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Vater eines Kuckuckskindes?

18.01.200608:26 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Vater eines Kuckuckskindes?
Kuckuckskind
Kuckuckskind

(openPR) Ob der glückliche Vater wirklich auch immer der tatsächliche Erzeuger ist, bleibt oft das Geheimnis der Mutter. Es gibt Schätzungen, nach denen zehn, nach amerikanischen Schätzungen sogar bis fast 30 Prozent aller Kinder sogenannte Kuckuckskinder sind, also einen anderen Vater haben, als von der Mutter behauptet.



Nicht wenige Väter wundern sich über „eine Laune der Natur“, wenn der Nachwuchs blond oder dunkelhaarig war, obwohl beide Elternteil Inhaber der gegenteiligen Haarfarbe sind. Nicht immer ist aber daran Mutter Natur oder unsere genetische Vererbung schuld.
"Kindesunterschiebung" war schon immer eines der schwärzesten Delikte unserer Rechtsauffassung. Der Nachweis war lange Zeit gar nicht und später nur schwer zu erbringen, denn der Vaterschaftstest war – wenn man von den hohen Kosten einmal absieht - ein aufwendiges Verfahren, dessen Durchführung von der Kindesmutter verweigert werden konnte und erst mittels Gerichtsbeschluss erzwungen werden musste.

Seit einiger Zeit wird in jeder beliebigen Talkshow demonstriert, wie problemlos und rasch dieser Test heute durchgeführt werden kann. Und eben diese Talkshows haben durch Vaterschaftstests nachgewiesen, dass manch argloser Mann ein Kuckuckskind als sein eigenes aufzieht.
Millionen Menschen konnten sehen, wenn junge Männer nach einem negativen Testergebnis in Tränen der Erleichterung ausgebrochen sind. Sie haben leider aber auch mitverfolgen können, wie per Talkshow so manche Familie zerbrach; wenn der treusorgende Familienväter plötzlich mit einem negativen Testergebnis konfrontiert wurde.

Seitdem können sich Test-Institute vor Aufträgen dieser Art kaum noch retten. Mehrere 10 000 Tests werden nach Schätzungen der Bundesärztekammer jährlich in Deutschland in Auftrag gegeben.
Die leicht zu erfüllenden Auflagen machen es ganz einfach, seinem heimlichen Zweifel ohne sichtbaren Aufwand nachzugehen.
Für einen Vaterschaftstest genügen zur Feststellung der DNA schon vier Haare mit Haarwurzel, wie sie in jeder Haarbürste zu finden sind, ein durchgekauter Kaugummi, ein benutzter Schnuller, eine angeleckte Briefmarke, eine Zahnbürste oder ein Tropfen Speichel.
Der Nachforschende muss nur angeben, dass er "rechtmäßig" an die erforderlichen Proben gekommen ist.

Diese einfache Verfahrensweise ruft aber auch schnell Missbrauch auf den Plan, denn nicht immer ist es der Vater, der seine Zweifel per DNA-Analyse geklärt haben will. In vielen Fällen sind es die Kinder selbst, Angehörige, ja sogar neugierige Freunde, die sich die erforderlichen "Proben" erschleichen. Einen besonders guten Riecher haben Schwiegermütter, wenn sie den Test auslösen wird die Vaterschaft deutlich häufiger verneint. Auch nach Feiertagen boomt das Geschäft, "wenn sich die Leute Gedanken über die Familie machen".

Der Nachforschende muss nicht einmal mehr selbst zum Labor gehen, er kann die Proben einsenden und bekommt das Testergebnis an jede von ihm angegebene Postadresse zugeschickt.
Kinder können so also heimlich überprüfen, ob die Eltern wirklich ihre Erzeuger sind, der Mann kann sich der Treue seiner Frau versichern und wer es ganz genau wissen will, kann sogar überprüfen, ob Oma nicht dereinst am Stammbaum gerüttelt hat.
Wenige Tage später kommt die Wahrheit ans Licht.
Das Ergebnis ist, je nach Betrachtungsweise, Leid oder Erleichterung, denn bei gut 30% aller Vaterschaftstests stellt sich heraus, dass die Testperson nicht der Vater ist.
Mit einem leisen Zweifel konnte mancher Mann leben, weil die Liebe zum Kind stärker als der Argwohn war, die Gewissheit aber kann auch die Liebe töten. Und dann geht alles meist sehr schnell:
Die Wege der betroffenen Menschen trennen sich, Gerichte setzen den Schlusspunkt und im verlassenen Nest bleibt ein "Kuckuckskind" zurück...
Irrtum ausgeschlossen

In den Fällen, wo die Vaterschaft durch den Test bestätigt wurde, funktionieren die Familien dann meist besser. Die Chance, dass ein Irrtum vorliegt, ist gering. Liegen Proben von Vater und Kind vor, liegt die Sicherheit der Angaben bei 99,99 Prozent, mit dem zusätzlichen Erbgut der Mutter sogar bei 99,999 Prozent. Dabei untersuchen die Wissenschaftler 15 Gen-Orte. Nur zwei von gut 1,6 Millionen Menschen haben dasselbe DNA-Profil. Gibt es Unsicherheiten, muss noch eine B-Probe gemacht werden. Und durch ein spezielles Computerprogramm wird anschließend noch eine Gegencheck mit vergangenen Fällen gemacht.
Datenschutz?
Das Recht der Väter und Kinder soll nach dem Willen einiger Politiker und Datenschützer eingeschränkt werden. Nur die Mutter soll entscheiden dürfen, ob das Kind seinen richtigen Vater kennen darf oder nicht! Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin: "Vaterschaftstests dürfen nur mit Einwilligung aller Betroffenen durchgeführt werden. Insbesondere zum Schutz der Grundrechte der Kinder müssen heimliche Tests ausdrücklich verboten werden."

Psychologische Hinweise

1.Warum verheimlichen Frauen, dass ein andere Mann der Vater des Kindes ist?
Viele Frauen haben Angst, dass ihre Beziehung in die Brüche geht, wenn sie die Wahrheit sagen. Oft handelt es sich bei dem Kuckuckskind um einen einmaligen, ungeschützten Seitensprung oder eine kurze Affäre, die ohne eine Schwangerschaft ohne jede weitere Bedeutung geblieben wäre.
Es gibt aber auch Frauen, die ihr Kind nicht ohne Vater aufwachsen lassen wollen, wenn der wirkliche Vater aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zur Verfügung steht. Junge Frauen, die zur fraglichen Zeit mehr als einen Partner hatten, suchen sich häufig den Wunschvater aus, ohne zu überprüfen, ob dieser Wunsch auch den Tatsachen entspricht. Im Laufe der Zeit sind sie dann fest davon überzeugt, dass der von ihnen angegebene Vater auch tatsächlich der Vater ist.

2. Sollten Frauen immer die Wahrheit sagen oder gibt es auch Situationen in denen Schweigen besser ist?
Schweigen ist in jedem Fall die schlechteste Lösung. Durch die ständige Lüge wird die Frau so stark belastet, dass es zu körperlichen und seelischen Erkrankungen kommen kann. Darüber hinaus wirkt sich eine solche Lüge auf die ganze Familienkonstellation aus, weil jedes Familienmitglied instinktiv spürt, das etwas nicht in Ordnung ist.

3. Müssen Kinder die Wahrheit wissen?
Unbedingt. Für ein Kind ist es nicht entscheidend, ob es der leibliche Vater ist, der sie liebt, sondern dass da überhaupt jemand ist, der sie liebt. Wichtig ist es auch, dass die Möglichkeit besteht, den leiblichen Vater kennen zu lernen, um die eigene Identität besser entwickeln zu können. Trotzdem wird das Kind immer denjenigen weiterlieben, der mit ihm lebt und sich liebevoll kümmert.

4.Sollte ein Mann einen DNS-Vaterschaftstest ohne Wissen seiner Partnerin machen, wenn er sich seiner Vaterschaft nicht sicher ist?
Ein solches Vorgehen ist ein ebenso großer Vertrauensbruch wie die Lüge einer Frau, was die Vaterschaft angeht. Wenn Zweifel aufkommen, sollte immer mit der Partnerin darüber gesprochen werden, auch um ihr die Möglichkeit zu geben, eventuell mit der Wahrheit herauszurücken.

5.Welche Reaktionen ist möglich, wenn ein Mann erfährt, dass er nicht der leibliche Vater ist?
Die meisten Männer sind tief in ihrer Männlichkeit verletzt, wenn ein anderer Mann der Vater ihres Kindes ist. Sie sind gekränkt und tief verletzt darüber, dass ihre Partnerin sie hintergangen hat. Viele Männer brechen aber trotzdem nicht die Beziehung zu "ihrem" Kind ab, auch wenn die Beziehung zur Mutter manchmal darüber in die Brüche geht. Es gibt aber auch Männer, die ein gerichtliches Gutachten - ein privater DNS Test ist vor Gericht nicht zugelassen - beantragen, um rückwirkend auf Ersatz des bereits gezahlten Unterhalts zu klagen.

Quelle: mdr/ Netdoktor/ ditzi

***

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