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Alternde Belegschaften - Zu viele Unternehmen sind schlecht vorbereitet

25.03.201308:06 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Alternde Belegschaften - Zu viele Unternehmen sind schlecht vorbereitet
Alternde Belegschaften - zu viele Unternehmen sind unvorbereitet
Alternde Belegschaften - zu viele Unternehmen sind unvorbereitet

(openPR) In einer Umfrage unter 238 norddeutschen Unternehmen hat die bundesweit tätige Unternehmensberatung Giovanni Sciurba Consult -
Gesellschaft für Beratung und Training mbH (GS Consult GmbH) festgestellt, dass die Herausforderungen für Unternehmen durch alternde Belegschaften in den meisten Unternehmen erkannt werden und das Thema an sich eine große Relevanz einnimmt. Die konkreten


Maßnahmen, um die mit den Herausforderungen alternder Belegschaften umzugehen und konkurrenzfähig zu bleiben, sind aber nach wie vor
schwach ausgeprägt. Die Ergebnisse werden u.a. auf einem Kongress der GS Consult GmbH am 25./ 26. April in Oldenburg vorgestellt: "Diktatur der Alten? Alternde Belegschaften als Herausforderung für die Mitbestimmung", u.a. mit Dr. Henning Scherf, der seit Jahren als Experte über das Thema schreibt. Bereits 2006 hat das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) ein erhebliches Manko im Umgang mit dem Thema in einem Großteil der Betriebe festgestellt (Aktuelle Analysen aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, Heft Nr. 21, 11.10.2007). Auch eine Befragung, die 2012 von der IG Metall in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass es in vielen Unternehmen noch immer an einer demographieorientierten Personalstrategie fehlt (Den demografischen Wandel im Unternehmen managen - Ergebnisbericht einer Studie von Mercer und der Bertelsmann-Stiftung, 2012). Die aktuelle Umfrage zeigt zwar Veränderungen in der Wahrnehmung, aber immer noch wenig konkrete Handlungsansätze, um erfolgversprechend mit dieser Entwicklung umzugehen. Im Januar und Februar 2013 wurden Arbeitnehmervertreter aus 238 mittleren und großen Unternehmen im norddeutschen Raum befragt. Das Ergebnis zeigt, dass die große Mehrheit der Befragten (82 %) die
Herausforderungen, die sich aus alternden Belegschaften ergeben, klar erkennt - aber nur knapp die Hälfte der Unternehmen (51 %) auch eine adäquate Vorbereitung auf die kommenden Herausforderungen vorweisen kann. Eine hohe Diskrepanz zeigt das Ergebnis zu alternsgerechten
Arbeitszeitmodellen: Obwohl 76 % der Befragten hier ein Schlüsselthema sehen, existieren nur in 41% der Unternehmen auch tatsächlich entsprechende Angebote und Modelle. Besser sieht das Ergebnis bei der Frage aus, ob die Unternehmen grundsätzlich etwas gegen den Fachkräftemangel tun. In 62 % der Unternehmen sind hier erste gezielte Schritte eingeleitet worden. Beunruhigend in diesem Zusammenhang ist der Trend, dass nur ein Viertel (25 %) der Unternehmen dabei auf die Schaffung von Arbeitsplätzen für Arbeitnehmer über 55 Jahren setzt. Der überwiegende Teil der Unternehmen, der dem Fachkräftemangel bereits jetzt entgegenwirkt, tut dies durch eine verstärkte externe Personal- beschaffung und nicht durch Konzepte und Ideen, um bereits beschäftigte Arbeitnehmer halten zu können. Ein hoher Handlungsbedarf zeigt sich auch beim Thema der alternsgerechten Gesundheits-vorsorge: Eine große Mehrheit der Befragten (83 %) hält Maßnahmen in diesem Bereich für notwendig und wichtig, aber nur 57 % der Befragten stufen das aktuelle Gesundheits-management in ihrem Unternehmen als für die älteren und die alternden Arbeitnehmer ausreichend ein.

Fazit: Insgesamt lassen die Ergebnisse den Schluss zu, dass der drohende Fachkräftemangel eher durch externe Einstellungen bekämpft wird, als durch eine gezielte Förderung der vorhandenen Belegschaften. Dazu passen auch die Ergebnisse zum Thema alternsgerechter Weiterbildungen, die in nur 23 % der befragten Unternehmen eine Rolle spielt sowie zum Thema der Arbeitszeitmodelle und den fehlenden Maßnahmen für eine längere Beschäftigung älterer Arbeitnehmer. Nicht zuletzt die zunehmenden Probleme der Unternehmen, geeignete Auszubildende zu finden, zeigen deutlich, dass die bestehenden Wege, das Problem anzugehen, zu kurz greifen.

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