(openPR) Am Freitag, den 28. Juni 2013 stellt der Autor Dr. Christian Sachse um 11:00 Uhr in der Landespressekonferenz Sachsen (Sächsischer Landtag, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden) die Neuerscheinung „Ziel Umerziehung“ vor, die Menschenrechtsverletzungen in Spezialheimen der DDR-Jugendhilfe zwischen 1945 und 1989 in Sachsen untersucht.
In vielen Einrichtungen der DDR-Jugendhilfe war der Alltag der Kinder und Jugendlichen von Missachtung elementarer menschlicher Bedürfnisse, Demütigung sowie seelischer und körperlicher Misshandlung bestimmt. Besonders in den Spezialheimen prägten Zwang und Gewalt das Heimleben. Viele junge Menschen erlitten an diesen Orten Entbehrungen, die ein Leben lang nachwirken.
Da jedoch gerade die Spezialheime von der Forschung bisher nicht ausreichend berücksichtigt wurden, erstellte Dr. Christian Sachse im Auftrag der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau einen Überblick über sämtliche Spezialheime der DDR-Jugendhilfe auf dem Gebiet des heutigen Freistaates Sachsen. Besondere Beachtung erfuhren dabei der Arbeitszwang in den Jugendwerkhöfen und die Lebensqualität in den Spezialheimen. Die schulischen Verhältnisse und die Möglichkeiten der beruflichen Ausbildung bildeten einen weiteren Schwerpunkt der Untersuchung, die auch Zeitzeugen zu Wort kommen lässt und im Leipziger Universitätsverlag veröffentlicht wird.
Begrüßung
- Gabriele Beyler, Vorstandsvorsitzende der Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V.
Grußworte
- Christine Clauß, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz
- Regina Kraushaar, Vorsitzende des Lenkungsausschusses Fonds Heimerziehung
- Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (angefragt)
Buchvorstellung
- Dr. Christian Sachse













