openPR Recherche & Suche
Presseinformation

OLG Frankfurt: Werben mit fremden Markennamen

(openPR) GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg und Stuttgart grprainer.com führen aus: Das Oberlandesgericht Frankfurt soll in seinem Urteil vom 21.03.2013 (Az. 6 U 170/12) beschlossen haben, dass dem Markeninhaber gemäß § 14 II Nr. 2, V MarkenG ein Unterlassungsanspruch gegen den Ladeninhaber zusteht, wenn dieser den fremden Markennamen als Bestandteil seiner Werbung nutzt. Die Entscheidung basierte auf einen Fall, in dem der Beklagte mit Werbeschildern für seine Waren geworben haben soll, die mit dem Markennamen des Klägers gekennzeichnet waren. Die Richter seien der Ansicht, dass so fälschlicherweise der Eindruck entstehen könnte, dass eine vertragliche Beziehung zwischen dem Händler und dem Markeninhaber bestehe.



Die Produkte der Klägerin seien bislang nur über exklusive Partner vertrieben worden. Die Klägerin sah sich durch das Verhalten des Beklagten, mit ihrem Markennamen zu werben, in ihren Rechten verletzt. Ferner wolle sie unbedingt verhindern, den exklusiven Ruf zu schädigen. Das OLG soll diese Auffassung geteilt und die Gefahr eines Imageschadens eingeräumt haben. Gegen die Annahme einer Vertragsbeziehung zwischen dem klagenden Unternehmen und dem Beklagten spreche auch nicht, dass neben der Marke der Klägerin noch weitere Marken auf den Werbeschildern auftauchen.

Weiterhin soll das Gericht ausgeführt haben, dass ein Hinweis im Schaufenster des Händlers auf eine nicht bestehende Beziehung zwischen den Parteien, nur unter gewissen Voraussetzungen der Irreführungsgefahr des Kunden entgegenwirke. Nur dann könne davon ausgegangen werden, wenn der Verbraucher diesen Hinweis im Rahmen der Kenntnisnahme der Marke auch wahrnimmt. Im vorliegenden Fall könne der Beklagte sich nicht darauf berufen, da die Kennzeichnung anscheinend nicht adäquat ausgefallen war.

Die Materie des Markenrechts kann bisweilen Probleme bereiten und ist für einen Laien oft nur schwer zu durchschauen. Dabei ist es im Hinblick auf die bestehenden Möglichkeiten und Rechtsfolgen von besonders großer Bedeutung, eine genaue rechtliche Prüfung vorzunehmen. Die Verletzung eines bestehenden Markenrechts kann zu erheblichen rechtlichen Konsequenzen führen. Ebenso ist es wichtig im Fall einer Verletzung der eigenen Marke möglichst schnell vorzugehen, um etwaige Schadensersatzansprüche nicht verwirken zu lassen und einen Unterlassungsanspruch durchzusetzen.

Ein Rechtsanwalt kann helfen, den Überblick zu behalten und prüft im Einzelfall alle rechtlichen Möglichkeiten.

http://www.grprainer.com/Markenschutz.html

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 739416
 99

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „OLG Frankfurt: Werben mit fremden Markennamen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater

Bild: Laurèl GmbH: Massive Einschnitte für die Anleger geplantBild: Laurèl GmbH: Massive Einschnitte für die Anleger geplant
Laurèl GmbH: Massive Einschnitte für die Anleger geplant
Für die Anleger des Modeherstellers Laurèl GmbH könnte es teuer werden. Sie sollen massiven Einschnitten bei den Anleihebedingungen zustimmen und unterm Strich viel Geld verlieren. GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Im November 2012 hatte die Laurèl GmbH eine Mittelstandsanleihe (https://www.grprainer.com/rechtsberatung/kapitalmarktrecht/mittelstandsanleihen.html)mit einem Emissionsvolumen von 20 Millionen Euro und einer Laufzeit bis 2017 begeben (ISIN…
Bild: Magellan-Container: Zeichen stehen auf VerkaufBild: Magellan-Container: Zeichen stehen auf Verkauf
Magellan-Container: Zeichen stehen auf Verkauf
Die Zeichen stehen auf Verkauf. Dies ist ein Ergebnis der Gläubigerversammlung der insolventen Magellan Maritime Services GmbH. Eine endgültige Entscheidung gibt es allerdings noch nicht. GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Vieles deutet darauf hin, dass die Container der insolventen Magellan Maritime Services verkauft werden. Dies ist ein Ergebnis der ersten Gläubigerversammlung, die am 18. Oktober in Hamburg stattfand. Weiterhin beschloss die Versamml…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: OLG Frankfurt verweigert Markenschutz für den Begriff VolksbankBild: OLG Frankfurt verweigert Markenschutz für den Begriff Volksbank
OLG Frankfurt verweigert Markenschutz für den Begriff Volksbank
… 12.06.2007 - Bundesweite Beachtung hat der Streit des 'Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes' (DSGV) mit der 'Landesbank Berlin' um den Schutz des Markennamens Sparkasse gefunden. Weitgehend unbekannt blieb bisher, daß auch der 'Bundesverband Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken' (BVR) beim Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt damit gescheitert …
Bild: Markenverletzung durch Bildbezeichnung auf WebsitesBild: Markenverletzung durch Bildbezeichnung auf Websites
Markenverletzung durch Bildbezeichnung auf Websites
… Fraglich war nun, ob diese Verwendung eines Markenbegriffes eine abmahnfähige Markenverletzung darstellt. Die Richter des Oberlandesgerichts Düsseldorf werteten diese Verwendung des fremden Markennamens als Markenverletzung. Nach der Entscheidung (AZ.: I-20 U 68/11) handelt es sich bei einer solchen Darstellung einer Marke um eine kennzeichenmäßige …
Eigene Werbung mit fremden Markennamen
Eigene Werbung mit fremden Markennamen
… (Az. 6 U 170/12) soll das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt entschieden haben, dass ein Markeninhaber einen Unterlassungsanspruch gegen einen Ladeninhaber habe, sofern dieser den fremden Markennamen als Bestandteil für seine eigene Werbung nutzt. In dem vom OLG zu entscheidenden Fall habe der Beklagte mit Werbeschildern, auf denen sich der Markenname …
Kaum leserliche Fußnotenhinweise in der Werbung wettbewerbswidrig?
Kaum leserliche Fußnotenhinweise in der Werbung wettbewerbswidrig?
… Wahrnehmungsirritationen, sodass die Verbraucher diese Hinweise erst gar nicht lesen. Ein solches Vorgehen verstößt jedoch gegen das Verbot irreführender Werbung, wie z.B. am 31.03.2009 das OLG Frankfurt am Main (Az.: 11 U 2/09) beschlossen hat. Die Richter am OLG Frankfurt am Main schlossen sich dem BGH an, der in ständiger Rechtsprechung ausführt, …
Vorsicht bei der Einbindung von Grafikdateien mit Rechtstexten in eBay-Artikelbeschreibungen
Vorsicht bei der Einbindung von Grafikdateien mit Rechtstexten in eBay-Artikelbeschreibungen
Mit Beschluss vom 06.11.2006 (Az. 6 W 203/06) hat das OLG Frankfurt eine neue Abmahnmöglichkeit bei eBay eröffnet. So sei es wettbewerbswidrig, Waren bei eBay anzubieten und dabei die Widerrufsbelehrung nicht in den Quelltext des eBay Angebots einzubinden, sondern in Form einer Grafikdatei von einem externen Server einblenden zu lassen. Das Gericht argumentiert, …
Bild: OLG Hamburg: Markenrecht bei Romanen und gleichnamiger ZeitschriftBild: OLG Hamburg: Markenrecht bei Romanen und gleichnamiger Zeitschrift
OLG Hamburg: Markenrecht bei Romanen und gleichnamiger Zeitschrift
… Oberlandesgericht Hamburg die Unterlassungsklage mit Urteil vom 12. Mai 2016 zurück (Az.: 3 U 129/14). Das OLG stellte fest, dass der beklagte Verlag den geschützten Markennamen nicht markenmäßig verwende. Zwar könnten auch die Titel periodisch erscheinender Zeitschriften herkunftshinweisend, d.h. markenmäßig verwendet werden. Dies sei aber nur dann so, wenn der …
Bild: Keyword-Advertising: OLG Düsseldorf zu Markenrechtsverletzung im Online-Handel
Keyword-Advertising: OLG Düsseldorf zu Markenrechtsverletzung im Online-Handel
… U 73/34Sichtbarkeit ist im Online-Handel von herausragender Bedeutung. Um diese zu erreichen, setzen Händler häufig auch sog. Keyword-Advertising ein. Dabei werden z.T. auch fremde Markennamen hinterlegt, damit bei entsprechenden Suchanfragen die eigenen Produkte angezeigt werden. Das OLG Düsseldorf hat mit Urteil vom 7. August 2025 (Az. 20 U 73/34) …
Bild: MARKENSCHUTZ IM SUCHMASCHINENMARKETING: MIT NETBOOSTER „BRAND-PIRATEN“ PAROLI BIETEN
MARKENSCHUTZ IM SUCHMASCHINENMARKETING: MIT NETBOOSTER „BRAND-PIRATEN“ PAROLI BIETEN
… ALNBT – netbooster-agency.de), europäischer Spezialist für Online-Marketing, unterstützt seine Kunden mit einer neuen Dienstleistung beim Aufspüren von Missbrauchsfällen mit Markennamen bei Sponsored Links Online-Werbung (SEM). Besonders im Online-Marketing-Bereich, zum Beispiel bei Google Adwords, nutzen Konkurrenten oder Affiliates widerrechtlich Produkt- …
Bild: OLG Düsseldorf: Werbung mit „Zahnersatz ohne Zuzahlung“ auch mit Sternchenhinweis unzulässigBild: OLG Düsseldorf: Werbung mit „Zahnersatz ohne Zuzahlung“ auch mit Sternchenhinweis unzulässig
OLG Düsseldorf: Werbung mit „Zahnersatz ohne Zuzahlung“ auch mit Sternchenhinweis unzulässig
… des Landgerichts (LG) Düsseldorf vom 15.01.2010 (Az.: 4 O 8/10) weitestgehend bestätigt und einer Dentalhandelsgesellschaft untersagt, im geschäftlichen Verkehr damit zu werben, dass Patienten, die sich einem bestimmten Netzwerk anschließen „Zahnersatz ohne Zuzahlung" und/oder „Zahnersatz zum Nulltarif" erhalten. Die Entscheidung des OLG Düsseldorf ist …
Eigene Werbung mit fremden Markennamen
Eigene Werbung mit fremden Markennamen
… 21.03.2013 (Az. 6 U 170/12) soll das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt entschieden haben, dass einem Markeninhaber ein Unterlassungsanspruch gegen einen Ladeninhaber zustehe, wenn dieser den fremden Markennamen als Bestandteil für seine eigene Werbung nutzt. Das OLG hatte einen Fall zu entscheiden, in dem der Beklagte mit Werbeschildern, auf denen sich der …
Sie lesen gerade: OLG Frankfurt: Werben mit fremden Markennamen