(openPR) Über 82.000 Unterschriften auf Change.org und Proteste vor dem Roten Rathaus
Berlin 28. März. Die Bewahrer der East Side Gallery haben sich heute enttäuscht von dem in Presseberichten angedeuten Vorgehen von Senat und Investor geäußert. „Dieser ,Kompromiss’ ist keiner”, sagte der Sprecher des Bündnisses „East Side Gallery retten”, Sascha Disselkamp. Nachdem ihr Protest bereits die am schnellsten wachsende deutsche Online-Petition auf Change.org hervorgebracht hat, demonstriert das Bündnis heute erneut am Roten Rathaus.
„Was jetzt als angebliche Lösung verkauft wird ist exakt das, wogegen wir protestieren”, zeigt sich Disselkamp enttäuscht. „Die Weltpresse berichtet doch deshalb über diesen Fall, weil die East Side Gallery so einzigartig ist. Durch die geplanten Bauprojekte wird das verloren gehen”, so Disselkamp. Erst kürzlich waren Hoffnungen genährt worden, ein Austauschgrundstück sei in Sicht. Disselkamp kritisierte auch die Form der Kompromissfindung: „Wir waren immer gesprächsbereit und unsere Forderungen werden immerhin von über 82.000 Menschen unterstützt. Es ist schade, dass wir zu keinem Zeitpunkt der Verhandlungen die Chance hatten darzustellen, was diese 82.000 Menschen sich wünschen.”
Die Art des Vorgehens wird auch an anderer Stelle kritisiert: „Die Kommentare vieler Unterzeichner der Petition auf unserer Seite zeigen eine tiefe Enttäuschung darüber, wie wenig das umfassende Engagement ernst genommen wird”, sagt Paula Hannemann, Kampagnenchefin der Petitionsplattform Change.org. Der Investor Maik Uwe Hinkel hatte am Mittwoch überraschend den Teilabriss der weltweit bekannten East Side Gallery wieder aufgenommen. „Dieser Schritt des Investors fand mitten in einer Kompromissfindungsphase statt. Das hat viele Menschen vor den Kopf gestoßen, die auf eine Lösung gehofft haben”, so Hannemann.
In einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts hatten drei Viertel der Berlinerinnen und Berliner geäußert, sie lehnten die Bauprojekte an der East Side Gallery ab, wenn das Denkmal dadurch beeinträchtigt werde.













