(openPR) Deutschlandweit werden wieder Wohnhochhäuser gebaut; meist sehr schicke und vor allem in Frankfurt. Ist vertikales Wohnen wieder „in“? Gehört Wohnhochhäusern die Zukunft? Dieser Frage widmete sich die erste Veranstaltung im Rahmen der neuen Reihe „LocationCheck“. Projektentwickler und andere Immobilienexperten diskutierten mit Planungsdezernent und Bürgermeister Olaf Cunitz.
„Wohnhochhäuser sind weltweit eine anerkannte Wohnform“, erklärte Olaf Cunitz. „In Deutschland haben sie allerdings immer noch ein schlechtes Image.“ Viele Men-schen verbinden mit Wohnhochhäusern soziale Brennpunkte, Kriminalität und Vandalismus. Einen nachhaltigen Imagewandel zu fördern sei deshalb besonders wichtig. Wohnhochhäuser gehören für Cunitz zu einer durchdachten Stadtplanung, besonders in Frankfurt. „Wenn nicht hier, wo dann“, sagte Cunitz.
Das sahen auch die anderen Diskussionsteilnehmer so, deren Unternehmen in den nächsten Jahren hochwertige Wohnhochhäuser in der Mainmetropole errichten werden. „Die Zeit ist reif für Wohnhochhäuser. Bei knapper werdendem Bauland bilden sie die naheliegende Alternative, um Wohnraum zu schaffen“, meinte Peter Klarmann, Leiter Projektentwicklung & Vertrieb NH ProjektStadt, Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, die im neuen Europaviertel den Wohnturm WestPark 1 errichtet. Neben WestPark 1 entstehen in den nächsten Jahren noch fünf weitere Wohnhochhäuser in Frankfurt.
„Sind Wohnhochhäuser also inzwischen hip?“, wollte Detlef Hans Franke, Geschäftsführer von FuP Marketing und Kommunikation, Moderator und Mitveranstalter des LocationChecks, von den Teilnehmern wissen. „Von hip oder einem Trend würde ich noch nicht sprechen“, erklärt Andreas Gräf, Mitglied der Geschäftsführung der Hochtief Solutions AG. Dafür würden deutschlandweit noch zu wenige Wohntürme gebaut. Olaf Cunitz nannte Projektentwickler, die moderne Wohnhochhäuser errichten, deshalb „Pioniere“ in diesem Bereich. „Die Menschen in Frankfurt werden Wohntürme schon wegen der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt gerne annehmen“, ist sich Cunitz sicher.
Eckart von Schwanenflug, Geschäftsführer von SCHWANENFLUG planung und entwicklung und weiterer Mitveranstalter des LocationChecks, sieht neben dem geringen Grundflächenverbrauch einen weiteren Vorteil im Bauen in die Höhe: „Damit ein Wohnturm funktioniert, braucht es eine Durchmischung verschiedener Nutzungen: Wohnen, Gewerbe, Gastronomie. Die Schichtung von unterschiedlichen Nutzungsinhalten auf engem Raum ist in einem Hochhaus bestens möglich und seine eigentliche Chance.“
Für die Akzeptanz von Wohntürmen sei außerdem eine gute Kommunikation sehr wichtig, erläuterte Andreas Gräf: „Beim urbanen Bauen ist man immer auch Nachbar. Deshalb sollte man auf die Nachbarn aktiv zugehen.“ Ähnlich sieht es auch Jan-Oliver Meding, Vorstand der Revitalis Real Estate AG: „Eine frühzeitige Einbindung der Nachbarn ist entscheidend“. Man müsse vorbeugen, so auch Moderator Detlef Hans Franke von FuP. „Gibt es Proteste, wie vor einigen Wochen beim Abriss der East Side Gallery in Berlin, ist es zu spät.“
Die Veranstaltungsreihe „LocationCheck“, die FuP Marketing und Kommunikation zusammen mit dem Forschungs- und Beratungsunternehmen INWIS und dem Pro-jektentwickler von SCHWANENFLUG planung und entwicklung organisiert, wird regelmäßig interessante Immobilien und außergewöhnliche Bauprojekte vorstellen – so oft wie möglich auch direkt vor Ort. Bürgermeister Cunitz begrüßte das Projekt als eine gute Plattform für den fachlichen Gedankenaustausch von Experten der Immobilienbranche, der Politik und der Verwaltung. Der nächste LocationCheck steht bereits: am 27. Juni 2013 geht es um die Zukunft der Bürostadt Niederrad.










