(openPR) „Worüber er sich schon alles Gedanken macht!“ wunderte sich ein Vater nach dem Vater-Sohn-Gespräch am Sonntagvormittag. „Wir haben uns neu gefunden“, meinte ein anderer Vater. 5 Vater-Sohn-Paare hatten sich auf den Weg gemacht, um im „Kleinen Paradies“ in Heiligenstadt an einem Vater-Sohn-Wochenende teilzunehmen.
Die bunten Zelte rund um den Feuerlöschteich des Zentrums wurden Freitagabend aufgebaut. Am Lagerfeuer stellten sich die Teilnehmer gegenseitig vor, wobei die Söhne neben Name und Beruf des Vaters auch sagen sollten, was sie an ihrem Vater schätzten, ebenso brachten die Väter ihre Wertschätzung gegenüber den Söhnen zum Ausdruck. Dabei huschte so manches verstohlene Lächeln über die Gesichter der Jungen.
Am Samstag ging es richtig zur Sache. Jedes Vater-Sohn-Paar schnitzte aus einem Gasbeton-Stein eine Skulptur zum Thema „Beziehung“. Die Ergebnisse sind nebenan auf den Bildern zu sehen. Am Nachmittag schmiedeten verschiedene Geschicklichkeitsbewerbe die Teams weiter zusammen. Beim abendlichen Lagerfeuer erzählten die Väter, wann, wo und wie ihnen Gott und Kirche wichtig und wertvoll geworden war, z.B. gute seelsorgliche Begleitung in einem schwierigen Lebensabschnitt, Ermutigung, trotz politischen Drucks als Christ den eigenen Weg zu gehen.
Als sich die Söhne zum Nachtgeländespiel verabschiedet hatten, blieben die Väter am Lagerfeuer sitzen und erzählten, wie sie ihre Väter erlebt hatten. Das war auch eine spannende Runde, soll aber Geheimnis der Teilnehmer bleiben.
Am Sonntag traf sich jeder Sohn mit seinem Vater zu einem Vater-Sohn-Gespräch. Die Jungs hatten sich anhand eines vorgelegten Fragebogens auf dieses Gespräch schon am Vorabend vorbereitet, indem sie die Farben und Qualitäten ihrer eigenen Vaterbeziehung unter die Lupe nehmen sollten – keine leichte Aufgabe für 10 bis 14jährige Söhne! Dieses Gespräch mündete in ein Vater-Sohn-Liebesbündnis, wo jeweils der eine dem anderen mitteilte, was er von ihm erwartet und was er ihm schenken möchte. Auch das blieb Geheimnis jedes Paares, aber die schriftliche Urkunde wurde bei der anschließenden Messe auf den Altar des Heiligtums gelegt. Nach dem Mittagessen rückten die Väter und Söhne mit Schere, Klebstoff und Zeitschriften an, um eine Collage zum Thema „der neue Mann – zwischen Macho und zweiter Mutter“ zu erstellen und anschließend zu präsentieren. Mit einer kleinen Feier im Heiligtum, in der jeder Vater seinen Sohn mit aufgelegten Händen segnete, endete das Wochenende. Auf die Teilnehmer aus der Diözese Görlitz wartete noch ein weiter Heimweg. Vielleicht werden 2008 in verschiedenen ostdeutschen Diözesen solche Vater-Sohn-Wochenenden angeboten, wenn das Interesse daran groß genug ist.








