(openPR) Die Krankenhäuser in Deutschland haben kaum noch Effizienzreserven. Das ist das Kernergebnis einer aktuellen Fallstudie der Krankenhausunternehmensberatung JOMEC GmbH. In der Studie wird eine ausgewählte Stichprobe von Krankenhäusern unterschiedlicher Art auf ihre Effizienz hin untersucht. Dabei schnitten kleine Häuser nicht schlechter ab als große, öffentliche nicht schlechter als private.
Die Daumenschrauben des Systems haben offenbar ihre volle Wirkung entfaltet. Die weit überwiegende Mehrheit der untersuchten Krankenhäuser hat bereits ihr innerbetriebliches Effizienzoptimum erreicht. Dieses Ziel des DRG-Systems wurde unter großen Anstrengungen der Kliniken und ihrer Mitarbeiter erreicht.
Der Blick über den Tellerrand zeigt, dass die Klinikbranche den Vorwurf, ineffizient zu arbeiten, zurückweisen kann. Die gegenübergestellten Flughäfen sind offenbar ineffizienter. Das gibt zu denken. Während manche Landes- und Regionalfürsten Millionen und Milliarden in ihre Flughäfen stecken, die entweder Billigfluggesellschaften zugutekommen oder sich in
Baustaub auflösen, werden die Krankenhäuser ihrem Schicksal überlassen. Wenn sie dem politisch gewollten Spardruck nichts mehr entgegensetzen können und schließen müssen, dann ist der Aufschrei der Politik genauso groß wie folgenlos. Derzeit müssen Krankenhäuser schließen, ganz gleich, ob sie effizient sind oder nicht, ob in der Stadt oder auf dem Land. Tendenziell trifft es die kleinen, denn die großen Player sind „too big to fail“. Wenn aber trotz bester Effizienzwerte eine große Anzahl von Häusern rote Zahlen schreibt, liegt der Fehler im System. Ein planloses Ausscheiden von Kliniken gefährdet nicht
nur die Patientenversorgung in vielen Regionen, sondern kann sogar zu einer insgesamt ineffizienteren
Versorgung führen.







