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Weißmehl und Kartoffeln erhöhen das Diabetesrisiko

05.01.200612:56 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Essend Diabetes verhindern - Weniger Weißmehl und mehr ROGGEN können Diabetes verhindern

Der verstärkte Verzehr von Roggenbrot und Nudeln anstelle von Weißmehlprodukten und Kartoffeln, verringert bei Personen mit Metabolischen Syndrom erheblich das Risiko einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln! Dies zeigt eine im aktuellen American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Studie aus Finnland (1), gibt heute Bettina Geier, Diplom Oecotrophologin bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen bekannt. Die Forscher hatten es sich zur Aufgabe gemacht, herauszufinden, ob bei übergewichtigen Menschen, die bereits an dem Metabolischen Syndrom litten, eine veränderte Auswahl an Kohlenhydraten sich positiv auf die Sensibilität der Insulinrezeptoren und die zu geringe Insulinsekretion auswirkte, auch wenn keine Gewichtsänderung vorlag. Ein Absinken der Insulinsensibilität der Körperzellen, eine zu geringe Insulinproduktion und eine nachlassende Glukosetoleranz sind die Vorstufen aus denen sich ein Diabetes Typ 2 entwickelt. Für die Studie teilten die Wissenschaftler 72 übergewichtige Männer und Frauen, die unter dem metabolischen Syndrom litten, zufallsbestimmt in zwei Gruppen ein, die jeweils ein bestimmtes 12-Wochen-Ernährungsprogrammen erhielten. Dabei stellten entweder Roggenbrot- und Nudeln in der einen, oder Weizen-, Haferbrot und Kartoffeln in der zweiten Gruppe, die Hauptkohlenhydratlieferanten dar. Während sich das Körpergewicht in keiner der beiden Gruppen signifikant veränderte, zeigten sich Unterschiede in der Insulinsekretion. Die Ausschüttung dieses „Blutzuckersenkers“ in der „Roggenbrot-Nudel“-Gruppe war sechsmal so hoch verglichen mit der „Weizen-Hafer-Kartoffel“-Gruppe. Roggenbrot und Nudeln besitzen einen niedrigeren glykämischen Index (Glyx) und lassen den Blutzuckergehalt im Blutserum langsamer und weniger stark ansteigen als die Weißmehlerzeugnisse Weizen, Hafer sowie Kartoffeln. In der kombinierten Gruppe war ein höherer Insulinspiegel bei den überwiegend „Roggen“-Verzehrern mit einer verbesserten Glucosetoleranz verbunden. Leichte Gewichtszunahmen hingegen verschlechterten die Glukosetoleranz, wobei sogar sehr geringe Zuwächse die ursprünglichen Verbesserungen der Insulinsensibilität in der „Roggen-Gruppe“ im Vergleich zur Weißmehl-Gruppe wieder zunichte machten. Männer und Frauen, die an dem metabolischen Syndrom leiden, tragen ein extrem hohes Risiko, Typ 2 Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln. Insulinresistenz, die zu Diabetes mellitus führen kann, ist neben Fettleibigkeit, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten einer der vier Kernbestandteile, die der Begriff metabolisches Syndrom zusammenfasst. Eine höhere Ausschüttung von Insulin als normale körperliche Reaktion auf Insulinresistenz kann bei Diabetesgefährdeten häufig nicht stattfinden, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin. Grund ist eine Funktionsstörung der insulinproduzierenden Zellen (b-Zellen), die gerade bei Personen, die eine genetisch bedingte Anfälligkeit für Diabetes aufweisen, häufig ist. Deshalb ist bei diesen Risikopatienten ein frühzeitiges Eingreifen in den Prozess der Diabetesentstehung über die Ernährung, das die Insulinresistenz lindern und die Insulinsekretion verstärken kann, besonders wichtig. Vollkornerzeugnisse und andere Nahrungsmittel, die einen geringen Glyx haben, können nachweislich den gefürchteten Entwicklungen entgegen wirken. Ihren Hauptwirkmechanismus sehen Wissenschaftler in deren Effekt einer gesteigerten Funktionsfähigkeit der b-Zellen, größerer Insulinsensibilität und einer geringeren Insulinresistenz der Zellen. Betroffenen empfiehlt Bettina Geier, in ihrer Ernährung überwiegend Lebensmittel auszuwählen, die einen niedrigen (unter 55) oder mittleren Glyx (bis 70) aufweisen, und zusätzlich noch ein paar Regeln beziehungsweise Tipps und Tricks zu beachten, die sich positiv auf den Insulin-Wirkmechanismus auswirken. Wertvolle Hilfestellung für Personen, die gefährdet sind, an Diabetes zu erkranken, ist dabei die Diabetes-Ampel im handlichen Taschenformat, mit der Betroffene im Alltag unkompliziert und übersichtlich auf einen Blick erkennen, ob ein Lebensmittel geeignet ist. Darin werden 2.600 Lebensmittel, alphabetisch sortiert, bewertet und anhand von roten, gelben oder grünen Punkten als empfehlenswert, weniger und gar nicht empfehlenswert eingestuft. Weitere wertvolle prägnante Ratschläge die helfen, den Blutzuckermechanismus förderlich zu unterstützen und alles sonstige Wissenswerte enthält das Buch in einem ergänzenden Kapitel. Die Diabetes-Ampel ist im Knaur-Verlag erschienen und unter http://buch.ernaehrungsmed.de/3426668165 zu bestellen. Eine überaus sinnvolle Unterstützung, um der Diabetesentstehung zuvor zu kommen, so das Urteil der Ernährungswissenschaftlerin aus Aachen abschließend.

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