(openPR) „Unterstützung der gottgegebenen Würde der Seeleute“ lautet das Leitmotiv der Deutschen Seemannsmission. Menschen an Bord leben von den Schiffen, heißt es da weiter. Und deswegen sollten auch Ukrainer und andere Osteuropäer unter den gleichen Bedingungen arbeiten können wie die Seeleute anderer Länder. Alle Stationen der Seemannsmissionen aus Europa und Deutschland haben Mitarbeiter zum Deutschen Evangelischen Kirchentag geschickt, um den Besuchern dort ihre Arbeit zu präsentieren.
Vor allem die schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in der modernen Seefahrt waren da Thema. Viele Seeleute haben einen langen Arbeitsvertrag, der sie über Monate auf dem Schiff festhält und sie gleichzeitig von ihren Familien trennt. Der größte Teil der heute die Weltmeere befahrenden Schiffe fahren unter der Flagge eines Billiglohnlandes, wie Malta, Panama etc. Die Gehälter der Besatzung liegen oft weit unter denen der Seeleute, die unter der Flagge eines europäischen Landes fahren. Auch liegen die Sicherheitsstandards weit unter denen anderer Schiffe, die nicht „ausgeflaggt“ sind.
Dies gehört auch zur Realität im Arbeitsalltag vieler ukrainischer Seeleute, die auf westeuropäischen und deutschen Fracht,- oder Kreuzfahrtschiffen Dienst tun. Immer häufiger trifft man dort auf gut ausgebildete Ukrainer. Ihre Ausbildung erhalten diese Seeleute meistens an den Seefahrtsakademien in Odessa, Nikolajew (Ukrainisch: Mykolajiw) oder Cherson. Von dort aus ziehen sie in die Welt, um ihr Glück zu machen.
Die Deutsche Seemannsmission, die mit Stationen auf der ganzen Erde vertreten ist, versucht über ihre internationalen Verbände die Lebens- und Arbeitsbedingungen solcher häufig unterprivilegierten Seeleute zu verbessern. Der Kirchentag war eine ideale Plattform, um gerade bei einem breiten Publikum, das auch zu Kreuzfahrten aufbricht, für die Gleichbehandlung vor allem der Seeleute aus Osteuropa zu werben.
Karl-Heinz Ulrich
Redakteur Brigitte Schulze Verlag













