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Deutscher Ärztinnenbund zum Equal Pay Day 2013: Ungleiche Bezahlung schadet der Gesundheit

11.03.201317:44 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Deutscher Ärztinnenbund zum Equal Pay Day 2013: Ungleiche Bezahlung schadet der Gesundheit

(openPR) Frauen verdienen weniger als Männer, daran hat sich in Deutschland seit fast 20 Jahren nichts geändert. Mit diesem geschlechtsspezifischen Einkommensunterschied, dem Gender Pay Gap liegt Deutschland auf dem vorletzten Platz in der Europäischen Union. Dem Deutschen Ärztinnenbund geht es jedoch nicht nur um ein noch teilweise zu beobachtendes ungleiches Gehalt, sondern vor allem um ungleiche berufliche Chancen.



Dr. med. Regine Rapp-Engels, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V.: „Der Anteil der Ärztinnen an der Gesamtärzteschaft steigt kontinuierlich, doch nach wie vor haben sie trotz hoher Qualifikation geringere Karrierechancen als ihre männlichen Kollegen. Viele Ärztinnen schließen zum Beispiel die Facharztweiterbildung aufgrund inadäquater Rahmenbedingungen nicht ab. Beim Equal Pay Day 2013 geht es für Ärztinnen daher zum einen auch um geregelte Arbeitszeiten, verbesserte Arbeitsbedingungen und Familienfreundlichkeit im Gesundheitswesen. Zum anderen kämpfen wir aber insbesondere auch um Chancengleichheit bei höheren und besser dotierten Positionen und bei außertariflicher Bezahlung und Zulagen“.

Assistenzärztinnen werden in der Regel wie ihre männlichen Kollegen nach Tarif bezahlt. Studien und Umfragen kommen dennoch zu dem Ergebnis, dass Krankenhausärztinnen weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Statistisch nicht erfasste Gehaltsunterschiede können sich aus unterschiedlichen Verhandlungs- und Durchsetzungsstrategien ergeben, wenn es zum Beispiel um Eingruppierungen und Nebentätigkeiten geht. Aber auch die Bewertung von Arbeit in leistungsorientierten Zulagen ist bekanntermaßen oft von Rollenklischees zu Ungunsten der Frauen geprägt. Als Beispiel wird hier das einzelvertraglich geregelte Gehalt von Oberärztinnen, Geschäftsführerinnen und Chefärztinnen genannt: Sie erhalten in der Regel weniger als ihre männlichen Kollegen. Zudem sind Ärztinnen in Führungspositionen von Krankenhäusern deutlich unterrepräsentiert. In der Gruppe der Chefärzte stagniert der Anteil der Frauen seit Jahren bei etwa zehn Prozent. Zahlreiche Ärztinnen berichten nach wie vor über die Erfahrung, an die sogenannte Gläserne Decke zu stoßen.

Im niedergelassenen Bereich können sich Einkommensunterschiede auch daraus ergeben, dass Ärztinnen häufig in den Facharztgruppen vertreten sind, die innerhalb der Ärzteschaft im unteren Einkommensbereich zu finden sind, wie beispielsweise Allgemeinmedizin und Kinderheilkunde. Hinzu kommt, dass Ärztinnen häufig die sprechende Medizin praktizieren, die in unserem Gesundheitssystem leider finanziell nicht adäquat honoriert wird.

Der Deutsche Ärztinnenbund spricht sich abschließend für die finanzielle und gesellschaftliche Aufwertung der Gesundheitsberufe aus. So müssen auch Pflegeberufe, die in einer immer älter werdenden Gesellschaft zunehmend wichtiger werden, sowohl gesellschaftlich als auch in der tariflichen Bezahlung besser anerkannt werden.

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