechien lebenden deutsche Minderheit befassen wird, zeigt deutlich, dass es der tschechischen Seite mit der Lösung dieses Problems ernst ist.
Das Ergebnis des Referendums in Tschechien, mit dem sich eine sehr grosse Mehrheit für den EU-Beitritt des Landes ausgesprochen hat, zeigt eindeutig, dass Tschechien zur EU gehören möchte und hierfür alle nötigen Schritte unternimmt. Wir sollten diesen Weg Tschechiens von deutscher Seite aus nachhaltig unterstützen und nicht durch eine rückwärtsgewandte Diskussion erschweren. Wir müssen zukunftsorientiert das deutsch-tschechische Verhältnis weiterentwickeln und verbessern.
Die Deutsch-tschechische Erklärung von 1997 war und bleibt ein gutes Fundament hierfür, auf das sich aufbauen lässt. Ich halte es aber für dringend erforderlich, den Deutsch- Tschechischen Zukunftsfond über das Jahr 2007 weiterbestehen zu lassen. Denn auch über das Jahr 2007 hinaus brauchen wir ein starke bilaterale Institution unserer beiden Länder, die sich um die Verbesserung des deutsch-tschechischen Verhältnisses kümmert.









