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OECD Ländervergleich: Deutsches Berufsbildungssystem muss gestärkt werden

26.06.201312:13 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: OECD Ländervergleich: Deutsches Berufsbildungssystem muss gestärkt werden

(openPR) Berlin, 26. Juni 2013 – Laut der aktuellen Studie „Education at a Glance 2013“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Deutschland im internationalen Vergleich den Übergang der Jugendlichen von der Schule in die Erwerbsarbeit so erfolgreich gestaltet wie kaum ein anderes Land. Mit einer aktuellen Jugendarbeitslosenquote von 5,7 Prozent belegt Deutschland einen Spitzenplatz unter den OECD-Staaten. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) die Politik auf, das erfolgreiche Ausbildungssystem der Bundesrepublik zu stärken und seine Vielfalt unbedingt zu erhalten.



Das berufliche Bildungssystem mit seiner Vielfalt an dualen und schulischen Ausbildungsangeboten trägt maßgeblich dazu bei, dass in der Bundesrepublik die Jugendarbeitslosigkeit außerordentlich gering ist. „Dennoch müssen wir feststellen, dass in einigen Bundesländern die schulische Berufsbildung immer wieder in Frage gestellt wird“, erklärt Tim Balzer, Vorstandsmitglied des VDP. Dabei seien rund ein Drittel aller Berufsausbildungen in schulischer oder außerbetrieblicher Form organisiert. Besonders Berufe, die ein großes theoretisches Fachwissen erfordern, setzen auf die vollzeitschulischen Ausbildung. So gibt es beispielsweise die Ausbildung zum chemisch-technischen Assistenten, zum Fremdsprachenkorrespondenten oder zum Altenpfleger ausschließlich in schulischer Form.

Für benachteiligte Jugendliche wie junge Menschen mit besonderen Förderbedarf, Migranten mit Sprachdefiziten oder Schulabbrecher oder spielen außerschulische Ausbildungsangebote eine wichtige Rolle. Diese jungen Menschen erhalten häufig nur sehr schwer einen betrieblichen Ausbildungsplatz. Erst die außerbetriebliche Ausbildung ermöglicht ihnen, einen qualifizierenden Berufsabschluss zu erlangen und so Zugang zum Arbeitsmarkt zu bekommen. „Mit Hilfe von ergänzenden Bildungsangeboten zusätzlich zur regulären Ausbildung, intensiver sozialpädagogischer Unterstützung und mehr Zeit bekommen hier auch sogenannte nicht ausbildungsreife Jugendliche eine Chance“, erklärt Balzer weiter. Für den VDP sei es daher nicht nachvollziehbar, dass die Politik diese Angebote, beispielsweise durch Mittelkürzung und Streichung, spürbar einschränke. Hinzu komme, dass man sich so der Flexibilität der freien berufsbildenden Schulen beraube, die schnell auf neue Anforderungen, beispielsweise eine verstärkte Zuwanderung, reagieren könnten.

Weiter warnt der VDP davor, einseitig auf die Hochschulausbildung als primären Weg zur Bekämpfung des Fachkräftemangels zu setzen. „Die OECD legt seit Jahren ihren Fokus auf die Quote der Studierenden und Hochschulabsolventen. In vielen Branchen werden aber besonders Mitarbeiter mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung gesucht. Das ist nicht nur im Pflege-, Sozial- und Gesundheitsbereich so. Auch in den technischen Branchen mangelt es besonders an qualifizierten Facharbeitern“, so Balzer. Diese Situation würde sich durch die Steigerung der Studierendenzahlen nicht wesentlich verbessern.

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