(openPR) Für einen gründlich denkenden Menschen ist es keine Überraschung, daß der technologische Fortschritt und das wirtschaftliche Profitstreben auch Nachteile für den Menschen hat, und viele Millionen Menschen erleben es in ihrem Arbeitsalltag. Umweltbelastungen, sogenannte Zivilisationskrankheiten, psychische und soziale Probleme … Gut, daß 80 Jahre nach Keynes jetzt auch renommierte Wissenschaftler des MIT (Massachusetts Institute of Technology) das Problem der technologisch verursachten Arbeitslosigkeit erkannt haben. Ihre wichtigste Erkenntnis: Computer verdrängen immer mehr Menschen von ihrem Arbeitsplatz, und zwar auch gut ausgebildete.
Menschen arbeiten seit jeher daran, sich die Mühen um den Lebensunterhalt zu erleichtern, es bequemer zu haben. Wachsende Bevölkerungen und Arbeitsteilung haben dieses Streben verstärkt, mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Menschen. Bei zunehmenden Bevölkerungszahlen und wachsenden Ansprüchen an die materielle Lebensqualität überwogen die Vorteile: Es entstanden viel mehr neue und interessante Arbeitsaufgaben – also Gelegenheiten für die Menschen, sich die Mittel zu beschaffen, die sie brauchten, um die vermehrten Konsumchancen nutzen zu können – als alte durch den technologischen und ökonomischen Fortschritt vernichtet wurden.
Wissenschaftler beginnen allmählich zu begreifen, daß dieser positive Prozeß der Wohlstandsmehrung unter den gegebenen sozialen Rahmenbedingungen nicht unendlich fortgesetzt werden kann. Wir erleben heute, daß die Zahl der Arbeitsaufgaben, mit denen sich Menschen die Mittel zur angemessenen Teilnahme am sozial-kulturellen Leben ihrer Gesellschaft beschaffen können, sinkt. Auch die Masse der Einkommen stagniert inflationsbereinigt, die geringen Einkommen sinken sogar. Und das trotz wirtschaftlichen Wachstums in der Gesellschaft insgesamt. Die Produktivität steigt infolge des technologischen Fortschritts immer schneller und die Zahl der Arbeitsplätze stagniert oder geht zurück.
Aus der Sicht des einzelnen ist es so, daß die einen das Glück oder die Macht haben, (noch) über eine Arbeitsgelegenheit zu verfügen, die ihnen die für ihren gewünschten Lebensstandard erforderlichen Mittel verschafft, und die anderen eben nicht.
Technologie erspart dem Menschen immer wirksamer die Arbeit. Inzwischen haben wir ein Stadium dieses Prozesses erreicht, in dem eine zunehmende Zahl von Menschen nur noch als Konsumenten gebraucht wird – gebraucht würde, denn gegenwärtig nimmt man ihnen die Mittel zum Konsumieren, indem man sie verhartzt. Auf der anderen Seite eignen sich andere Menschen unmäßig viele Mittel an, die sie überhaupt nicht wirtschaftlich nützlich konsumieren können und die deshalb nicht selten in Objekte investiert werden, die den Prozeß der Arbeitsvernichtung weiter verstärken.
Oder die überschüssigen Mittel fließen in das durch die Wetten der Bankster und Großspekulanten übermäßig aufgeblähte Finanzsystem, das dadurch chronisch vor dem Kollaps steht.
Diejenigen, die meinen: Alles sei halb so schlimm, die industrielle Revolution wurde¬ – wenn auch mit großen Opfern – schließlich auch überwunden und hat danach Wohlstand für alle geschaffen, die verkennen die vollkommen andere Qualität der gegenwärtigen technologischen Revolution. Während damals mechanische Arbeit durch Technik erleichtert oder ersetzt wurde (was übrigens auch heute noch weiter geschieht), geht es in der gegenwärtigen technologischen Revolution vermehrt um die Ergänzung oder den Ersatz menschlicher Intelligenz. Bei alle gut strukturierbaren Vorgängen der Informationsverarbeitung sind grundsätzlich Menschen durch Computer ersetzbar. Dadurch werden viel mehr Menschen als bisher, vor allem auch viel besser ausgebildete Menschen als bisher im Produktionsprozeß, aber auch bei den Dienstleistungen überflüssig. Der Prozeß wird sich in den kommenden Jahren rasant beschleunigen.
Diese Entwicklung ist mit zunehmenden sozialen Problemen infolge Armut und Perspektivlosigkeit wachsender Bevölkerungsteile, aber auch mit wirtschaftlichen Problemen infolge Nachfrageschwunds verbunden. Es wäre deshalb klug, ist, nicht so lange es noch einigermaßen friedlich bleibt zuzuwarten und die Probleme zu verwalten, sondern proaktiv zu handeln. In welche Richtung dabei gedacht werden müßte, zeigt eine Studie. Sie trägt den Titel: „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook, 79 S). Erhältlich ist die Studie für 9,95 Euro in jeder guten (Internet-)Buchhandlung oder beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de).
Die Studie enthält grundlegende Gedanken, einer Restrukturierung und zukunftsweisenden Erneuerung unserer Gesellschaft, untermauert mit Zahlen. Wie alle grundlegenden Neuerungen bedrohen auch die in dieser Studie empfohlenen Reformen natürlich die Besitzstände derer, die vom Status quo profitieren. Auch Politiker sind nicht gerade dafür bekannt, vorausschauend zu handeln. Die Banken- und Staatsschuldenkrise sowie die Krise der Währungsunion sind ein aktuelles Beispiel dafür. Das war aber in der Geschichte der Menschheit nie anders und sollte deshalb kein Argument dafür sein, angesichts der absehbaren Folgen der technologischen Entwicklung einfach die Hände so lange in den Schoß zu legen, bis sich das Problem – mit welchen unangenehmen Begleiterscheinungen auch immer - von selber löst.
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