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Multiple Sklerose: Vernetzte Forschung zum Patientenwohl

05.03.201316:50 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Multiple Sklerose: Vernetzte Forschung zum Patientenwohl
Netzwerkkarte des KKNMS: Die Mitgliedszentren sind nach Projektschwerpunkt gekennzeichnet.
Netzwerkkarte des KKNMS: Die Mitgliedszentren sind nach Projektschwerpunkt gekennzeichnet.

(openPR) Kompetenznetz MS will Grundlagen- und klinische Forschung enger verzahnen

München, 5. März 2013 – Die Mitglieder des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) haben sich gestern in München zu ihrer Auftaktveranstaltung in die zweite Förderperiode getroffen. Insgesamt 13 Projekte mit zum Teil mehreren Subprojekten sind von einem internationalen Gutachtergremium zur Förderung empfohlen worden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung investiert in den kommenden drei Jahren rund 7 Millionen Euro in die Multiple Sklerose (MS) Forschung. Der Fokus der Projekte liegt auf einer engen Verzahnung von Grundlagen- und klinischer Forschung, um so MS-Diagnose und -Therapie langfristig zu vereinfachen und zu verbessern. Gleichzeitig haben die Mitglieder einen neuen Vorstand gewählt.



„Wir sind stolz, die Mehrzahl der Projekte aus der ersten Förderphase fortsetzen zu können. Das zeigt, dass wir seit 2009 gute Aufbauarbeit geleistet haben“, so Prof. Dr. Bernhard Hemmer, alter und neuer Sprecher des Forschungsnetzwerks. Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems und nach wie vor nicht heilbar. Forscher in aller Welt suchen daher mit Nachdruck nach den Ursachen der Erkrankung.

Kernprojekt des KKNMS ist die sogenannte Kohortenstudie, in der 1.000 Patienten mit früher MS bzw. klinisch isoliertem Syndrom, einer Vorstufe der MS, über einen Zeitraum von zehn Jahren medizinisch begleitet und beobachtet werden. Anhand der innerhalb der Studie gesammelten Bioproben suchen die MS-Forscher nach Biomarkern, also biologischen Merkmalen, die sich dafür eignen, die Diagnose zu vereinfachen und den Krankheitsverlauf besser vorherzusagen. „In der ersten Förderperiode gab es bereits vielversprechende Ansätze, die nun weiterverfolgt werden“, so Hemmer.

Ein weiterer Schwerpunkt der zweiten Förderperiode ist die Versorgungsforschung. Dazu bauen die KKNMS-Wissenschaftler ein deutschlandweites Immuntherapieregister auf, in dem sie Patienten im Bezug auf Nebenwirkungen, die sich durch Medikamente wie zum Beispiel Natalizumab ergeben, dokumentieren wollen. Parallel dazu werden die Experten aus dem Bereich Neuroimmunologie nach Biomarkern auf das Therapieansprechen und Risikofaktoren der Immuntherapie mit Natalizumab und Fingolimod suchen. Ziel ist, Patienten langfristig eine individuellere Therapie anbieten zu können. Außerdem wird eine weitere Studie die Auswirkung von verbesserter Information auf die Therapieentscheidung von Patienten und das Befolgen der Behandlungsmaßnahme (Adhärenz) untersuchen.

„Wir danken dem Fördermittelgeber, der es uns ermöglicht, auch zukünftig industrieunabhängig unserer Forschungsarbeit zum Wohle des Patienten nachzugehen“, sagte Hemmer.

Neuer Vorstand gewählt

Die KKNMS-Mitglieder nutzten das Treffen außerdem, um einen neuen Vorstand zu wählen. Professor Dr. Bernhard Hemmer (TU München), der bereits im September 2012 das Amt des Sprechers von Prof. Dr. Heinz Wiendl (Universität Münster) übernommen hatte, wurde mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Wiendl hat die Funktion des stellvertretenden Sprechers übernommen. Weitere Vorstandsmitglieder sind Prof. Dr. Wolfgang Brück (Universität Göttingen), Prof. Dr. Friedemann Paul (Charité Berlin), Prof. Dr. Ralf Gold (Universität Bochum) und Prof. Dr. Frauke Zipp (Universität Mainz).
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