(openPR) Autorin: Lisa Hassenzahl, Finanzexpertin des
auf Kapitalmarktthemen spezialisierten
Beratungsunternehmens YPOS Consulting
Die Art, wie wir unser Einkommen erzielen spielt bei der Entscheidung über die Geldanlage in der Regel keine Rolle. Dabei stellt das Humankapital (heutiger Wert aller zukünftigen Arbeitseinkommen) für die meisten einen großen Teil des Gesamtvermögens dar. Grund genug, Humankapital als eigenen Vermögenswert zu sehen und die mit ihm einhergehenden Charakteristika näher zu betrachten und bei der Vermögensanlage zu beachten.
Darmstadt, 22.03.2013 - Die Frage, ob man eine Aktie oder eine Anleihe ist, mag auf den ersten Blick seltsam erscheinen. Trotzdem lohnt sich ein genauerer Blick. Schließlich stellt für das Gros der Menschen das sogenannte Humankapital – also der heutige Gegenwert der eigenen Arbeitskraft – über einen langen Lebenszeitraum hinweg einen der wertvollsten Vermögenswerte dar. Auf die Entscheidung, wie das zum Sparen zur Verfügung stehende Geld auf die verschiedenen Assetklassen verteilt wird, hat die Art des Einkommenserwerbs in aller Regel aber trotzdem keinerlei Einfluss.
Und genau darin liegt das Risiko. Es macht schließlich einen großen Unterschied, ob ein Beamter seine Vermögensstruktur plant, oder ob dies ein Unternehmer macht – um zwei Extreme zu betrachten. Während der eine auf Unkündbarkeit bei einem der Höhe und Regelmäßigkeit nach vorhersehbaren Gehalt, gefolgt von einer ebenso vorhersehbaren und sicheren Pension setzen kann, wird das Einkommen des andere insbesondere in der Anfangsphase der Selbstständigkeit mit großer Wahrscheinlichkeit massiv schwanken. Der Vorteil des Unternehmers liegt dagegen in der Chance auf stark steigende Zahlungen im Zeitablauf.
In Anlageklassen ausgedrückt, ist der Beamte eine sichere Anleihe, der Unternehmer entspricht eher der Aktie. Wollten nun beide in ihrer Vermögensstruktur das gleiche Risikoprofil verwirklichen, ist es nur logisch, dass der Beamte einen deutlich größeren Anteile seines Kapitals in Risikopapiere wie etwa Aktien investieren könnte, als der Unternehmer, der ja bereits durch sein schwankendes Erwerbseinkommen ein höheres Risiko hat.
Die Herausforderung liegt also darin, das Humankapital im Laufe des Erwerbslebens sinnvoll in finanzielles Kapital zu verwandeln, das die Lücke schließen muss, die entsteht, wenn das laufende Einkommen altersbedingt entfällt. Dafür muss das Humankapital als entscheidender Teil der Vermögensstruktur begriffen werden. Entsprechend darf der Fokus nicht nur auf den mit potenziellen Anlagemöglichkeiten verbundenen Risiken liegen. Auch die Sicherheit oder Unsicherheit und die Entwicklungen des Erwerbseinkommens müssen gewertet und einbezogen werden – sichere Anleihe oder doch eher riskante Aktie, das ist die Frage.






